Goethe-Zertifikat B2 · B2
Goethe-Zertifikat B2: Modelltest mit Lösungen
Ein vollständiger Testsatz zum Lesen und Nacharbeiten: alle Teile, alle Aufgaben, jede Lösung mit Begründung. Interaktiv mit Zeit, Audio und Auswertung startest du denselben Satz über einen Klick.
- Lesen: 30 Aufgaben
- Hören: 30 Aufgaben
- Schreiben: 2 Aufgaben
- Sprechen: 2 Aufgaben
Lösungen sind eingeklappt. Die Aufgaben stammen aus unserem eigenen Bestand (10 Testsätze insgesamt), nicht aus offiziellen Modellsätzen.
Lesen · 65 Minuten
Sechs Wege zur Weiterbildung
Vier Tage arbeiten, fünf Tage bezahlt – ein Versuch mit Folgen
Wie sollen Betriebe neue Mitarbeitende auswählen?
Nutzungsordnung Co-Working-Space „Werkhof“
1 · 1. Für diese Person ist ein abgetrennter Arbeitsplatz die Voraussetzung dafür, dass sie nach der Arbeit abschalten kann.
Lösung
a — Anja Rehberg nennt einen eigenen Raum mit einer Tür, die sich schließen lässt; seitdem fällt ihr der Feierabend leicht. Bei den anderen spielt der Arbeitsplatz zu Hause keine Rolle.
1 · 2. Diese Person findet, dass Betriebe die Ergebnisse und nicht die Anwesenheit beurteilen sollten.
Lösung
a — Sie kritisiert, dass viele Betriebe noch Anwesenheit messen, und verlangt, es solle bewertet werden, was am Ende herauskommt. Das ist die Forderung nach Ergebnisorientierung.
1 · 3. Diese Person hat für ihr Team feste Bürotage eingeführt.
Lösung
b — Tobias Lehnert berichtet, man habe zwei feste Tage eingeführt, an denen alle im Betrieb sind – wegen der Arbeit im Lager.
1 · 4. Diese Person hält allgemeine Vorgaben zur Anwesenheit für ungeeignet.
Lösung
b — Er sagt ausdrücklich, starre Quoten halte er für falsch, und plädiert dafür, die einzelne Aufgabe zu betrachten. Das ist die Ablehnung pauschaler Vorgaben.
1 · 5. Diese Person beobachtet, dass sich Bewerberinnen und Bewerber flexible Arbeitsmodelle wünschen.
Lösung
c — Miriam Osei sagt, in Bewerbungsgesprächen fragten fast alle nach flexiblen Modellen. Sie beschreibt damit eine Erwartung von außen.
1 · 6. Diese Person empfiehlt, die Erreichbarkeit schriftlich festzulegen.
Lösung
c — Sie fordert eine Betriebsvereinbarung, die festhält, wann jemand erreichbar sein muss. Genau das ist eine schriftliche Regelung.
1 · 7. Diese Person arbeitet seltener von zu Hause, als ihr Vertrag erlaubt.
Lösung
d — Jonas Pabst dürfte laut Vertrag zwei Tage zu Hause arbeiten, tatsächlich ist es einer, weil der Antrag noch nicht bearbeitet ist.
1 · 8. Diese Person lernt vor allem dadurch, dass sie Gespräche erfahrener Kollegen mitbekommt.
Lösung
d — Er sagt, er lerne im Büro viel mehr, weil er höre, wie erfahrene Kollegen telefonieren. Das beschreibt Lernen durch Beobachten.
1 · 9. Diese Person sieht die Gefahr, dass Konflikte nicht offen angesprochen werden.
Lösung
c — Miriam Osei warnt, ohne klare Vereinbarung entstünden Konflikte, die niemand offen anspricht. Die anderen Texte behandeln diesen Punkt nicht.
2 · 1. Für dieses Angebot muss man eine eigene Projektidee einreichen.
Lösung
f — Beim Stipendium für Quereinsteiger bewirbt man sich mit einer eigenen Projektidee. Kein anderes Angebot verlangt ein eigenes Konzept.
2 · 2. Bei diesem Angebot teilen sich Betrieb und Beschäftigte die Kosten.
Lösung
e — Beim Business English übernimmt der Betrieb zwei Drittel, den Rest zahlen die Teilnehmenden. Diese Aufteilung wird nur hier genannt.
2 · 3. Wer teilnehmen will, muss den Antrag mindestens sechs Wochen vorher stellen.
