Goethe-Zertifikat B2 · B2

Goethe-Zertifikat B2: Modelltest mit Lösungen

Ein vollständiger Testsatz zum Lesen und Nacharbeiten: alle Teile, alle Aufgaben, jede Lösung mit Begründung. Interaktiv mit Zeit, Audio und Auswertung startest du denselben Satz über einen Klick.

  • Lesen: 30 Aufgaben
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  • Sprechen: 2 Aufgaben

Lösungen sind eingeklappt. Die Aufgaben stammen aus unserem eigenen Bestand (10 Testsätze insgesamt), nicht aus offiziellen Modellsätzen.

Lesen · 65 Minuten

Forum „Arbeitsort“: Wie viel Homeoffice ist sinnvoll?

Vier Berufstätige berichten, wie sie mit der Mischung aus Büro und Heimarbeit umgehen. a) Anja Rehberg, Grafikerin: Ich arbeite seit sechs Jahren überwiegend zu Hause und möchte es nicht anders. Entscheidend ist für mich ein eigener Raum mit einer Tür, die sich schließen lässt; seit ich den habe, fällt es mir leicht, Feierabend zu machen. Was mich ärgert: Viele Betriebe messen immer noch Anwesenheit. Dabei sollte bewertet werden, was am Ende herauskommt. Wer zu Hause keinen Platz hat, ist im Büro allerdings besser aufgehoben – das wird oft übersehen. b) Tobias Lehnert, Teamleiter in der Logistik: Bei uns lässt sich höchstens die Hälfte der Arbeit von zu Hause erledigen, weil wir im Lager präsent sein müssen. Wir haben deshalb zwei feste Tage eingeführt, an denen alle im Betrieb sind. Seitdem laufen Absprachen wieder schneller, und neue Kolleginnen bekommen mit, wie wir arbeiten. Starre Quoten halte ich trotzdem für falsch; wer eine Aufgabe allein erledigen kann, soll das tun dürfen. c) Miriam Osei, Personalreferentin: Ob Heimarbeit funktioniert, hängt weniger vom Ort als von der Führung ab. Wer nur kontrolliert, verliert die Leute. In Bewerbungsgesprächen fragen fast alle nach flexiblen Modellen, und wir haben darauf reagiert. Wichtig ist eine Betriebsvereinbarung, die festhält, wann jemand erreichbar sein muss. Sonst entstehen Konflikte, die niemand offen anspricht. d) Jonas Pabst, Berufseinsteiger im öffentlichen Dienst: Laut Vertrag dürfte ich zwei Tage zu Hause arbeiten, tatsächlich ist es einer, weil mein Antrag seit Wochen bei der Personalstelle liegt. Dabei lerne ich im Büro viel mehr: Ich höre mit, wie erfahrene Kollegen telefonieren, und bekomme mit, was gerade wichtig ist. Trotzdem zählt für mich Vertrauen mehr als Kontrolle.

Sechs Wege zur Weiterbildung

Die Redaktion hat sechs Angebote zusammengestellt, mit denen sich Berufstätige weiterbilden können. a) Buchhaltung am Abend: Die Volkshochschule der Stadt bietet dienstags von 18.30 bis 20.00 Uhr einen Grundkurs in Buchhaltung an. Zwölf Termine, keine Vorkenntnisse nötig, die Teilnahme ist kostenfrei, weil die Stadt das Projekt fördert. Anmeldung bis 15. September. b) Zertifikat Datenanalyse: Ein Bildungsträger bietet einen achtwöchigen Onlinekurs an. Die Lernvideos kann man in eigenem Tempo durcharbeiten, die Abschlussprüfung wird online abgelegt, ein Prüfungszentrum muss man nicht aufsuchen. Gebühr: 480 Euro. c) Bildungsurlaub: In fünf Tagen lassen sich Themen bearbeiten, die im Beruf gebraucht werden; das Gehalt läuft weiter. Der Antrag muss sechs Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber liegen, und der Kurs muss nach Landesrecht anerkannt sein. d) Mentoring für Frauen in Technikberufen: Neun Monate lang begleitet eine erfahrene Ingenieurin die Teilnehmerin, die Treffen finden einmal im Monat online statt. Ziel ist der nächste Karriereschritt, nicht der Abschluss eines Lehrgangs. e) Business English im Betrieb: Ein Sprachinstitut kommt mittwochs für 90 Minuten in die Firma, der Unterricht liegt in der Arbeitszeit. Zwei Drittel der Kosten übernimmt der Betrieb, den Rest zahlen die Teilnehmenden selbst. f) Stipendium für Quereinsteiger: Wer ohne passendes Studium in eine neue Branche wechseln will, bewirbt sich mit einer eigenen Projektidee. Das Stipendium läuft sechs Monate und umfasst 800 Euro monatlich.

Vier Tage arbeiten, fünf Tage bezahlt – ein Versuch mit Folgen

Als die Geschäftsführung der Meininger Elektrowerke vor zwei Jahren über die Vier-Tage-Woche diskutierte, ging es nicht um Prestige, sondern um Personal: Auf ausgeschriebene Stellen in der Montage hatten sich innerhalb von drei Monaten nur zwei Personen beworben. „Wir konnten nicht länger warten“, sagt Betriebsleiterin Katrin Behnisch. Gemeinsam mit dem Betriebsrat entstand ein Modell, das seither in der Produktion gilt: 36 Stunden verteilt auf vier Tage, der Lohn bleibt unverändert. Nach zwölf Monaten zog das Unternehmen eine erste Bilanz. Die Zahl der Krankheitstage sank um knapp ein Fünftel, die Zahl der Teile, die eine Mannschaft pro Stunde fertigstellte, stieg leicht an. Gleichzeitig berichtet Behnisch von neuen Schwierigkeiten: Weil die Maschinen freitags stehen, müssen dringende Aufträge häufiger an externe Firmen vergeben werden. „Das kostet Geld, und wir haben es unterschätzt.“ Auch innerhalb der Belegschaft ist das Bild gemischt. Jüngere Beschäftigte schätzen den freien Tag, ältere klagen über die langen Schichten von neun Stunden. In der Kundenservice-Abteilung, wo Anfragen zwischen acht und achtzehn Uhr eingehen, ließ sich das Modell gar nicht einführen; dort arbeiten die Beschäftigten weiter an fünf Tagen. Die Arbeitswissenschaftlerin Ines Traub, die den Versuch begleitet hat, warnt vor einer Übertragung auf alle Branchen. Entscheidend sei, wie planbar die Arbeit ist: „Wo Termine kurzfristig entstehen, erkauft man sich den freien Tag mit Überstunden.“ Ihr Fazit fällt dennoch positiv aus, allerdings mit einer Bedingung: Wer die Arbeitszeit verkürze, müsse gleichzeitig die Abläufe ändern, sonst bleibe die Arbeit dieselbe.

