Zertifikat Deutsch / telc Deutsch B1 · B1
Zertifikat Deutsch / telc Deutsch B1: Modelltest mit Lösungen
Ein vollständiger Testsatz zum Lesen und Nacharbeiten: alle Teile, alle Aufgaben, jede Lösung mit Begründung. Interaktiv mit Zeit, Audio und Auswertung startest du denselben Satz über einen Klick.
- Leseverstehen: 20 Aufgaben
- Sprachbausteine: 20 Aufgaben
- Hörverstehen: 20 Aufgaben
- Schriftlicher Ausdruck: 1 Aufgaben
- Mündlicher Ausdruck: 3 Aufgaben
Lösungen sind eingeklappt. Die Aufgaben stammen aus unserem eigenen Bestand (10 Testsätze insgesamt), nicht aus offiziellen Modellsätzen.
Leseverstehen · 50 Minuten
Wohnen auf Zeit – warum möblierte Wohnungen beliebt sind
Anzeigen: Dienstleistungen rund um Wohnen
1 · Sie suchen für ein halbes Jahr eine Unterkunft und möchten keine Möbel kaufen.
Lösung
c — Text c bietet ein möbliertes Zimmer, dessen Vertrag auf sechs Monate befristet ist. Die anderen Texte laufen unbefristet oder verlangen eigene Möbel.
1 · Sie möchten mit anderen Menschen zusammenwohnen und regelmäßig Aufgaben im Haus übernehmen.
Lösung
d — Im Wohnprojekt übernimmt jede Person vier Stunden pro Monat Aufgaben im Haus. Ein Gemeinschaftsraum gehört ebenfalls dazu.
1 · Sie sind nicht mehr gut zu Fuß und brauchen Unterstützung beim Einkaufen.
Lösung
b — Im Text steht ausdrücklich, dass beim Einkaufen und bei Arztterminen geholfen wird. Genau diese Unterstützung braucht die Person, die nicht mehr gut zu Fuß ist. Die anderen Angebote lösen das Problem nicht: Eine Tauschwohnung, ein befristetes Zimmer, ein Wohnprojekt mit eigenen Aufgaben oder ein Garten helfen beim Einkaufen nicht.
1 · Sie wohnen auf 62 Quadratmetern und möchten gegen eine größere Wohnung tauschen.
Lösung
a — Im Text heißt es: „Im Tausch bieten wir unsere gut geschnittene Zwei-Zimmer-Wohnung mit 62 Quadratmetern“ gegen eine Vier-Zimmer-Wohnung. Wer auf 62 Quadratmetern wohnt und größer wohnen möchte, passt also genau zu diesem Angebot, zumal die Miete gleich bleibt. Die anderen Angebote betreffen dagegen Hilfe im Alltag, ein befristetes Zimmer, gemeinsames Wohnen oder einen Garten und keinen Wohnungstausch.
1 · Sie möchten in Ihrer Freizeit Gemüse anbauen und suchen dafür ein Stück Land.
Lösung
e — Im Text steht, dass Gemüseanbau „ausdrücklich erwünscht“ ist und ein Garten zur Pacht angeboten wird. Wer in der Freizeit Gemüse anbauen möchte, findet hier also genau das passende Stück Land. Die anderen Angebote betreffen Wohnungen, Hilfe im Alltag oder gemeinsames Wohnen und bieten keinen Garten zum Anbauen.
2 · Möblierte Wohnungen werden vor allem …
Lösung
b — Der Text nennt Berufstätige mit neuem Arbeitsplatz, Studierende für ein Semester und Menschen nach einer Trennung – also Personen, die kurz bleiben.
2 · Wer möbliert mietet, zahlt pro Quadratmeter meistens …
Lösung
b — Im dritten Absatz stehen zwanzig bis dreißig Prozent mehr. Die Möbel sind im Preis enthalten, die Miete ist aber höher.