Lösung
c — Für den Bildungsurlaub muss der Antrag sechs Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber liegen. Eine andere Frist nennt der Text nur für die Anmeldung zum Abendkurs.
2 · 4. Man kann das Angebot zeitlich flexibel nutzen und die Prüfung zu Hause ablegen.
Lösung
b — Der Onlinekurs lässt sich im eigenen Tempo durcharbeiten, die Prüfung findet online statt, ein Prüfungszentrum ist nicht nötig.
2 · 5. Das Angebot ist kostenlos und findet am Abend statt.
Lösung
a — Im Text heißt es „dienstags von 18.30 bis 20.00 Uhr“ und „die Teilnahme ist kostenfrei“. Damit erfüllt dieses Angebot beide Bedingungen der Frage, denn der Kurs findet am Abend statt und kostet nichts. Bei den anderen Angeboten entstehen dagegen Kosten oder es gibt keine festen Abendtermine.
2 · 6. Die Teilnehmerinnen werden persönlich von jemandem aus der Branche betreut.
Lösung
d — Beim Mentoring begleitet eine erfahrene Ingenieurin die Teilnehmerin über neun Monate. Das ist persönliche Betreuung durch eine Fachfrau.
3 · 1. Warum hat das Unternehmen die Vier-Tage-Woche eingeführt?
Lösung
b — Der Text nennt als Auslöser, dass sich auf ausgeschriebene Stellen nur zwei Personen beworben hatten. Prestige oder Kundenwünsche werden nicht genannt.
3 · 2. Wie wurde die Arbeitszeit geregelt?
Lösung
a — Im Text heißt es: 36 Stunden verteilt auf vier Tage, der Lohn bleibt unverändert. Freie Tageseinteilung oder fünf Arbeitstage beschreibt der Text nicht.
3 · 3. Was zeigte die Bilanz nach einem Jahr?
Lösung
b — Die Krankheitstage sanken um knapp ein Fünftel, die Stückzahl pro Stunde stieg leicht. Von sinkendem Umsatz oder mehr Personal ist nicht die Rede.
3 · 4. Welches Problem nennt die Betriebsleiterin?
Lösung
c — Weil die Maschinen freitags stehen, werden dringende Aufträge häufiger an externe Firmen vergeben – das kostet Geld. Defekte Maschinen oder Verweigerung sind nicht Thema.
3 · 5. Wie reagieren die Beschäftigten auf das Modell?
Lösung
c — Jüngere schätzen den freien Tag, ältere klagen über neunstündige Schichten; das Bild ist also gemischt. Einheitliche Ablehnung steht nicht im Text.
3 · 6. Was empfiehlt die Wissenschaftlerin?
Lösung
a — Sie sagt, wer die Arbeitszeit verkürze, müsse gleichzeitig die Abläufe ändern, sonst bleibe die Arbeit dieselbe. Eine allgemeine Empfehlung für alle Branchen lehnt sie ausdrücklich ab.
4 · 1. Diese Person hält es für sinnvoll, Bewerberinnen und Bewerber einen Tag im Betrieb zu beobachten.
Lösung
a — Ruth Albers lässt Bewerber einen Tag mitarbeiten und beobachtet sie im Kontakt mit Kunden. Genau das beschreibt die Aussage.
4 · 2. Diese Person bewertet Arbeitsproben höher als schriftliche Unterlagen.
Lösung
b — Deniz Kaya sagt, wer Code oder ein Konzept mitbringe, zeige mehr als in jedem Anschreiben; auf Motivationsschreiben verzichtet er fast ganz.
4 · 3. Diese Person kritisiert, dass Auswahlverfahren zu viele Stufen haben.
Lösung
c — Petra Simon beklagt drei Runden Assessment-Center und findet, man hätte früher erkennen können, dass es nicht passt.
4 · 4. Diese Person verlangt, dass eine Absage begründet werden kann.
Lösung
e — Sonja Berger fordert, wer abgelehnt werde, solle auf Wunsch eine Begründung erhalten. Das ist die Aussage zur Begründungspflicht.
4 · 5. Diese Person bezweifelt die Aussagekraft von Persönlichkeitstests.