Wie sollen Betriebe neue Mitarbeitende auswählen?

Acht Personen äußern sich zu Bewerbungsverfahren. a) Ruth Albers, Ausbilderin: Zeugnisse sagen wenig über Teamfähigkeit. Wir lassen Bewerber einen Tag mitarbeiten und schauen, wie sie mit Kunden sprechen. Das ist aufwendig, aber wir haben seither weniger Fehlgriffe. b) Deniz Kaya, IT-Leiter: Bei uns zählen Arbeitsproben. Wer Code oder ein Konzept mitbringt, zeigt mehr als in jedem Anschreiben. Wir verzichten deshalb fast ganz auf Motivationsschreiben. c) Petra Simon, Bewerberin: Ich habe drei Runden Assessment-Center mitgemacht. Nach der zweiten hätte man wissen können, dass es nicht passt. Solche Verfahren kosten allen nur Zeit. d) Malte Reuter, Geschäftsführer: Ein Gespräch reicht, wenn man die richtigen Fragen stellt. Alles andere ist Ritual, das wir uns aus Gewohnheit leisten. e) Sonja Berger, Betriebsrätin: Auswahlverfahren müssen nachvollziehbar sein. Wer abgelehnt wird, sollte auf Wunsch eine Begründung bekommen – das ist eine Frage des Respekts. f) Ayla Demir, Berufseinsteigerin: Ich wäre ohne Praktikum nie eingestellt worden. Meine Noten haben über meine Fähigkeiten wenig ausgesagt. g) Hendrik Voss, Personalberater: Viele Betriebe setzen Persönlichkeitstests ein, ohne zu wissen, ob diese etwas vorhersagen. Das ist teuer und unwissenschaftlich. h) Nina Falk, Abteilungsleiterin in der Pflege: Wir fragen gezielt nach Berufserfahrung im Ausland und lassen Zeugnisse übersetzen. Wer das nicht anbietet, verliert gute Leute an die Konkurrenz.

Nutzungsordnung Co-Working-Space „Werkhof“

a) Zutritt und Gäste: Der Zutritt ist rund um die Uhr mit der persönlichen Karte möglich. Die Karte darf nicht weitergegeben werden; der Verlust ist sofort zu melden, eine Ersatzkarte kostet 25 Euro. Gäste sind willkommen, müssen aber vorab im Portal angemeldet werden und dürfen sich höchstens drei Stunden im Haus aufhalten. b) Arbeitsplätze und Buchung: Tagesplätze sind nicht reservierbar, feste Plätze werden monatlich vermietet. Besprechungsräume bucht man online; wer 15 Minuten nach Beginn nicht erscheint, verliert die Buchung. Telefonate sind in den dafür vorgesehenen Kabinen zu führen, nicht am Arbeitsplatz. c) Ordnung und Haftung: Nach der Nutzung ist der Platz zu reinigen, Geschirr ist abzuspülen, Müll zu trennen. Für mitgebrachte Gegenstände wird keine Haftung übernommen. Schäden am Inventar sind innerhalb von 24 Stunden zu melden; wer die Meldung versäumt, beteiligt sich an den Reparaturkosten.

1 · 1. Für diese Person ist ein abgetrennter Arbeitsplatz die Voraussetzung dafür, dass sie nach der Arbeit abschalten kann.

  • a Anja Rehberg
  • b Tobias Lehnert
  • c Miriam Osei
  • d Jonas Pabst
Lösung

a — Anja Rehberg nennt einen eigenen Raum mit einer Tür, die sich schließen lässt; seitdem fällt ihr der Feierabend leicht. Bei den anderen spielt der Arbeitsplatz zu Hause keine Rolle.

1 · 2. Diese Person findet, dass Betriebe die Ergebnisse und nicht die Anwesenheit beurteilen sollten.

  • a Anja Rehberg
  • b Tobias Lehnert
  • c Miriam Osei
  • d Jonas Pabst
Lösung

a — Sie kritisiert, dass viele Betriebe noch Anwesenheit messen, und verlangt, es solle bewertet werden, was am Ende herauskommt. Das ist die Forderung nach Ergebnisorientierung.

1 · 3. Diese Person hat für ihr Team feste Bürotage eingeführt.

  • a Anja Rehberg
  • b Tobias Lehnert
  • c Miriam Osei
  • d Jonas Pabst
Lösung

b — Tobias Lehnert berichtet, man habe zwei feste Tage eingeführt, an denen alle im Betrieb sind – wegen der Arbeit im Lager.

1 · 4. Diese Person hält allgemeine Vorgaben zur Anwesenheit für ungeeignet.

  • a Anja Rehberg
  • b Tobias Lehnert
  • c Miriam Osei
  • d Jonas Pabst
Lösung

b — Er sagt ausdrücklich, starre Quoten halte er für falsch, und plädiert dafür, die einzelne Aufgabe zu betrachten. Das ist die Ablehnung pauschaler Vorgaben.

1 · 5. Diese Person beobachtet, dass sich Bewerberinnen und Bewerber flexible Arbeitsmodelle wünschen.

  • a Anja Rehberg
  • b Tobias Lehnert
  • c Miriam Osei
  • d Jonas Pabst
Lösung

c — Miriam Osei sagt, in Bewerbungsgesprächen fragten fast alle nach flexiblen Modellen. Sie beschreibt damit eine Erwartung von außen.

1 · 6. Diese Person empfiehlt, die Erreichbarkeit schriftlich festzulegen.

  • a Anja Rehberg
  • b Tobias Lehnert
  • c Miriam Osei
  • d Jonas Pabst
Lösung

c — Sie fordert eine Betriebsvereinbarung, die festhält, wann jemand erreichbar sein muss. Genau das ist eine schriftliche Regelung.

1 · 7. Diese Person arbeitet seltener von zu Hause, als ihr Vertrag erlaubt.

  • a Anja Rehberg
  • b Tobias Lehnert
  • c Miriam Osei
  • d Jonas Pabst
Lösung

d — Jonas Pabst dürfte laut Vertrag zwei Tage zu Hause arbeiten, tatsächlich ist es einer, weil der Antrag noch nicht bearbeitet ist.

1 · 8. Diese Person lernt vor allem dadurch, dass sie Gespräche erfahrener Kollegen mitbekommt.