2 · Mietervereine kritisieren, dass viele Verträge …
Lösung
b — Im vierten Absatz steht: „Sie kritisieren, dass viele Verträge nur befristet sind“. Das bedeutet, die Mietdauer ist von Anfang an begrenzt, und genau das ist der Kritikpunkt der Mietervereine. Die Nebenkosten werden zwar im letzten Absatz als Frage beim Vertrag erwähnt, sind aber nicht die Kritik der Mietervereine.
2 · Ein Problem der möblierten Wohnungen ist laut Text, dass …
Lösung
a — Im Text steht, dass es „häufig an Stauraum“ fehlt, „weil die Möbel nicht zur Größe der Räume passen“. Deshalb ist Antwort a richtig: Die Möbel sind oft zu groß oder unpassend für die Zimmer. Dass es zu wenige Möbel gibt (b) oder Küchen nicht benutzt werden dürfen (c), steht dagegen nirgends im Text.
2 · Der Text rät, vor dem Einzug …
Lösung
a — Im letzten Absatz heißt es: „Vor der Unterschrift lohnt sich ein genauer Blick in den Vertrag“ und ein Übergabeprotokoll mit Fotos schützt vor Streit. Deshalb ist es richtig, Vertrag und Zustand der Wohnung vorher genau zu prüfen. Neue Möbel zu kaufen wird nicht empfohlen, und eine Anzahlung wird im Text gar nicht erwähnt.
3 · 1. Sie ziehen um und brauchen jemanden, der die Möbel trägt und einen Transporter stellt.
Lösung
a — Im Text steht: „Zwei erfahrene Helfer tragen Ihre Möbel und stellen einen Transporter.“ Genau das wird für den Umzug gebraucht, deshalb passt Angebot a. Die Haushaltsauflösung (d) wäre nur richtig, wenn die Wohnung komplett geräumt und entsorgt werden müsste.
3 · 2. Sie möchten Ihre Wohnung komplett auflösen lassen und alte Möbel verkaufen.
Lösung
d — Im Text steht: „Wir lösen Wohnungen komplett auf, entsorgen kostenlos und kaufen gut erhaltene Möbel an.“ Das passt genau zu beiden Wünschen, weil die Firma die Wohnung auflöst und alte Möbel aufkauft. Option k ist falsch, weil dort nur Sperrmüll abgeholt wird und kein Ankauf stattfindet.
3 · 3. Nach dem Auszug muss die Wohnung gründlich geputzt werden.
Lösung
f — Im Beleg steht, dass Fenster, Treppenhaus und die Wohnung nach dem Auszug gereinigt werden – das entspricht genau der Reinigung nach dem Auszug. Deshalb ist Antwort f richtig. Option a passt nicht, weil es dort um Möbeltransport mit einem Transporter geht und nicht um Putzarbeiten.
3 · 4. Sie möchten die Wände in der neuen Wohnung streichen lassen.
Lösung
c — In Anzeige c steht, dass Wände und Decken zum Festpreis gestrichen werden, die Möbel zur Seite geräumt und der Boden abgedeckt wird. Genau diese Arbeit möchten Sie erledigt haben, deshalb passt c. Anzeige e verleiht nur Werkzeug, dort müssten Sie selbst streichen – das ist keine Lösung, wenn Sie die Arbeit abgeben wollen.
3 · 5. Sie brauchen für ein Wochenende eine Bohrmaschine.
Lösung
e — In der Anzeige e steht: „Bohrmaschine, Leiter, Schleifgerät und Teppichreiniger gibt es tageweise.“ Das passt genau, weil eine Bohrmaschine für ein Wochenende nur ausgeliehen werden muss und nicht gekauft wird. Die anderen Angebote betreffen Umzug, Reinigung oder Möbel und haben mit Werkzeug nichts zu tun.
3 · 6. Sie haben wenig Platz und müssen Kartons für einige Wochen unterstellen.
Lösung
b — Im Text steht „Lagerraum ab drei Quadratmetern“ und „monatlich kündbar“. Das passt, weil Sie dort Kartons für einige Wochen unterstellen können und den Vertrag schnell wieder beenden. Möbeltransport oder Sperrmüllentsorgung helfen dagegen nicht beim Unterstellen von Kartons.