Lösung
g — Hendrik Voss sagt, viele Betriebe setzten Persönlichkeitstests ein, „ohne zu wissen, ob diese etwas vorhersagen“, und nennt sie „teuer und unwissenschaftlich“. Damit zweifelt er klar an der Aussagekraft solcher Tests, also daran, ob sie tatsächlich etwas über die Eignung der Bewerber verraten. Die anderen Personen kritisieren dagegen andere Punkte wie Zeugnisse, Assessment-Center oder die Zahl der Gespräche, nicht aber Persönlichkeitstests.
4 · 6. Diese Person achtet darauf, dass im Ausland erworbene Abschlüsse berücksichtigt werden.
Lösung
h — Nina Falk fragt gezielt nach Berufserfahrung im Ausland und lässt Zeugnisse übersetzen, um gute Leute nicht zu verlieren.
5 · 1. Sie möchten eine Bekannte für einen halben Arbeitstag mitbringen. Wo finden Sie die Regel dafür?
Lösung
a — Gäste müssen vorab im Portal angemeldet werden und dürfen höchstens drei Stunden bleiben – das steht in Absatz a. Absatz b regelt Räume, Absatz c Ordnung und Schäden.
5 · 2. Sie haben einen Besprechungsraum gebucht, kommen aber zu spät. Wo steht, was dann gilt?
Lösung
b — Die 15-Minuten-Regel für Buchungen steht in Absatz b, zusammen mit den Tages- und Monatsplätzen. In Absatz a geht es nur um Zutritt und Gäste.
5 · 3. Ihnen ist ein Stuhl kaputtgegangen. Wo finden Sie die Regel zur Meldung?
Lösung
c — Schäden am Inventar sind innerhalb von 24 Stunden zu melden; das regelt Absatz c, der auch die Haftung behandelt.
Hören · 40 Minuten
Gespräch im Büro: Urlaubsvertretung
Transkript
Nadja: Ralf, hast du kurz fünf Minuten? Es geht um deinen Urlaub. Ralf: Klar. Ich fahre ja am ersten September für zwei Wochen weg, und davor habe ich noch einiges zu erledigen. Nadja: Genau darum geht es. Wer übernimmt deine Kundenanfragen? Ralf: Ich hatte gedacht, du machst das, so wie letztes Jahr. Nadja: Grundsätzlich ja. Aber letztes Jahr habe ich drei Wochen lang alles allein gemacht, und am Ende hatte ich vierzehn Überstunden, die niemand mehr ausgleichen konnte. Ralf: Diesmal ist es kürzer. Und ich habe noch neun Stunden auf dem Zeitkonto, die gehen an dich. Nadja: Gut, das reicht für etwa die Hälfte. Die restliche Zeit müssten wir über eine Aushilfe abdecken. Ralf: Sprichst du mit Frau Behrends darüber? Sie entscheidet über solche Einsätze. Nadja: Mache ich morgen. Wichtig ist mir, dass du mir die Übergabe schriftlich gibst, nicht nur mündlich. Ralf: Bekomme ich hin, eine Seite mit den wichtigsten Vorgängen. Nadja: Und bitte die Nummern der zwei großen Kunden, bei denen gerade etwas offen ist. Ralf: Steht alles drin. Danke, dass du es machst.
Telefonat: Probearbeitstag
Transkript
Herr Aydin: Personalabteilung, Aydin, guten Tag. Frau Kortmann: Guten Tag, hier ist Lea Kortmann. Es geht um den Probearbeitstag am Donnerstag. Herr Aydin: Ah ja, Sie hatten sich für die Beratung im Haus beworben. Der Tag ist bei uns von neun bis sechzehn Uhr geplant, mit einer Stunde Pause. Frau Kortmann: Neun Uhr ist schwierig, ich bringe mein Kind zur Schule. Wäre auch zehn Uhr möglich? Herr Aydin: Zehn Uhr geht, dann gehen Sie bis siebzehn Uhr mit. Sie begleiten Frau Lorenz in der Abteilung Wohnen. Frau Kortmann: Soll ich etwas Bestimmtes anziehen? Herr Aydin: Keine Sorge, keine Berufskleidung nötig. Wir arbeiten im Haus mit einem Namensschild, das Sie von uns bekommen. Feste Schuhe wären gut, wir laufen viel. Frau Kortmann: Und wird der Tag bezahlt? Herr Aydin: Ja, wir zahlen eine Tagespauschale von sechzig Euro, unabhängig davon, ob wir danach zusammenarbeiten. Frau Kortmann: Das ist fair. Bekomme ich vorher noch Unterlagen? Herr Aydin: Ich schicke Ihnen heute eine kurze Übersicht, was an dem Tag passiert. Bringen Sie gerne Fragen mit. Frau Kortmann: Mache ich. Vielen Dank.