  • a Anja Rehberg
  • b Tobias Lehnert
  • c Miriam Osei
  • d Jonas Pabst
Lösung

d — Er sagt, er lerne im Büro viel mehr, weil er höre, wie erfahrene Kollegen telefonieren. Das beschreibt Lernen durch Beobachten.

1 · 9. Diese Person sieht die Gefahr, dass Konflikte nicht offen angesprochen werden.

  • a Anja Rehberg
  • b Tobias Lehnert
  • c Miriam Osei
  • d Jonas Pabst
Lösung

c — Miriam Osei warnt, ohne klare Vereinbarung entstünden Konflikte, die niemand offen anspricht. Die anderen Texte behandeln diesen Punkt nicht.

2 · 1. Für dieses Angebot muss man eine eigene Projektidee einreichen.

  • a Buchhaltung am Abend
  • b Zertifikat Datenanalyse
  • c Bildungsurlaub
  • d Mentoring Technikberufe
  • e Business English im Betrieb
  • f Stipendium für Quereinsteiger
Lösung

f — Beim Stipendium für Quereinsteiger bewirbt man sich mit einer eigenen Projektidee. Kein anderes Angebot verlangt ein eigenes Konzept.

2 · 2. Bei diesem Angebot teilen sich Betrieb und Beschäftigte die Kosten.

  • a Buchhaltung am Abend
  • b Zertifikat Datenanalyse
  • c Bildungsurlaub
  • d Mentoring Technikberufe
  • e Business English im Betrieb
  • f Stipendium für Quereinsteiger
Lösung

e — Beim Business English übernimmt der Betrieb zwei Drittel, den Rest zahlen die Teilnehmenden. Diese Aufteilung wird nur hier genannt.

2 · 3. Wer teilnehmen will, muss den Antrag mindestens sechs Wochen vorher stellen.

  • a Buchhaltung am Abend
  • b Zertifikat Datenanalyse
  • c Bildungsurlaub
  • d Mentoring Technikberufe
  • e Business English im Betrieb
  • f Stipendium für Quereinsteiger
Lösung

c — Für den Bildungsurlaub muss der Antrag sechs Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber liegen. Eine andere Frist nennt der Text nur für die Anmeldung zum Abendkurs.

2 · 4. Man kann das Angebot zeitlich flexibel nutzen und die Prüfung zu Hause ablegen.

  • a Buchhaltung am Abend
  • b Zertifikat Datenanalyse
  • c Bildungsurlaub
  • d Mentoring Technikberufe
  • e Business English im Betrieb
  • f Stipendium für Quereinsteiger
Lösung

b — Der Onlinekurs lässt sich im eigenen Tempo durcharbeiten, die Prüfung findet online statt, ein Prüfungszentrum ist nicht nötig.

2 · 5. Das Angebot ist kostenlos und findet am Abend statt.

  • a Buchhaltung am Abend
  • b Zertifikat Datenanalyse
  • c Bildungsurlaub
  • d Mentoring Technikberufe
  • e Business English im Betrieb
  • f Stipendium für Quereinsteiger
Lösung

a — Im Text heißt es „dienstags von 18.30 bis 20.00 Uhr“ und „die Teilnahme ist kostenfrei“. Damit erfüllt dieses Angebot beide Bedingungen der Frage, denn der Kurs findet am Abend statt und kostet nichts. Bei den anderen Angeboten entstehen dagegen Kosten oder es gibt keine festen Abendtermine.

2 · 6. Die Teilnehmerinnen werden persönlich von jemandem aus der Branche betreut.

  • a Buchhaltung am Abend
  • b Zertifikat Datenanalyse
  • c Bildungsurlaub
  • d Mentoring Technikberufe
  • e Business English im Betrieb
  • f Stipendium für Quereinsteiger
Lösung

d — Beim Mentoring begleitet eine erfahrene Ingenieurin die Teilnehmerin über neun Monate. Das ist persönliche Betreuung durch eine Fachfrau.

3 · 1. Warum hat das Unternehmen die Vier-Tage-Woche eingeführt?

  • a Weil die Belegschaft weniger Geld verdienen wollte.
  • b Weil sich zu wenige Menschen auf offene Stellen beworben hatten.
  • c Weil ein großer Kunde kürzere Lieferzeiten verlangt hatte.
Lösung

b — Der Text nennt als Auslöser, dass sich auf ausgeschriebene Stellen nur zwei Personen beworben hatten. Prestige oder Kundenwünsche werden nicht genannt.

3 · 2. Wie wurde die Arbeitszeit geregelt?

  • a Es werden 36 Stunden an vier Tagen gearbeitet, der Lohn bleibt gleich.
  • b Alle Beschäftigten arbeiten an fünf Tagen je sieben Stunden.
  • c Die Beschäftigten können täglich selbst entscheiden, wie lange sie arbeiten.
Lösung

a — Im Text heißt es: 36 Stunden verteilt auf vier Tage, der Lohn bleibt unverändert. Freie Tageseinteilung oder fünf Arbeitstage beschreibt der Text nicht.

3 · 3. Was zeigte die Bilanz nach einem Jahr?

  • a Der Umsatz des Betriebs sank um ein Fünftel.
  • b Die Zahl der Krankheitstage ging deutlich zurück.
  • c Die Belegschaft wuchs um zwei Mitarbeitende.
Lösung

b — Die Krankheitstage sanken um knapp ein Fünftel, die Stückzahl pro Stunde stieg leicht. Von sinkendem Umsatz oder mehr Personal ist nicht die Rede.

3 · 4. Welches Problem nennt die Betriebsleiterin?

  • a Die Beschäftigten weigern sich, am Freitag zu arbeiten.
  • b Die Maschinen sind häufiger defekt als früher.
  • c Dringende Aufträge müssen öfter fremd vergeben werden.
Lösung

c — Weil die Maschinen freitags stehen, werden dringende Aufträge häufiger an externe Firmen vergeben – das kostet Geld. Defekte Maschinen oder Verweigerung sind nicht Thema.

3 · 5. Wie reagieren die Beschäftigten auf das Modell?

  • a Alle wollen sofort zum alten Modell zurück.
  • b Niemand äußert sich zu den langen Schichten.
  • c Die Meinungen gehen auseinander, vor allem zwischen Jung und Alt.
Lösung

c — Jüngere schätzen den freien Tag, ältere klagen über neunstündige Schichten; das Bild ist also gemischt. Einheitliche Ablehnung steht nicht im Text.

3 · 6. Was empfiehlt die Wissenschaftlerin?