3 · 7. Sie möchten die Menschen im Haus besser kennenlernen.
Lösung
i — Im Text steht „Nachbarschaftstreff im Hof“ mit „Kaffee, Kuchen und Spiele“ und „alle sind willkommen“. Dort kann man ohne Anmeldung und kostenlos andere Menschen aus dem Haus treffen und ins Gespräch kommen. Die anderen Angebote wie Möbeltransport oder Werkzeugverleih sind dagegen reine Dienstleistungen und keine Gelegenheit zum Kennenlernen.
3 · 8. Sie brauchen eine neue Lampe im Flur und trauen sich die Montage nicht zu.
Lösung
l — Anzeige l bietet an, Lampen zu montieren und Steckdosen zu erneuern, kleine Aufträge sogar innerhalb einer Woche. Weil Sie sich die Montage selbst nicht zutrauen, brauchen Sie diesen Handwerksservice und nicht bloss das Werkzeug aus Anzeige e. Auch der Sperrmüllservice k ist ungeeignet, denn er holt nur alte Möbel ab.
3 · 9. Ihr Balkon ist leer und Sie möchten ihn bepflanzen lassen.
Lösung
h — Im Beleg steht, dass bei der Auswahl winterharter Pflanzen beraten und der Balkon oder die Terrasse bepflanzt wird – das passt genau zum leeren Balkon, der bepflanzt werden soll. Deshalb ist Antwort h richtig. Option g ist falsch, weil sie sich auf gebrauchte Möbel mit Lieferung bezieht und nicht auf das Bepflanzen eines Balkons.
3 · 10. Ihr Fahrrad hat einen platten Reifen und Sie können es nicht wegbringen.
Lösung
j — Die mobile Fahrradwerkstatt in Anzeige j kommt mit Werkzeug und Ersatzteilen zu Ihnen nach Hause und repariert das Rad vor Ort. Das passt genau, weil Sie das Fahrrad mit dem platten Reifen nicht wegbringen können. Der Werkzeugverleih e hilft Ihnen nicht, da Sie damit die Reparatur selbst machen müssten.
Sprachbausteine · 40 Minuten
Sprachbausteine Teil 1 – Der Umzug
Sprachbausteine Teil 2 – Eine Wohnung in Freiburg
1 · (1) ______ die alte Wohnung schon am Montag übergeben werden musste, musste alles an einem Wochenende geschehen.
Lösung
a — Der Nebensatz nennt den Grund für den Zeitdruck. Mit „Weil“ wird die Ursache angegeben, und die Verbform steht am Satzende.
1 · Die Kisten (2) ______ von Freunden und Nachbarn in den dritten Stock getragen.
Lösung
c — Es handelt sich um ein Passiv im Präteritum mit pluralem Subjekt „Kisten“. „Worden“ ist nur das Partizip und steht nie an dieser Stelle.
1 · Die Nachbarin, (3) ______ im Erdgeschoss wohnt, brachte am Abend eine Suppe vorbei.
Lösung
b — Das Relativpronomen bezieht sich auf „die Nachbarin“ und ist im Relativsatz Subjekt. Deshalb steht der Nominativ „die“.
1 · Wenn wir mehr Zeit (4) ______ , hätten wir die Küche selbst gestrichen.
Lösung
a — Der Hauptsatz steht im Konjunktiv II der Vergangenheit. Der Nebensatz braucht deshalb ebenfalls gehabt hätten.
1 · Den Schrank, (5) ______ wir im Flur aufgestellt haben, mussten wir wieder abbauen.
Lösung
c — Das Relativpronomen bezieht sich auf „den Schrank“ und steht hier im Akkusativ, weil „aufgestellt haben“ ein Akkusativobjekt verlangt (den Schrank aufstellen). Deshalb lautet die richtige Form „den“. „Der“ wäre Nominativ und „dem“ Dativ; beide passen nicht, weil das Pronomen im Relativsatz die Rolle des Akkusativobjekts übernimmt.