Radiosendung: Schichtarbeit und Gesundheit
Transkript
Moderatorin: Schichtarbeit gehört für viele zum Berufsleben, und kaum jemand spricht darüber, was sie kostet. Bei mir im Studio ist Frau Dr. Petersen, Arbeitsmedizinerin an einer Klinik in Kassel. Frau Petersen, wie schädlich sind wechselnde Schichten wirklich? Dr. Petersen: Schädlich ist weniger die Schicht an sich als der ständige Wechsel. Wer drei Wochen nachts arbeitet und dann drei Wochen tagsüber, bringt seinen Schlafrhythmus kaum zur Ruhe. Wir sehen bei diesen Menschen häufiger Bluthochdruck und Magenbeschwerden. Moderatorin: Viele Betriebe sagen, sie könnten gar nicht anders planen. Dr. Petersen: Das stimmt für manche Bereiche, aber längst nicht für alle. Entscheidend ist, wie schnell die Schichten wechseln. Vorwärts rotierend, also früh, dann spät, dann nachts, ist deutlich verträglicher als rückwärts. Und nach der Nachtschicht braucht es mindestens 24 Stunden Ruhe, nicht acht. Moderatorin: Was können Beschäftigte selbst tun? Dr. Petersen: Sie können darauf achten, dass sie nach der Nachtschicht nicht sofort einkaufen gehen und Termine legen. Und sie sollten ihre Vorgesetzten ansprechen, wenn sie merken, dass sie schlechter schlafen. Das klingt banal, aber viele warten zwei Jahre, bevor sie es sagen. Moderatorin: Sie beraten auch Betriebe. Was ändert sich dort am schnellsten? Dr. Petersen: Am schnellsten ändert sich etwas, wenn die Planung verbindlich wird. Ein Betrieb hat die Schichtfolge einfach umgestellt und zusätzlich festgelegt, dass niemand mehr als zwei Nachtschichten hintereinander macht. Das hat nichts gekostet, nur Disziplin in der Planung. Moderatorin: Und was halten Sie von Aufwandsentschädigungen? Dr. Petersen: Geld ist wichtig, weil es die Belastung anerkennt, aber es löst das Problem nicht. Eine Zulage ersetzt keinen Schlaf. Betriebe, die nur mit Zuschlägen arbeiten, verlieren irgendwann die erfahrenen Leute.
Podcast: Was motiviert Sie im Beruf?
Transkript
a) Frau Weidner: Ich arbeite seit elf Jahren im selben Betrieb, und was mich hält, ist selten das Gehalt. Es ist die Tatsache, dass ich weiß, wofür meine Arbeit gut ist. Wenn am Ende ein Kunde sagt, das hat geholfen, dann war der Tag nicht sinnlos. b) Herr Sander: Bei mir ist es ganz einfach: Ich will lernen. Ich bin gelernter Mechaniker und habe im Betrieb die Steuerungstechnik übernommen, weil mich niemand gefragt hat, ob ich das kann. Fortbildung ist für mich keine Pflicht, sondern der Grund, warum ich noch da bin. c) Frau Ilic: Für mich zählt das Team. Ich hatte auch schon einen Job mit mehr Geld, aber dort hat jeder für sich gearbeitet. Jetzt haben wir feste Übergaben, und ich gehe selten mit dem Gefühl nach Hause, etwas vergessen zu haben. d) Herr Brandt: Ich brauche Freiraum. Solange die Ergebnisse stimmen, will ich nicht jede Woche erklären, wie ich arbeite. Mein jetziger Chef fragt einmal im Monat, und das reicht mir völlig.