  • a Die Arbeitsabläufe mitzuverändern, wenn die Arbeitszeit sinkt.
  • b Das Modell überall einzuführen, weil es sich bewährt hat.
  • c Auf Überstunden grundsätzlich zu verzichten.
Lösung

a — Sie sagt, wer die Arbeitszeit verkürze, müsse gleichzeitig die Abläufe ändern, sonst bleibe die Arbeit dieselbe. Eine allgemeine Empfehlung für alle Branchen lehnt sie ausdrücklich ab.

4 · 1. Diese Person hält es für sinnvoll, Bewerberinnen und Bewerber einen Tag im Betrieb zu beobachten.

  • a Ruth Albers: einen Tag mitarbeiten lassen
  • b Deniz Kaya: Arbeitsproben statt Anschreiben
  • c Petra Simon: zu viele Auswahlrunden
  • d Malte Reuter: ein Gespräch genügt
  • e Sonja Berger: Absagen begründen
  • f Ayla Demir: Praktikum statt Noten
  • g Hendrik Voss: Persönlichkeitstests fragwürdig
  • h Nina Falk: ausländische Abschlüsse anerkennen
Lösung

a — Ruth Albers lässt Bewerber einen Tag mitarbeiten und beobachtet sie im Kontakt mit Kunden. Genau das beschreibt die Aussage.

4 · 2. Diese Person bewertet Arbeitsproben höher als schriftliche Unterlagen.

  • a Ruth Albers: einen Tag mitarbeiten lassen
  • b Deniz Kaya: Arbeitsproben statt Anschreiben
  • c Petra Simon: zu viele Auswahlrunden
  • d Malte Reuter: ein Gespräch genügt
  • e Sonja Berger: Absagen begründen
  • f Ayla Demir: Praktikum statt Noten
  • g Hendrik Voss: Persönlichkeitstests fragwürdig
  • h Nina Falk: ausländische Abschlüsse anerkennen
Lösung

b — Deniz Kaya sagt, wer Code oder ein Konzept mitbringe, zeige mehr als in jedem Anschreiben; auf Motivationsschreiben verzichtet er fast ganz.

4 · 3. Diese Person kritisiert, dass Auswahlverfahren zu viele Stufen haben.

  • a Ruth Albers: einen Tag mitarbeiten lassen
  • b Deniz Kaya: Arbeitsproben statt Anschreiben
  • c Petra Simon: zu viele Auswahlrunden
  • d Malte Reuter: ein Gespräch genügt
  • e Sonja Berger: Absagen begründen
  • f Ayla Demir: Praktikum statt Noten
  • g Hendrik Voss: Persönlichkeitstests fragwürdig
  • h Nina Falk: ausländische Abschlüsse anerkennen
Lösung

c — Petra Simon beklagt drei Runden Assessment-Center und findet, man hätte früher erkennen können, dass es nicht passt.

4 · 4. Diese Person verlangt, dass eine Absage begründet werden kann.

  • a Ruth Albers: einen Tag mitarbeiten lassen
  • b Deniz Kaya: Arbeitsproben statt Anschreiben
  • c Petra Simon: zu viele Auswahlrunden
  • d Malte Reuter: ein Gespräch genügt
  • e Sonja Berger: Absagen begründen
  • f Ayla Demir: Praktikum statt Noten
  • g Hendrik Voss: Persönlichkeitstests fragwürdig
  • h Nina Falk: ausländische Abschlüsse anerkennen
Lösung

e — Sonja Berger fordert, wer abgelehnt werde, solle auf Wunsch eine Begründung erhalten. Das ist die Aussage zur Begründungspflicht.

4 · 5. Diese Person bezweifelt die Aussagekraft von Persönlichkeitstests.

  • a Ruth Albers: einen Tag mitarbeiten lassen
  • b Deniz Kaya: Arbeitsproben statt Anschreiben
  • c Petra Simon: zu viele Auswahlrunden
  • d Malte Reuter: ein Gespräch genügt
  • e Sonja Berger: Absagen begründen
  • f Ayla Demir: Praktikum statt Noten
  • g Hendrik Voss: Persönlichkeitstests fragwürdig
  • h Nina Falk: ausländische Abschlüsse anerkennen
Lösung

g — Hendrik Voss sagt, viele Betriebe setzten Persönlichkeitstests ein, „ohne zu wissen, ob diese etwas vorhersagen“, und nennt sie „teuer und unwissenschaftlich“. Damit zweifelt er klar an der Aussagekraft solcher Tests, also daran, ob sie tatsächlich etwas über die Eignung der Bewerber verraten. Die anderen Personen kritisieren dagegen andere Punkte wie Zeugnisse, Assessment-Center oder die Zahl der Gespräche, nicht aber Persönlichkeitstests.

4 · 6. Diese Person achtet darauf, dass im Ausland erworbene Abschlüsse berücksichtigt werden.

  • a Ruth Albers: einen Tag mitarbeiten lassen
  • b Deniz Kaya: Arbeitsproben statt Anschreiben
  • c Petra Simon: zu viele Auswahlrunden
  • d Malte Reuter: ein Gespräch genügt
  • e Sonja Berger: Absagen begründen
  • f Ayla Demir: Praktikum statt Noten
  • g Hendrik Voss: Persönlichkeitstests fragwürdig
  • h Nina Falk: ausländische Abschlüsse anerkennen
Lösung

h — Nina Falk fragt gezielt nach Berufserfahrung im Ausland und lässt Zeugnisse übersetzen, um gute Leute nicht zu verlieren.

5 · 1. Sie möchten eine Bekannte für einen halben Arbeitstag mitbringen. Wo finden Sie die Regel dafür?

  • a Absatz a: Zutritt und Gäste
  • b Absatz b: Arbeitsplätze und Buchung
  • c Absatz c: Ordnung und Haftung
Lösung

a — Gäste müssen vorab im Portal angemeldet werden und dürfen höchstens drei Stunden bleiben – das steht in Absatz a. Absatz b regelt Räume, Absatz c Ordnung und Schäden.

5 · 2. Sie haben einen Besprechungsraum gebucht, kommen aber zu spät. Wo steht, was dann gilt?

  • a Absatz a: Zutritt und Gäste
  • b Absatz b: Arbeitsplätze und Buchung
  • c Absatz c: Ordnung und Haftung
Lösung

b — Die 15-Minuten-Regel für Buchungen steht in Absatz b, zusammen mit den Tages- und Monatsplätzen. In Absatz a geht es nur um Zutritt und Gäste.

5 · 3. Ihnen ist ein Stuhl kaputtgegangen. Wo finden Sie die Regel zur Meldung?