1 · Die Kinder freuen sich (6) ______ ihre neuen Zimmer.
Lösung
b — Sich freuen auf steht mit Akkusativ, wenn man sich auf etwas Zukünftiges freut – hier der Einzug in die neuen Zimmer.
1 · Die neue Küche (7) ______ nächste Woche eingebaut.
Lösung
a — Das Passiv im Präsens mit singularischem Subjekt „Küche“ lautet wird eingebaut. „Nächste Woche“ zeigt die Zukunft an.
1 · Die Farbe (8) ______ Wand im Wohnzimmer gefällt niemandem.
Lösung
c — Die Wendung die Farbe ______ Wand verlangt den Genitiv, weil hier ein Besitz- bzw. Zugehörigkeitsverhältnis ausgedrückt wird (die Farbe gehört zur Wand). „Wand“ ist feminin, deshalb lautet der bestimmte Artikel im Genitiv „der“ – also die Farbe der Wand. Die Formen „die“ (Nominativ/Akkusativ) und „den“ (Akkusativ maskulin) passen hier grammatisch nicht.
1 · Die Kisten, (9) ______ wir zuerst auspacken wollten, stehen noch im Wohnzimmer.
Lösung
b — Das Relativpronomen bezieht sich auf den Plural „Kisten“ und ist Objekt von „auspacken“, also Akkusativ Plural „die“.
1 · Bevor die Möbel (10) ______ , haben wir alle Wände gestrichen.
Lösung
a — „Bevor“ leitet hier einen Nebensatz im Präteritum ein, weil die Handlung vor dem Streichen in der Vergangenheit liegt: bevor die Möbel kamen.
2 · Jeden Morgen (1) ______ sie die neuen Anzeigen im Internet.
Lösung
a — Anzeigen liest man, und „sie“ verlangt die Form „liest“. Die anderen Verben passen nicht zu „Anzeigen im Internet“.
2 · Sie hat sich (2) ______ , höchstens 700 Euro warm zu zahlen.
Lösung
d — Der Satz Sie hat sich …, höchstens 700 Euro warm zu zahlen beschreibt eine feste Absicht für die Zukunft. Sich vornehmen bedeutet genau „planen“ oder sich ein Ziel setzen und wird mit „zu“ + Infinitiv verwendet. Sich gewöhnt passt nicht, weil sich an etwas gewöhnen mit „an“ steht und eine Gewohnheit meint, nicht einen Plan.
2 · Trotzdem sind die meisten Wohnungen in ihrer Preisklasse schnell (3) ______ .
Lösung
c — Eine Mietwohnung ist „vergeben“, wenn sie schon an jemand anderen vermietet ist. „Verkauft“ passt nur bei Eigentumswohnungen.
2 · Bei einer Besichtigung (4) ______ oft zwanzig Personen vor der Tür.
Lösung
b — Personen, die warten, stehen. Die anderen Verben beschreiben eine andere Körperhaltung und passen nicht zu „vor der Tür“.
2 · Der Vermieter verlangt drei Gehaltsnachweise und eine (5) ______ des letzten Vermieters.
Lösung
a — Eine Bescheinigung bestätigt etwas schriftlich, hier die Zuverlässigkeit als Mieter. Rechnung und Quittung beziehen sich auf Geldbeträge.
2 · Lena füllt das Formular (6) ______ und schickt es am selben Tag zurück.
Lösung
d — Im Satz steht „das Formular“ als Objekt, und die feste Verbindung lautet ein Formular ausfüllen – also gehört das trennbare Verb „ausfüllen“ mit „aus“ in die Lücke. „Ausfüllen“ bedeutet hier vollständig bearbeiten, während „einfüllen“ nur für Flüssigkeiten in einen Behälter passt und daher nicht zu „Formular“ gehört.
2 · Zwei Tage später bekommt sie eine (7) ______ : Die Wohnung ist schon vergeben.