Vortrag: Arbeitszeit flexibler gestalten
Transkript
Referent: Wenn über flexible Arbeitszeit gesprochen wird, meinen die meisten an Homeoffice oder Gleitzeit. Beides ist inzwischen Verhandlungssache, aber es greift zu kurz. Ich möchte heute drei Punkte behandeln: was flexible Arbeitszeit leisten kann, wo sie scheitert, und was Betriebe beachten müssen, wenn sie sie einführen. Referent: Zunächst zum Nutzen. Studien zeigen, dass Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit innerhalb eines Rahmens selbst einteilen können, seltener krank werden und länger im Betrieb bleiben. Der Effekt ist allerdings nicht bei allen gleich groß: Wer kleine Kinder hat oder Angehörige pflegt, profitiert deutlich mehr als jemand, der ohnehin frei planen kann. Referent: Nun zu den Grenzen. Flexibilität funktioniert nur, solange die Arbeit planbar bleibt. In der Pflege, im Handel und in der Produktion hängt die Arbeitszeit an der Anwesenheit von Menschen oder Maschinen. Wer dort Flexibilität verspricht, verschiebt das Problem oft nur auf die Kolleginnen und Kollegen, die einspringen. Referent: Ein zweites Risiko wird häufig übersehen: Flexibilität kann zur Belastung werden, wenn sie keine Grenze hat. Wir beobachten in Betrieben ohne Rahmen, dass Beschäftigte abends noch Mails beantworten, weil sie glauben, es werde erwartet. Die Freiheit, nicht zu antworten, muss also ausdrücklich geregelt sein – und zwar so, dass niemand Nachteile befürchten muss. Referent: Kommen wir zur Einführung. Mein Rat: klein anfangen und zwei Fragen vorher klären. Erstens, welche Aufgaben wirklich ortsunabhängig sind; das sind in den meisten Betrieben weniger, als die Belegschaft annimmt. Zweitens, wie die Erreichbarkeit geregelt wird. Ein Modell ohne diese Antworten hält keine sechs Monate. Referent: Noch ein Wort zur Führung. Flexible Modelle verlangen mehr Absprache, nicht weniger Kontrolle durch Zufall. Vorgesetzte, die bisher Anwesenheit geprüft haben, müssen lernen, Ergebnisse zu besprechen. Das ist anstrengender als eine Anwesenheitsliste und wird deshalb gern übersehen. Referent: Zum Schluss eine Zahl, die ich für wichtig halte: In unserer Befragung von 240 Betrieben hat etwa die Hälfte angegeben, flexible Modelle eingeführt zu haben, aber nur ein Viertel hatte die Erreichbarkeit schriftlich geregelt. Daran sehen Sie, wo die eigentliche Arbeit liegt.
1 · 1. Ralf fährt in der zweiten Augusthälfte in Urlaub.
Lösung
falsch — Er sagt, er fahre am ersten September für zwei Wochen weg. Der Urlaub beginnt also Anfang September, nicht in der zweiten Augusthälfte.
1 · 2. Nadja übernimmt die Kundenanfragen während Ralfs Abwesenheit.
Lösung
richtig — Auf die Frage, wer die Kundenanfragen übernimmt, antwortet Nadja mit „Grundsätzlich ja“ und bestätigt damit, dass sie die Vertretung übernimmt. Dass sie anschließend über Überstunden und eine Aushilfe spricht, ändert nichts an ihrer grundsätzlichen Zusage, sondern betrifft nur die Entlastung bei zu viel Arbeit. Die Aussage ist also richtig, nicht falsch.
1 · 3. Ralf hat noch vierzehn Stunden auf seinem Zeitkonto.
Lösung
falsch — Er spricht von neun Stunden, die an Nadja gehen. Die vierzehn Stunden waren Nadjas Überstunden aus dem Vorjahr.
1 · 4. Die Vertretung wird über Stunden ausgeglichen, nicht zusätzlich bezahlt.
Lösung
richtig — Ralf bietet an, seine neun Zeitkontostunden an Nadja zu übertragen. Es geht also um einen Ausgleich über Stunden.
1 · 5. Nadja möchte die Übergabe schriftlich haben.
Lösung
richtig — Sie verlangt ausdrücklich eine schriftliche Übergabe, nicht nur eine mündliche. Ralf sagt, er bekomme eine Seite hin.
2 · 1. Wo findet der Probearbeitstag statt?
Lösung
b — Herr Aydin sagt, sie begleite Frau Lorenz in der Abteilung Wohnen. Die Personalabteilung ist nur sein Arbeitsplatz, nicht der Einsatzort.
2 · 2. Warum möchte Frau Kortmann später anfangen?
Lösung
c — Frau Kortmann sagt ausdrücklich: „Neun Uhr ist schwierig, ich bringe mein Kind zur Schule.“ Deshalb fragt sie, ob auch zehn Uhr möglich wäre, und nennt damit den Schulweg ihres Kindes als konkreten Grund für den späteren Beginn. Ein Arzttermin oder eine schlechte Bahnverbindung werden im Gespräch nicht erwähnt.