  • a Absatz a: Zutritt und Gäste
  • b Absatz b: Arbeitsplätze und Buchung
  • c Absatz c: Ordnung und Haftung
Lösung

c — Schäden am Inventar sind innerhalb von 24 Stunden zu melden; das regelt Absatz c, der auch die Haftung behandelt.

Hören · 40 Minuten

Gespräch im Büro: Urlaubsvertretung

Sie hören ein Gespräch zwischen zwei Kolleginnen und Kollegen in einem Büro. Sie hören den Text einmal.
Transkript

Nadja: Ralf, hast du kurz fünf Minuten? Es geht um deinen Urlaub. Ralf: Klar. Ich fahre ja am ersten September für zwei Wochen weg, und davor habe ich noch einiges zu erledigen. Nadja: Genau darum geht es. Wer übernimmt deine Kundenanfragen? Ralf: Ich hatte gedacht, du machst das, so wie letztes Jahr. Nadja: Grundsätzlich ja. Aber letztes Jahr habe ich drei Wochen lang alles allein gemacht, und am Ende hatte ich vierzehn Überstunden, die niemand mehr ausgleichen konnte. Ralf: Diesmal ist es kürzer. Und ich habe noch neun Stunden auf dem Zeitkonto, die gehen an dich. Nadja: Gut, das reicht für etwa die Hälfte. Die restliche Zeit müssten wir über eine Aushilfe abdecken. Ralf: Sprichst du mit Frau Behrends darüber? Sie entscheidet über solche Einsätze. Nadja: Mache ich morgen. Wichtig ist mir, dass du mir die Übergabe schriftlich gibst, nicht nur mündlich. Ralf: Bekomme ich hin, eine Seite mit den wichtigsten Vorgängen. Nadja: Und bitte die Nummern der zwei großen Kunden, bei denen gerade etwas offen ist. Ralf: Steht alles drin. Danke, dass du es machst.

Telefonat: Probearbeitstag

Sie hören ein Telefonat zwischen einer Bewerberin und der Personalabteilung eines Möbelhauses. Sie hören den Text einmal.
Transkript

Herr Aydin: Personalabteilung, Aydin, guten Tag. Frau Kortmann: Guten Tag, hier ist Lea Kortmann. Es geht um den Probearbeitstag am Donnerstag. Herr Aydin: Ah ja, Sie hatten sich für die Beratung im Haus beworben. Der Tag ist bei uns von neun bis sechzehn Uhr geplant, mit einer Stunde Pause. Frau Kortmann: Neun Uhr ist schwierig, ich bringe mein Kind zur Schule. Wäre auch zehn Uhr möglich? Herr Aydin: Zehn Uhr geht, dann gehen Sie bis siebzehn Uhr mit. Sie begleiten Frau Lorenz in der Abteilung Wohnen. Frau Kortmann: Soll ich etwas Bestimmtes anziehen? Herr Aydin: Keine Sorge, keine Berufskleidung nötig. Wir arbeiten im Haus mit einem Namensschild, das Sie von uns bekommen. Feste Schuhe wären gut, wir laufen viel. Frau Kortmann: Und wird der Tag bezahlt? Herr Aydin: Ja, wir zahlen eine Tagespauschale von sechzig Euro, unabhängig davon, ob wir danach zusammenarbeiten. Frau Kortmann: Das ist fair. Bekomme ich vorher noch Unterlagen? Herr Aydin: Ich schicke Ihnen heute eine kurze Übersicht, was an dem Tag passiert. Bringen Sie gerne Fragen mit. Frau Kortmann: Mache ich. Vielen Dank.

Radiosendung: Schichtarbeit und Gesundheit

Sie hören ein Gespräch aus einer Radiosendung. Sie hören den Text einmal.
Transkript

Moderatorin: Schichtarbeit gehört für viele zum Berufsleben, und kaum jemand spricht darüber, was sie kostet. Bei mir im Studio ist Frau Dr. Petersen, Arbeitsmedizinerin an einer Klinik in Kassel. Frau Petersen, wie schädlich sind wechselnde Schichten wirklich? Dr. Petersen: Schädlich ist weniger die Schicht an sich als der ständige Wechsel. Wer drei Wochen nachts arbeitet und dann drei Wochen tagsüber, bringt seinen Schlafrhythmus kaum zur Ruhe. Wir sehen bei diesen Menschen häufiger Bluthochdruck und Magenbeschwerden. Moderatorin: Viele Betriebe sagen, sie könnten gar nicht anders planen. Dr. Petersen: Das stimmt für manche Bereiche, aber längst nicht für alle. Entscheidend ist, wie schnell die Schichten wechseln. Vorwärts rotierend, also früh, dann spät, dann nachts, ist deutlich verträglicher als rückwärts. Und nach der Nachtschicht braucht es mindestens 24 Stunden Ruhe, nicht acht. Moderatorin: Was können Beschäftigte selbst tun? Dr. Petersen: Sie können darauf achten, dass sie nach der Nachtschicht nicht sofort einkaufen gehen und Termine legen. Und sie sollten ihre Vorgesetzten ansprechen, wenn sie merken, dass sie schlechter schlafen. Das klingt banal, aber viele warten zwei Jahre, bevor sie es sagen. Moderatorin: Sie beraten auch Betriebe. Was ändert sich dort am schnellsten? Dr. Petersen: Am schnellsten ändert sich etwas, wenn die Planung verbindlich wird. Ein Betrieb hat die Schichtfolge einfach umgestellt und zusätzlich festgelegt, dass niemand mehr als zwei Nachtschichten hintereinander macht. Das hat nichts gekostet, nur Disziplin in der Planung. Moderatorin: Und was halten Sie von Aufwandsentschädigungen? Dr. Petersen: Geld ist wichtig, weil es die Belastung anerkennt, aber es löst das Problem nicht. Eine Zulage ersetzt keinen Schlaf. Betriebe, die nur mit Zuschlägen arbeiten, verlieren irgendwann die erfahrenen Leute.

Podcast: Was motiviert Sie im Beruf?

Sie hören vier kurze Beiträge, in denen Personen über ihre Arbeit sprechen. Sie hören den Text einmal.
Transkript

a) Frau Weidner: Ich arbeite seit elf Jahren im selben Betrieb, und was mich hält, ist selten das Gehalt. Es ist die Tatsache, dass ich weiß, wofür meine Arbeit gut ist. Wenn am Ende ein Kunde sagt, das hat geholfen, dann war der Tag nicht sinnlos. b) Herr Sander: Bei mir ist es ganz einfach: Ich will lernen. Ich bin gelernter Mechaniker und habe im Betrieb die Steuerungstechnik übernommen, weil mich niemand gefragt hat, ob ich das kann. Fortbildung ist für mich keine Pflicht, sondern der Grund, warum ich noch da bin. c) Frau Ilic: Für mich zählt das Team. Ich hatte auch schon einen Job mit mehr Geld, aber dort hat jeder für sich gearbeitet. Jetzt haben wir feste Übergaben, und ich gehe selten mit dem Gefühl nach Hause, etwas vergessen zu haben. d) Herr Brandt: Ich brauche Freiraum. Solange die Ergebnisse stimmen, will ich nicht jede Woche erklären, wie ich arbeite. Mein jetziger Chef fragt einmal im Monat, und das reicht mir völlig.