Lösung
c — Eine Absage ist die Mitteilung, dass etwas nicht zustande kommt. Zusage und Bestätigung bedeuten das Gegenteil.
2 · Eine Freundin rät ihr, sich bei einer Wohnungsbaugenossenschaft (8) ______ .
Lösung
c — Man meldet sich bei einer Genossenschaft an und wird dadurch Mitglied. Sich bewerben verlangt um eine Wohnung.
2 · Dort muss man eine (9) ______ von drei Monatsmieten zahlen.
Lösung
a — Die Kaution ist die Sicherheit, die Mieter bei Einzug hinterlegen. Ihre Höhe wird oft in Monatsmieten angegeben.
2 · Lena bedankt sich bei ihrer Freundin (10) ______ den Tipp.
Lösung
d — Die feste Verbindung lautet sich bei jemandem für etwas bedanken. Der Akkusativ „den Tipp“ bleibt unverändert.
Hörverstehen · 30 Minuten
Ansage der Hausverwaltung
Transkript
Guten Tag, hier spricht die Hausverwaltung. Am Dienstag wird im Keller ein Rohr repariert. Deshalb muss das Wasser zwischen acht und zwölf Uhr abgestellt werden. Bitte füllen Sie am Montagabend Wasser für den nächsten Tag ab. Die Reparatur ist hoffentlich am Mittag beendet.
Ansage des Entsorgungsbetriebs
Transkript
Liebe Bewohnerinnen und Bewohner, der nächste Sperrmülltermin ist am 19. Wer alte Möbel abgeben möchte, muss sich bis zum 12. im Büro anmelden. Ohne Anmeldung wird nichts abgeholt. Bitte stellen Sie die Möbel erst am Abend vor dem Termin auf den Hof.
Aushang im Treppenhaus, vorgelesen
Transkript
Der Aufzug ist ab heute außer Betrieb. Eine Firma tauscht die Steuerung aus, die Arbeiten dauern bis Freitag. Wer im vierten Stock wohnt und Hilfe beim Tragen braucht, kann sich im Büro melden. Wir bitten um Verständnis.
Rundmail der Hausverwaltung
Transkript
Ab dem ersten des nächsten Monats wird der Biomüll getrennt. Die neuen braunen Tonnen stehen hinter dem Haus neben dem Fahrradschuppen. Bitte werfen Sie keine Plastiktüten hinein. Die alten Tonnen vor dem Haus werden am selben Tag abgeholt.
Ansage der Hausverwaltung
Transkript
Am Samstag zwischen zehn und dreizehn Uhr prüft eine Fachfirma die Rauchmelder in allen Wohnungen. Dafür muss jemand zu Hause sein und die Tür öffnen. Wenn Sie an diesem Tag nicht können, rufen Sie bitte bis Donnerstag im Büro an.
Interview: Wie findet man eine bezahlbare Wohnung?
Transkript
Moderatorin: Frau Ahrens, viele Familien suchen monatelang eine Wohnung. Woran liegt das? Frau Ahrens: In den letzten zehn Jahren sind die Mieten in den Städten stark gestiegen, gebaut wurde aber zu wenig. Besonders Wohnungen mit drei oder vier Zimmern sind knapp. Moderatorin: Was raten Sie Familien, die neu in der Stadt sind? Frau Ahrens: Sie sollten sich zuerst beim Wohnungsamt beraten lassen. Dort erfährt man, ob man einen Wohnberechtigungsschein beantragen kann. Viele wissen nicht, dass es solche Angebote gibt. Moderatorin: Und wie wichtig ist der Mietspiegel? Frau Ahrens: Sehr wichtig. Mit dem Mietspiegel kann man prüfen, ob die verlangte Miete in dieser Lage üblich ist. Liegt sie deutlich darüber, sollte man nachfragen, bevor man unterschreibt. Moderatorin: Viele Familien klagen über Absagen ohne Begründung. Frau Ahrens: Das ist tatsächlich ein Problem. Vermieter müssen nicht erklären, warum sie jemanden ablehnen. Man sollte deshalb ein vollständiges und ordentliches Bewerbungspaket abgeben. Moderatorin: Was gehört in dieses Paket? Frau Ahrens: Eine kurze Selbstauskunft, die letzten drei Gehaltsnachweise, eine Bescheinigung des alten Vermieters und eine Kopie des Personalausweises. Fotos sind heute nicht mehr üblich. Moderatorin: Was ist mit Genossenschaften? Frau Ahrens: Die sind ein guter Weg für Familien, weil die Mieten dort meist niedrig bleiben. Man muss allerdings Mitglied werden und eine Einlage zahlen, oft zwei bis drei Monatsmieten. Moderatorin: Was passiert bei der Wohnungsübergabe? Frau Ahrens: Man geht die Wohnung gemeinsam durch und schreibt alle Schäden auf. Wichtig sind Fotos und ein Protokoll, das beide Seiten sofort unterschreiben. Ohne Protokoll wird es beim Auszug oft teuer. Moderatorin: Ihr wichtigster Tipp? Frau Ahrens: Nicht unterschreiben, ohne den Vertrag ganz gelesen zu haben. Vor allem die Frage, ob der Vertrag befristet ist, sollte man vorher klären.
