telc Deutsch B2 · B2
telc Deutsch B2: Modelltest mit Lösungen
Ein vollständiger Testsatz zum Lesen und Nacharbeiten: alle Teile, alle Aufgaben, jede Lösung mit Begründung. Interaktiv mit Zeit, Audio und Auswertung startest du denselben Satz über einen Klick.
- Leseverstehen: 20 Aufgaben
- Sprachbausteine: 20 Aufgaben
- Hörverstehen: 20 Aufgaben
- Schriftlicher Ausdruck: 1 Aufgaben
- Mündlicher Ausdruck: 3 Aufgaben
Lösungen sind eingeklappt. Die Aufgaben stammen aus unserem eigenen Bestand (10 Testsätze insgesamt), nicht aus offiziellen Modellsätzen.
Leseverstehen · 50 Minuten
Homeoffice ohne Regeln? Warum klare Absprachen die Stimmung retten
Fünf Beschäftigte berichten über ihre Arbeitszeitmodelle
1 · Welcher Satz gehört in Lücke (1)?
Lösung
a — Die Befürchtung wird im Satz davor ausführlich genannt; der folgende Satz nennt das gute Ergebnis nach achtzehn Monaten. Nur Option a nimmt die Befürchtung auf und entkräftet sie. Die Optionen f und h betreffen Auszubildende und Samstagsarbeit, die an dieser Stelle nicht eingeführt werden.
1 · Welcher Satz gehört in Lücke (2)?
Lösung
b — Nach der Aussage, entscheidend sei die Organisation der Arbeit, muss ein Satz folgen, der ein organisatorisches Detail ankündigt. Option b leitet genau das ein, und der nächste Satz beschreibt den Tagesbeginn. Option c behandelt die Kundschaft und passt erst in den folgenden Abschnitt.
1 · Welcher Satz gehört in Lücke (3)?
Lösung
c — Der Absatz handelt von der Reaktion der Kundschaft auf die neuen Öffnungszeiten. Option c führt diesen Gedanken fort; die folgenden Sätze erklären die Terminpraxis. Option a wäre eine Wiederholung der bereits abgeschlossenen Befürchtung.
1 · Welcher Satz gehört in Lücke (4)?
Lösung
d — An dieser Stelle wird ein Nachteil angekündigt, dem im nächsten Satz mit „Dafür“ ein Vorteil gegenübergestellt wird. Option d nennt einen Kosten nachteil. Option g nennt gestiegene Nachfrage, also einen Vorteil, der dem Muster widerspricht.
1 · Welcher Satz gehört in Lücke (5)?
Lösung
e — Vor der Lücke wird die Übertragbarkeit auf größere Unternehmen bezweifelt. Option e begründet diese Zurückhaltung mit der Betriebsgröße. Option f und h behandeln Sonderfälle, die im letzten Absatz keine Rolle mehr spielen.
2 · Was belastet die Beschäftigten laut der Umfrage am stärksten?
Lösung
b — Die Umfrage zeigt ausdrücklich, dass nicht die Zahl der Homeoffice-Tage belastet, sondern die Unklarheit über die Erreichbarkeit. Die Ausstattung wird erst später als eigener Streitpunkt behandelt.
2 · Die Kernzeiten zwischen zehn und fünfzehn Uhr …
Lösung
b — Zwei Teams haben die Kernzeit verlegt und dafür die ausdrückliche Genehmigung der Personalabteilung erhalten. Von einer Ablehnung durch den Betriebsrat ist im Text nicht die Rede.
2 · Wer während der Kernzeit nicht erreichbar ist, …
Lösung
b — Im Text steht, dass eine kurze Abwesenheitsnotiz genügt und eine Begründung nicht erforderlich ist. Damit sind die Pflicht zur Erklärung und der Verlust eines Tages ausgeschlossen.
2 · Was gilt für die Ausstattung des Arbeitsplatzes zu Hause?
Lösung
b — Bildschirm und Tastatur werden gestellt, ein höhenverstellbarer Schreibtisch nicht. Für weitere Anschaffungen gibt es einen Zuschuss von 150 Euro, der versteuert werden muss.
2 · Welche Bilanz zieht die Autorin?
Lösung
b — Die Autorin schreibt, Regeln ersetzten kein Vertrauen, schafften aber einen Rahmen für Verlässlichkeit. Eine Ablehnung des Modells enthält der Text nicht.