Vortrag: Arbeitszeit flexibler gestalten

Sie hören einen Vortrag aus einer Reihe zur Arbeitsgestaltung. Sie hören den Text zweimal.
Transkript

Referent: Wenn über flexible Arbeitszeit gesprochen wird, meinen die meisten an Homeoffice oder Gleitzeit. Beides ist inzwischen Verhandlungssache, aber es greift zu kurz. Ich möchte heute drei Punkte behandeln: was flexible Arbeitszeit leisten kann, wo sie scheitert, und was Betriebe beachten müssen, wenn sie sie einführen. Referent: Zunächst zum Nutzen. Studien zeigen, dass Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit innerhalb eines Rahmens selbst einteilen können, seltener krank werden und länger im Betrieb bleiben. Der Effekt ist allerdings nicht bei allen gleich groß: Wer kleine Kinder hat oder Angehörige pflegt, profitiert deutlich mehr als jemand, der ohnehin frei planen kann. Referent: Nun zu den Grenzen. Flexibilität funktioniert nur, solange die Arbeit planbar bleibt. In der Pflege, im Handel und in der Produktion hängt die Arbeitszeit an der Anwesenheit von Menschen oder Maschinen. Wer dort Flexibilität verspricht, verschiebt das Problem oft nur auf die Kolleginnen und Kollegen, die einspringen. Referent: Ein zweites Risiko wird häufig übersehen: Flexibilität kann zur Belastung werden, wenn sie keine Grenze hat. Wir beobachten in Betrieben ohne Rahmen, dass Beschäftigte abends noch Mails beantworten, weil sie glauben, es werde erwartet. Die Freiheit, nicht zu antworten, muss also ausdrücklich geregelt sein – und zwar so, dass niemand Nachteile befürchten muss. Referent: Kommen wir zur Einführung. Mein Rat: klein anfangen und zwei Fragen vorher klären. Erstens, welche Aufgaben wirklich ortsunabhängig sind; das sind in den meisten Betrieben weniger, als die Belegschaft annimmt. Zweitens, wie die Erreichbarkeit geregelt wird. Ein Modell ohne diese Antworten hält keine sechs Monate. Referent: Noch ein Wort zur Führung. Flexible Modelle verlangen mehr Absprache, nicht weniger Kontrolle durch Zufall. Vorgesetzte, die bisher Anwesenheit geprüft haben, müssen lernen, Ergebnisse zu besprechen. Das ist anstrengender als eine Anwesenheitsliste und wird deshalb gern übersehen. Referent: Zum Schluss eine Zahl, die ich für wichtig halte: In unserer Befragung von 240 Betrieben hat etwa die Hälfte angegeben, flexible Modelle eingeführt zu haben, aber nur ein Viertel hatte die Erreichbarkeit schriftlich geregelt. Daran sehen Sie, wo die eigentliche Arbeit liegt.

1 · 1. Ralf fährt in der zweiten Augusthälfte in Urlaub.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
Lösung

falsch — Er sagt, er fahre am ersten September für zwei Wochen weg. Der Urlaub beginnt also Anfang September, nicht in der zweiten Augusthälfte.

1 · 2. Nadja übernimmt die Kundenanfragen während Ralfs Abwesenheit.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
Lösung

richtig — Auf die Frage, wer die Kundenanfragen übernimmt, antwortet Nadja mit „Grundsätzlich ja“ und bestätigt damit, dass sie die Vertretung übernimmt. Dass sie anschließend über Überstunden und eine Aushilfe spricht, ändert nichts an ihrer grundsätzlichen Zusage, sondern betrifft nur die Entlastung bei zu viel Arbeit. Die Aussage ist also richtig, nicht falsch.

1 · 3. Ralf hat noch vierzehn Stunden auf seinem Zeitkonto.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
Lösung

falsch — Er spricht von neun Stunden, die an Nadja gehen. Die vierzehn Stunden waren Nadjas Überstunden aus dem Vorjahr.

1 · 4. Die Vertretung wird über Stunden ausgeglichen, nicht zusätzlich bezahlt.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
Lösung

richtig — Ralf bietet an, seine neun Zeitkontostunden an Nadja zu übertragen. Es geht also um einen Ausgleich über Stunden.

1 · 5. Nadja möchte die Übergabe schriftlich haben.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
Lösung

richtig — Sie verlangt ausdrücklich eine schriftliche Übergabe, nicht nur eine mündliche. Ralf sagt, er bekomme eine Seite hin.

2 · 1. Wo findet der Probearbeitstag statt?

  • a In der Personalabteilung
  • b In der Abteilung Wohnen
  • c Im Lager des Möbelhauses
Lösung

b — Herr Aydin sagt, sie begleite Frau Lorenz in der Abteilung Wohnen. Die Personalabteilung ist nur sein Arbeitsplatz, nicht der Einsatzort.

2 · 2. Warum möchte Frau Kortmann später anfangen?

  • a Sie hat noch einen Arzttermin.
  • b Die Bahnverbindung ist morgens schlecht.
  • c Sie muss ihr Kind zur Schule bringen.
Lösung

c — Frau Kortmann sagt ausdrücklich: „Neun Uhr ist schwierig, ich bringe mein Kind zur Schule.“ Deshalb fragt sie, ob auch zehn Uhr möglich wäre, und nennt damit den Schulweg ihres Kindes als konkreten Grund für den späteren Beginn. Ein Arzttermin oder eine schlechte Bahnverbindung werden im Gespräch nicht erwähnt.

2 · 3. Was soll Frau Kortmann mitbringen?

  • a Feste Schuhe
  • b Eigene Berufskleidung
  • c Ein polizeiliches Führungszeugnis
Lösung

a — Feste Schuhe empfiehlt er, weil man viel läuft. Berufskleidung sei nicht nötig, das Namensschild stellt das Haus.

2 · 4. Wie wird der Tag bezahlt?