Nachbarin über ihr Viertel
Transkript
Ich wohne jetzt seit fünf Jahren hier und möchte nicht weg. Der Markt am Dienstag ist klein, aber man bekommt dort alles frisch. Was mir fehlt, ist ein richtiger Spielplatz für die Kinder.
Nachbar über den Verkehr
Transkript
Seit die neue Straßenbahn fährt, brauche ich zur Arbeit nur zwanzig Minuten. Früher musste ich zweimal umsteigen. Laut ist es trotzdem geworden, vor allem am Abend.
Nachbarin über das Zusammenleben
Transkript
Wir haben einen Hof, den alle benutzen dürfen. Im Sommer sitzen wir oft zusammen, jeder bringt etwas mit. Ohne diese Nachbarn wäre das Haus nur eine Adresse für mich.
Nachbar über die Mieten
Transkript
Unsere Miete ist in den letzten Jahren zweimal gestiegen. Zwei Familien aus dem Haus sind deshalb schon weggezogen. Ich verstehe nicht, warum hier so viel gebaut wird und die Preise trotzdem steigen.
Nachbarin über Einkaufsmöglichkeiten
Transkript
Der Supermarkt an der Ecke schließt nächsten Monat. Ich habe kein Auto und muss dann mit dem Bus in die Stadt fahren. Für ältere Leute hier ist das ein echtes Problem.
1 · Am Dienstagvormittag gibt es für einige Stunden kein Wasser.
Lösung
a — Die Ansage sagt, dass das Wasser am Dienstag zwischen acht und zwölf Uhr abgestellt wird. Vormittags gibt es also kein Wasser.
1 · Sperrmüll wird auch ohne Anmeldung abgeholt.
Lösung
b — Im Text heißt es: „Ohne Anmeldung wird nichts abgeholt.“ Das bedeutet, dass Sperrmüll nur dann mitgenommen wird, wenn man sich vorher im Büro angemeldet hat. Die Aussage, dass Sperrmüll auch ohne Anmeldung abgeholt wird, ist deshalb falsch.
1 · Der Aufzug bleibt bis Freitag außer Betrieb.
Lösung
a — Im Text heißt es: „Die Arbeiten dauern bis Freitag“, und der Aufzug ist „ab heute außer Betrieb“. Der Aufzug bleibt also bis Freitag abgeschaltet, deshalb ist die Aussage richtig. Eine falsche Deutung wäre, dass die Arbeiten nur bis Freitag andauern, der Aufzug aber schon früher wieder läuft.
1 · Die neuen Biomülltonnen stehen vor dem Haus.
Lösung
b — Im Text heißt es: „Die neuen braunen Tonnen stehen hinter dem Haus neben dem Fahrradschuppen.“ Die Aussage ist also falsch, weil die neuen Tonnen hinter dem Haus stehen und nicht davor. Vor dem Haus stehen nur die alten Tonnen, die am selben Tag abgeholt werden.