2 · 3. Was soll Frau Kortmann mitbringen?
Lösung
a — Feste Schuhe empfiehlt er, weil man viel läuft. Berufskleidung sei nicht nötig, das Namensschild stellt das Haus.
2 · 4. Wie wird der Tag bezahlt?
Lösung
b — Es gibt eine Tagespauschale von sechzig Euro, unabhängig vom Ergebnis. Ein Stundenlohn oder ein unbezahlter Tag werden nicht genannt.
2 · 5. Was schickt Herr Aydin vorher?
Lösung
a — Er kündigt eine kurze Übersicht an, was an dem Tag passiert. Vertrag und Versicherungsformular sind nicht Thema.
3 · 1. Was ist laut Frau Petersen das größte Problem der Schichtarbeit?
Lösung
c — Sie sagt, schädlich sei weniger die Schicht an sich als der ständige Wechsel. Die Nachtarbeit allein ist damit nicht der Kern ihrer Aussage.
3 · 2. Welche Folgen nennt sie bei Menschen in Wechselschicht?
Lösung
a — Frau Dr. Petersen sagt ausdrücklich, dass man bei diesen Menschen „häufiger Bluthochdruck und Magenbeschwerden“ sieht. Damit nennt sie genau die beiden Beschwerden, die in Option a stehen. Rückenbeschwerden und Unfälle auf dem Arbeitsweg werden im Gespräch dagegen nicht erwähnt.
3 · 3. Welche Schichtfolge hält sie für verträglicher?
Lösung
b — Sie empfiehlt die vorwärts rotierende Folge früh, spät, nachts. Die rückwärts laufende Folge und lange Nachtblöcke lehnt sie ab.
3 · 4. Was rät sie Beschäftigten nach der Nachtschicht?
Lösung
c — Sie rät, nach der Nachtschicht nicht sofort einkaufen zu gehen und Termine zu legen. Sport und feste Schlafzeiten nennt sie nicht.
3 · 5. Was hat in einem Betrieb am schnellsten gewirkt?
Lösung
b — Der Betrieb hat die Schichtfolge umgestellt und höchstens zwei Nachtschichten hintereinander erlaubt. Das habe nur Disziplin gekostet, kein Geld.
3 · 6. Wie bewertet sie Aufwandsentschädigungen?
Lösung
a — Geld erkennt die Belastung an, löst das Problem aber nicht: Eine Zulage ersetzt keinen Schlaf. Als einzige Maßnahme lehnt sie Zuschläge ab.
4 · 1. Diese Person möchte vor allem den Sinn der eigenen Arbeit erkennen.
Lösung
a — Frau Weidner sagt, sie müsse wissen, wofür ihre Arbeit gut ist. Das Gehalt nennt sie ausdrücklich als weniger wichtig.
4 · 2. Diese Person bleibt im Betrieb, weil sie sich weiterentwickeln kann.
Lösung
b — Herr Sander sagt: „Ich will lernen“ und nennt Fortbildung „der Grund, warum ich noch da bin“. Damit nennt er ausdrücklich die Weiterentwicklung als Grund, im Betrieb zu bleiben. Frau Weidner dagegen bleibt wegen des sinnvollen Nutzens ihrer Arbeit, nicht wegen des Lernens.
4 · 3. Diese Person legt Wert auf verlässliche Zusammenarbeit im Team.
Lösung
c — Frau Ilic nennt das Team und feste Übergaben; sie will nicht mit dem Gefühl nach Hause gehen, etwas vergessen zu haben.
4 · 4. Diese Person möchte nicht ständig über ihre Arbeitsweise berichten.
Lösung
d — Herr Brandt sagt: „Solange die Ergebnisse stimmen, will ich nicht jede Woche erklären, wie ich arbeite“, und ein Gespräch im Monat reicht ihm. Damit möchte er nicht ständig über seine Arbeitsweise berichten, sondern nur gelegentlich. Frau Ilic dagegen spricht von festen Übergaben im Team, was nichts mit Kontrolle der Arbeitsweise zu tun hat.
4 · 5. Diese Person hat mehr Geld für weniger Zusammenarbeit aufgegeben.
Lösung
c — Frau Ilic hatte einen Job mit mehr Geld, in dem jeder für sich arbeitete. Sie hat ihn gegen ein Team mit Übergaben getauscht.
4 · 6. Diese Person hat eine neue Aufgabe übernommen, ohne vorher gefragt zu werden.