  • a Gar nicht, es ist ein unbezahltes Praktikum.
  • b Mit einer Pauschale von 60 Euro.
  • c Mit dem üblichen Stundenlohn der Abteilung.
Lösung

b — Es gibt eine Tagespauschale von sechzig Euro, unabhängig vom Ergebnis. Ein Stundenlohn oder ein unbezahlter Tag werden nicht genannt.

2 · 5. Was schickt Herr Aydin vorher?

  • a Eine Übersicht über den Ablauf des Tages
  • b Ein Formular zur Krankenversicherung
  • c Den Arbeitsvertrag zur Unterschrift
Lösung

a — Er kündigt eine kurze Übersicht an, was an dem Tag passiert. Vertrag und Versicherungsformular sind nicht Thema.

3 · 1. Was ist laut Frau Petersen das größte Problem der Schichtarbeit?

  • a Die Arbeit in der Nacht an sich
  • b Die Bezahlung in Wechselschicht
  • c Der häufige Wechsel zwischen den Schichten
Lösung

c — Sie sagt, schädlich sei weniger die Schicht an sich als der ständige Wechsel. Die Nachtarbeit allein ist damit nicht der Kern ihrer Aussage.

3 · 2. Welche Folgen nennt sie bei Menschen in Wechselschicht?

  • a Häufiger Bluthochdruck und Magenbeschwerden
  • b Vor allem Rückenbeschwerden
  • c Eine höhere Zahl an Unfällen auf dem Arbeitsweg
Lösung

a — Frau Dr. Petersen sagt ausdrücklich, dass man bei diesen Menschen „häufiger Bluthochdruck und Magenbeschwerden“ sieht. Damit nennt sie genau die beiden Beschwerden, die in Option a stehen. Rückenbeschwerden und Unfälle auf dem Arbeitsweg werden im Gespräch dagegen nicht erwähnt.

3 · 3. Welche Schichtfolge hält sie für verträglicher?

  • a Nachtschicht, dann Spätschicht, dann Frühschicht
  • b Frühschicht, dann Spätschicht, dann Nachtschicht
  • c Nur Nachtschicht in Blöcken von drei Wochen
Lösung

b — Sie empfiehlt die vorwärts rotierende Folge früh, spät, nachts. Die rückwärts laufende Folge und lange Nachtblöcke lehnt sie ab.

3 · 4. Was rät sie Beschäftigten nach der Nachtschicht?

  • a Sofort schlafen und abends wieder aufstehen
  • b Mindestens acht Stunden Sport zu machen
  • c Keine Termine und Erledigungen direkt anzuschließen
Lösung

c — Sie rät, nach der Nachtschicht nicht sofort einkaufen zu gehen und Termine zu legen. Sport und feste Schlafzeiten nennt sie nicht.

3 · 5. Was hat in einem Betrieb am schnellsten gewirkt?

  • a Höhere Zuschläge für Nachtarbeit
  • b Eine verbindliche, umgestellte Schichtplanung
  • c Mehr Personal in der Nachtschicht
Lösung

b — Der Betrieb hat die Schichtfolge umgestellt und höchstens zwei Nachtschichten hintereinander erlaubt. Das habe nur Disziplin gekostet, kein Geld.

3 · 6. Wie bewertet sie Aufwandsentschädigungen?

  • a Sie sind sinnvoll, ersetzen aber keine Veränderung der Planung.
  • b Sie sind unnötig, weil die Belastung überschätzt wird.
  • c Sie sind die einzige wirksame Maßnahme.
Lösung

a — Geld erkennt die Belastung an, löst das Problem aber nicht: Eine Zulage ersetzt keinen Schlaf. Als einzige Maßnahme lehnt sie Zuschläge ab.

4 · 1. Diese Person möchte vor allem den Sinn der eigenen Arbeit erkennen.

  • a Frau Weidner
  • b Herr Sander
  • c Frau Ilic
  • d Herr Brandt
Lösung

a — Frau Weidner sagt, sie müsse wissen, wofür ihre Arbeit gut ist. Das Gehalt nennt sie ausdrücklich als weniger wichtig.

4 · 2. Diese Person bleibt im Betrieb, weil sie sich weiterentwickeln kann.

  • a Frau Weidner
  • b Herr Sander
  • c Frau Ilic
  • d Herr Brandt
Lösung

b — Herr Sander sagt: „Ich will lernen“ und nennt Fortbildung „der Grund, warum ich noch da bin“. Damit nennt er ausdrücklich die Weiterentwicklung als Grund, im Betrieb zu bleiben. Frau Weidner dagegen bleibt wegen des sinnvollen Nutzens ihrer Arbeit, nicht wegen des Lernens.

4 · 3. Diese Person legt Wert auf verlässliche Zusammenarbeit im Team.

  • a Frau Weidner
  • b Herr Sander
  • c Frau Ilic
  • d Herr Brandt
Lösung

c — Frau Ilic nennt das Team und feste Übergaben; sie will nicht mit dem Gefühl nach Hause gehen, etwas vergessen zu haben.

4 · 4. Diese Person möchte nicht ständig über ihre Arbeitsweise berichten.

  • a Frau Weidner
  • b Herr Sander
  • c Frau Ilic
  • d Herr Brandt
Lösung

d — Herr Brandt sagt: „Solange die Ergebnisse stimmen, will ich nicht jede Woche erklären, wie ich arbeite“, und ein Gespräch im Monat reicht ihm. Damit möchte er nicht ständig über seine Arbeitsweise berichten, sondern nur gelegentlich. Frau Ilic dagegen spricht von festen Übergaben im Team, was nichts mit Kontrolle der Arbeitsweise zu tun hat.

4 · 5. Diese Person hat mehr Geld für weniger Zusammenarbeit aufgegeben.

  • a Frau Weidner
  • b Herr Sander
  • c Frau Ilic
  • d Herr Brandt
Lösung

c — Frau Ilic hatte einen Job mit mehr Geld, in dem jeder für sich arbeitete. Sie hat ihn gegen ein Team mit Übergaben getauscht.

4 · 6. Diese Person hat eine neue Aufgabe übernommen, ohne vorher gefragt zu werden.

  • a Frau Weidner
  • b Herr Sander
  • c Frau Ilic
  • d Herr Brandt
Lösung

b — Herr Sander hat die Steuerungstechnik übernommen, weil ihn niemand gefragt hat, ob er das kann. Das beschreibt den ungeplanten Aufstieg.

5 · 1. Was kritisiert der Referent an der üblichen Diskussion?

  • a Sie beschränkt sich auf Homeoffice und Gleitzeit.
  • b Sie wird zu selten in Betrieben geführt.
  • c Sie ignoriert die Kosten flexibler Modelle.
Lösung

a — Er sagt, die meisten meinten mit flexibler Arbeitszeit Homeoffice oder Gleitzeit, und das greife zu kurz. Kosten sind nicht sein Kritikpunkt.