1 · Am Samstag muss jemand die Wohnung für die Prüfung öffnen.
Lösung
a — Im Text heißt es: „Dafür muss jemand zu Hause sein und die Tür öffnen.“ Das bezieht sich auf die Prüfung am Samstag, also muss tatsächlich jemand die Wohnung öffnen. Wer nicht kann, soll zwar anrufen, aber das ändert nichts an der Notwendigkeit, dass jemand vor Ort sein muss.
2 · 1. Frau Ahrens sagt, dass vor allem große Wohnungen fehlen.
Lösung
a — Frau Ahrens sagt: „Besonders Wohnungen mit drei oder vier Zimmern sind knapp.“ Das sind große Wohnungen für Familien, deshalb stimmt die Aussage. Kleine Wohnungen werden im Text nicht als besonders knapp genannt.
2 · 2. Das Wohnungsamt hilft bei der Frage nach einem Wohnberechtigungsschein.
Lösung
a — Frau Ahrens sagt: „Sie sollten sich zuerst beim Wohnungsamt beraten lassen. Dort erfährt man, ob man einen Wohnberechtigungsschein beantragen kann.“ Das Wohnungsamt informiert also genau zu dieser Frage, deshalb ist die Aussage richtig. Die Aussage wäre nur falsch, wenn das Wohnungsamt damit nichts zu tun hätte.
2 · 3. Mit dem Mietspiegel kann man prüfen, ob eine Miete üblich ist.
Lösung
a — Frau Ahrens sagt: „Mit dem Mietspiegel kann man prüfen, ob die verlangte Miete in dieser Lage üblich ist.“ Damit bestätigt der Text die Aussage direkt. Die Aussage ist also richtig und nicht falsch.
2 · 4. Vermieter müssen jedem Bewerber schriftlich erklären, warum sie ihn ablehnen.
Lösung
b — Frau Ahrens sagt: „Vermieter müssen nicht erklären, warum sie jemanden ablehnen.“ Eine schriftliche Begründung ist also nicht Pflicht, deshalb ist die Aussage falsch. Richtig ist nur der Rat, ein vollständiges Bewerbungspaket abzugeben, weil Absagen ohne Begründung erlaubt sind.
2 · 5. Zu einer Bewerbung gehören heute Fotos.
Lösung
b — Frau Ahrens zählt auf, was in ein Bewerbungspaket gehört: Selbstauskunft, Gehaltsnachweise, Vermieterbescheinigung und Ausweiskopie – und ergänzt, Fotos seien heute nicht mehr üblich. Die Aussage ist deshalb falsch. Richtig bleibt nur, dass die übrigen Unterlagen vollständig und ordentlich sein sollten.
2 · 6. Bei Genossenschaften bleibt die Miete meist niedrig.
Lösung
a — Frau Ahrens nennt Genossenschaften einen guten Weg für Familien, weil die Mieten dort meist niedrig bleiben. Damit bestätigt sie die Aussage. Der Nachteil, den sie zusätzlich erwähnt, betrifft nicht die Miethöhe, sondern die nötige Mitgliedschaft und die Einlage.
2 · 7. Bei Genossenschaften zahlt man eine Einlage von oft zwei bis drei Monatsmieten.
Lösung
a — Im Interview sagt Frau Ahrens, man müsse Mitglied werden und eine Einlage zahlen, oft zwei bis drei Monatsmieten. Die Zahlen im Item stimmen also mit dem Hörtext überein. Wer nur die Mitgliedschaft kennt, aber die Höhe der Einlage nicht beachtet, hält die Aussage fälschlich für falsch.
2 · 8. Beim Einzug sollte man die Wohnung allein prüfen.
Lösung
b — Frau Ahrens empfiehlt ausdrücklich, die Wohnung bei der Übergabe gemeinsam durchzugehen und alle Schäden aufzuschreiben. Allein prüfen widerspricht ihrem Rat, deshalb ist die Aussage falsch. Das gemeinsame Protokoll soll später Streit beim Auszug verhindern.