Lösung
b — Herr Sander hat die Steuerungstechnik übernommen, weil ihn niemand gefragt hat, ob er das kann. Das beschreibt den ungeplanten Aufstieg.
5 · 1. Was kritisiert der Referent an der üblichen Diskussion?
Lösung
a — Er sagt, die meisten meinten mit flexibler Arbeitszeit Homeoffice oder Gleitzeit, und das greife zu kurz. Kosten sind nicht sein Kritikpunkt.
5 · 2. Welche Gruppe profitiert besonders von flexibler Arbeitszeit?
Lösung
c — Er nennt Menschen mit kleinen Kindern oder mit Pflegeaufgaben; sie profitieren deutlich mehr als jemand, der ohnehin frei planen kann.
5 · 3. Warum ist Flexibilität in Pflege, Handel und Produktion schwierig?
Lösung
a — Die Arbeitszeit hängt dort an der Anwesenheit von Menschen oder Maschinen. Lohn und Betriebsrat nennt er in diesem Zusammenhang nicht.
5 · 4. Welches Risiko entsteht ohne klare Grenzen?
Lösung
b — In Betrieben ohne Rahmen beantworten Beschäftigte abends Mails, weil sie eine Erwartung vermuten. Das ist die Belastung durch fehlende Grenzen.
5 · 5. Was empfiehlt er für die Einführung?
Lösung
b — Sein Rat lautet: klein anfangen und vorher klären, welche Aufgaben ortsunabhängig sind und wie die Erreichbarkeit geregelt wird.
5 · 6. Was bedeutet Flexibilität für Vorgesetzte?
Lösung
c — Wer bisher Anwesenheit geprüft hat, muss lernen, Ergebnisse zu besprechen; das sei anstrengender als eine Liste.
5 · 7. Wie viele der befragten Betriebe hatten die Erreichbarkeit schriftlich geregelt?
Lösung
a — Etwa die Hälfte hatte flexible Modelle eingeführt, aber nur ein Viertel hatte die Erreichbarkeit schriftlich geregelt.
5 · 8. Was ist die zentrale Botschaft des Vortrags?
Lösung
b — Der Referent betont Rahmen, Erreichbarkeit und Ergebnisorientierung – also Regeln und Führung. Eine Beschränkung auf Büroberufe fordert er nicht, er nennt nur die Grenzen.
Schreiben · 75 Minuten
Aufgaben für Schreiben und Sprechen
1 · In einem Forum für Berufstätige lesen Sie folgenden Beitrag: „Die Vier-Tage-Woche bei gleichem Lohn sollte in allen Betrieben zur Regel werden.“ Schreiben Sie einen Kommentar (ca. 150 Wörter). Äußern Sie Ihre Meinung, begründen Sie sie, gehen Sie auf Vor- und Nachteile ein und machen Sie einen konkreten Vorschlag.
Modellantwort im Lösungsteil.
Modellantwort
2 · Sie arbeiten in der Kundenberatung eines mittelständischen Unternehmens. Sie möchten im kommenden Frühjahr an einer fünftägigen Weiterbildung „Beschwerdemanagement“ teilnehmen. Schreiben Sie eine E-Mail (ca. 100 Wörter) an Ihre Vorgesetzte, Frau Dr. Marquardt. Begründen Sie, warum die Weiterbildung für Ihre Arbeit nützlich ist, bitten Sie um Genehmigung und schlagen Sie vor, wer Sie in dieser Woche vertreten könnte.
Modellantwort im Lösungsteil.
Modellantwort
Sprechen · 15 Minuten
Aufgaben für Schreiben und Sprechen
1 · Vortrag: „Mehr Freiheit oder mehr Druck? – New Work im Alltag“. Halten Sie einen Vortrag von etwa vier Minuten. Wählen Sie ein Beispiel, strukturieren Sie Ihren Vortrag und gehen Sie auf Vor- und Nachteile ein. Anschließend beantworten Sie Fragen.
2 · Diskussion: „Soll der Staat die Höchstarbeitszeit pro Woche gesetzlich begrenzen?“ Tauschen Sie sich mit Ihrem Partner aus, vertreten Sie Ihre Position und reagieren Sie auf die Argumente der anderen Person.
Denselben Satz mit Zeit und Auswertung
Punkte je Abschnitt, Begründung je Aufgabe, Urteil gegen die Bestehensgrenze.