5 · 2. Welche Gruppe profitiert besonders von flexibler Arbeitszeit?

  • a Beschäftigte ohne Familie
  • b Auszubildende im ersten Jahr
  • c Menschen mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen
Lösung

c — Er nennt Menschen mit kleinen Kindern oder mit Pflegeaufgaben; sie profitieren deutlich mehr als jemand, der ohnehin frei planen kann.

5 · 3. Warum ist Flexibilität in Pflege, Handel und Produktion schwierig?

  • a Weil die Arbeitszeit an Menschen oder Maschinen gebunden ist.
  • b Weil die Beschäftigten dort schlechter bezahlt werden.
  • c Weil es dort keine Betriebsräte gibt.
Lösung

a — Die Arbeitszeit hängt dort an der Anwesenheit von Menschen oder Maschinen. Lohn und Betriebsrat nennt er in diesem Zusammenhang nicht.

5 · 4. Welches Risiko entsteht ohne klare Grenzen?

  • a Die Beschäftigten arbeiten weniger als vereinbart.
  • b Die Beschäftigten fühlen sich verpflichtet, ständig erreichbar zu sein.
  • c Die Betriebe müssen mehr Räume bereitstellen.
Lösung

b — In Betrieben ohne Rahmen beantworten Beschäftigte abends Mails, weil sie eine Erwartung vermuten. Das ist die Belastung durch fehlende Grenzen.

5 · 5. Was empfiehlt er für die Einführung?

  • a Sofort alle Abteilungen einzubeziehen
  • b Klein zu beginnen und zwei Fragen vorher zu klären
  • c Zuerst die Führungskräfte zu schulen und dann zu planen
Lösung

b — Sein Rat lautet: klein anfangen und vorher klären, welche Aufgaben ortsunabhängig sind und wie die Erreichbarkeit geregelt wird.

5 · 6. Was bedeutet Flexibilität für Vorgesetzte?

  • a Sie müssen häufiger Anwesenheitslisten prüfen.
  • b Sie können die Verantwortung an das Team abgeben.
  • c Sie müssen mehr Absprachen führen und Ergebnisse besprechen.
Lösung

c — Wer bisher Anwesenheit geprüft hat, muss lernen, Ergebnisse zu besprechen; das sei anstrengender als eine Liste.

5 · 7. Wie viele der befragten Betriebe hatten die Erreichbarkeit schriftlich geregelt?

  • a Etwa ein Viertel
  • b Etwa die Hälfte
  • c Fast alle
Lösung

a — Etwa die Hälfte hatte flexible Modelle eingeführt, aber nur ein Viertel hatte die Erreichbarkeit schriftlich geregelt.

5 · 8. Was ist die zentrale Botschaft des Vortrags?

  • a Flexible Arbeitszeit ist eine Frage der Technik.
  • b Flexible Arbeitszeit braucht klare Regeln und andere Führung.
  • c Flexible Arbeitszeit ist nur in Büroberufen sinnvoll.
Lösung

b — Der Referent betont Rahmen, Erreichbarkeit und Ergebnisorientierung – also Regeln und Führung. Eine Beschränkung auf Büroberufe fordert er nicht, er nennt nur die Grenzen.

Schreiben · 75 Minuten

Aufgaben für Schreiben und Sprechen

Aufgabenübersicht für den schriftlichen und mündlichen Ausdruck. In einem Forum für Berufstätige lesen Sie folgenden Beitrag: „Die Vier-Tage-Woche bei gleichem Lohn sollte in allen Betrieben zur Regel werd | Sie arbeiten in der Kundenberatung eines mittelständischen Unternehmens | Vortrag: „Mehr Freiheit oder mehr Druck? – New Work im Alltag“ | Diskussion: „Soll der Staat die Höchstarbeitszeit pro Woche gesetzlich begrenzen?“ Tauschen Sie sich mit Ihrem Partner aus, vertreten Sie Ih

1 · In einem Forum für Berufstätige lesen Sie folgenden Beitrag: „Die Vier-Tage-Woche bei gleichem Lohn sollte in allen Betrieben zur Regel werden.“ Schreiben Sie einen Kommentar (ca. 150 Wörter). Äußern Sie Ihre Meinung, begründen Sie sie, gehen Sie auf Vor- und Nachteile ein und machen Sie einen konkreten Vorschlag.

Modellantwort im Lösungsteil.

Modellantwort

2 · Sie arbeiten in der Kundenberatung eines mittelständischen Unternehmens. Sie möchten im kommenden Frühjahr an einer fünftägigen Weiterbildung „Beschwerdemanagement“ teilnehmen. Schreiben Sie eine E-Mail (ca. 100 Wörter) an Ihre Vorgesetzte, Frau Dr. Marquardt. Begründen Sie, warum die Weiterbildung für Ihre Arbeit nützlich ist, bitten Sie um Genehmigung und schlagen Sie vor, wer Sie in dieser Woche vertreten könnte.

Modellantwort im Lösungsteil.

Modellantwort

Sprechen · 15 Minuten

Aufgaben für Schreiben und Sprechen

Aufgabenübersicht für den schriftlichen und mündlichen Ausdruck. In einem Forum für Berufstätige lesen Sie folgenden Beitrag: „Die Vier-Tage-Woche bei gleichem Lohn sollte in allen Betrieben zur Regel werd | Sie arbeiten in der Kundenberatung eines mittelständischen Unternehmens | Vortrag: „Mehr Freiheit oder mehr Druck? – New Work im Alltag“ | Diskussion: „Soll der Staat die Höchstarbeitszeit pro Woche gesetzlich begrenzen?“ Tauschen Sie sich mit Ihrem Partner aus, vertreten Sie Ih

1 · Vortrag: „Mehr Freiheit oder mehr Druck? – New Work im Alltag“. Halten Sie einen Vortrag von etwa vier Minuten. Wählen Sie ein Beispiel, strukturieren Sie Ihren Vortrag und gehen Sie auf Vor- und Nachteile ein. Anschließend beantworten Sie Fragen.

2 · Diskussion: „Soll der Staat die Höchstarbeitszeit pro Woche gesetzlich begrenzen?“ Tauschen Sie sich mit Ihrem Partner aus, vertreten Sie Ihre Position und reagieren Sie auf die Argumente der anderen Person.

Denselben Satz mit Zeit und Auswertung

Punkte je Abschnitt, Begründung je Aufgabe, Urteil gegen die Bestehensgrenze.

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