2 · 9. Fotos und ein Protokoll helfen, Streit beim Auszug zu vermeiden.
Lösung
a — Laut Frau Ahrens sind Fotos und ein Protokoll wichtig, das beide Seiten sofort unterschreiben; ohne Protokoll werde es beim Auszug oft teuer. Die Aussage stimmt daher. Wer das Protokoll für unwichtig hält, verwechselt es mit der reinen Wohnungsbesichtigung vor dem Einzug.
2 · 10. Frau Ahrens empfiehlt, den Vertrag erst nach der Unterschrift genau zu lesen.
Lösung
b — Frau Ahrens sagt am Ende: „Nicht unterschreiben, …“ – sie rät also davon ab, den Vertrag zu unterschreiben, bevor man ihn genau geprüft hat. Die Aussage in der Aufgabe behauptet das Gegenteil, nämlich erst nach der Unterschrift zu lesen, deshalb ist sie falsch. Wer nur oberflächlich liest, verwechselt hier die Reihenfolge von Lesen und Unterschreiben.
3 · Die Frau kauft gern auf dem Markt im Viertel ein.
Lösung
a — Die Sprecherin sagt: „Der Markt am Dienstag ist klein, aber man bekommt dort alles frisch.“ Das „aber“ zeigt, dass sie den Markt trotz seiner Größe positiv sieht, weil es dort frische Waren gibt. Dass ihr etwas anderes fehlt, nämlich ein Spielplatz, widerspricht dem nicht.
3 · Der Mann muss auch heute noch zweimal umsteigen.
Lösung
b — Der Sprecher sagt: „Früher musste ich zweimal umsteigen“, und heute braucht er mit der neuen Straßenbahn nur noch zwanzig Minuten. Das Umsteigen war also früher nötig, nicht heute. Die Aussage, er müsse auch heute noch zweimal umsteigen, ist deshalb falsch.
3 · Die Frau schätzt den Kontakt zu den Nachbarn.
Lösung
a — Die Sprecherin sagt: „Ohne diese Nachbarn wäre das Haus nur eine Adresse für mich.“ Das zeigt, dass die Nachbarn ihr wichtig sind und sie das Zusammenleben mit ihnen schätzt, denn erst durch sie wird das Haus für sie zu einem echten Zuhause. Die Aussage ist also richtig und nicht falsch.
3 · Die Miete in dem Haus ist seit Jahren gleich geblieben.
Lösung
b — Im Text heißt es: „Unsere Miete ist in den letzten Jahren zweimal gestiegen.“ Das bedeutet, die Miete ist nicht gleich geblieben, sondern wurde zweimal erhöht. Deshalb ist die Aussage falsch.
3 · Die Frau sorgt sich um die Versorgung ohne Auto.
Lösung
a — Die Sprecherin sagt: „Ich habe kein Auto und muss dann mit dem Bus in die Stadt fahren.“ Sie meint also, dass die Versorgung ohne Auto schwieriger wird, wenn der Supermarkt schließt, und nennt ältere Leute als zusätzliches Problem. Die Aussage ist deshalb richtig und nicht falsch.
Schriftlicher Ausdruck · 30 Minuten
Schriftlicher Ausdruck – Aufgabenstellung
1 · Schreiben Sie eine E-Mail an Ihre Vermieterin Frau Petersen.
Modellantwort im Lösungsteil.
Modellantwort
Mündlicher Ausdruck · 15 Minuten
Mündlicher Ausdruck – Aufgabenstellung
1 · Stellen Sie sich vor und lernen Sie Ihren Partner kennen.
2 · Halten Sie eine kurze Präsentation zum Thema „Wohnen in der Stadt oder auf dem Land“.
3 · Planen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner ein Hoffest für die Nachbarschaft.
Denselben Satz mit Zeit und Auswertung
Punkte je Abschnitt, Begründung je Aufgabe, Urteil gegen die Bestehensgrenze.