3 · 1. Wer berichtet das? Die Arbeitszeit schwankt je nach Saison und wird am Jahresende ausgeglichen.
Lösung
b — Bilal arbeitet im Sommer fünfundvierzig, im Winter fünfundzwanzig Stunden, und am Jahresende muss die Summe stimmen.
3 · 2. Wer berichtet das? Für Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten gibt es zusätzliches Geld.
Lösung
a — Anna berichtet: „Für Nacht- und Wochenendschichten zahlt der Klinikverbund einen Zuschlag von 25 Prozent.“ Damit beschreibt sie ausdrücklich zusätzliches Geld für Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten, weshalb Antwort a richtig ist. Bei den anderen Personen geht es zwar auch um besondere Arbeitszeiten, aber nicht um Zuschläge für Nacht- oder Wochenendarbeit.
3 · 3. Wer berichtet das? Der Beginn des Arbeitstages ist flexibel, eine gemeinsame Zeitspanne ist verbindlich.
Lösung
c — Christine kann zwischen halb sieben und neun Uhr beginnen, muss aber zwischen neun und vierzehn Uhr erreichbar sein.
3 · 4. Wer berichtet das? Niemand kontrolliert die Stunden, entscheidend sind die Ergebnisse.
Lösung
d — David sagt: „Eine Stechuhr gibt es bei uns nicht“ und „Ich entscheide selbst, wann und wo ich arbeite“, muss aber „Ergebnisse liefern“. Damit beschreibt er genau ein Modell ohne Stundenkontrolle, bei dem das Ergebnis zählt. Bei Christine dagegen werden die Stunden durch ein Zeiterfassungssystem gezählt, auch wenn sie ihre Zeit teilweise selbst einteilt.
3 · 5. Wer berichtet das? Die Stelle ist auf vier Wochentage begrenzt.
Lösung
e — Elif schreibt: „Nach der Elternzeit arbeite ich fünfundzwanzig Stunden, verteilt auf Montag bis Donnerstag. Freitags bin ich nicht im Betrieb.“ Damit ist ihre Arbeitszeit klar auf vier Wochentage begrenzt, nämlich Montag bis Donnerstag. Bei Anna und Bilal dagegen wechseln die Arbeitszeiten je nach Schichtplan bzw. Saison, sodass keine feste Begrenzung auf vier Tage vorliegt.
3 · 6. Wer berichtet das? Der Dienstplan steht mehrere Wochen vorher fest.
Lösung
a — Anna sagt: „Den Dienstplan bekommen wir vier Wochen im Voraus.“ Damit ist die Planung mehrere Wochen im Voraus ausdrücklich bestätigt, sodass nur sie die gesuchte Aussage macht. Bei Christine und David geht es dagegen um flexible Arbeitszeiten ohne festen Dienstplan im Voraus.
3 · 7. Wer berichtet das? In manchen Monaten wird deutlich mehr gearbeitet als in anderen.
Lösung
b — Bilal sagt: „In der Saison von März bis Oktober arbeite ich fünfundvierzig Stunden, im Winter oft nur fünfundzwanzig.“ Damit schwankt seine Arbeitszeit je nach Monat deutlich, während am Jahresende nur die Summe stimmen muss. Bei Anna, Christine, David und Elif sind die Wochenstunden dagegen gleichmäßig verteilt und ändern sich nicht saisonal.
3 · 8. Wer berichtet das? Die geleisteten Stunden werden elektronisch erfasst.
Lösung
c — Christine sagt: „Ein Zeiterfassungssystem zählt meine Stunden, und am Monatsende sehe ich den Saldo.“ Damit werden ihre geleisteten Stunden eindeutig elektronisch erfasst, was genau zur Frage passt. Bei David gibt es dagegen ausdrücklich keine Stechuhr, und Bilal führt nur ein Stundenkonto für Plus- und Minusstunden.
3 · 9. Wer berichtet das? Mehrarbeit wird nicht in Geld, sondern in Freizeit ausgeglichen.
Lösung
d — Bei David heißt es: „Überstunden werden nicht ausgezahlt, sondern durch freie Tage ausgeglichen.“ Das entspricht genau der gesuchten Regelung, denn Mehrarbeit wird hier in Freizeit umgewandelt statt mit Geld vergütet. Bei Anna dagegen werden Nacht- und Wochenendschichten zusätzlich bezahlt, also gerade nicht durch Freizeit ausgeglichen.
3 · 10. Wer berichtet das? Gehalt und Urlaubsanspruch wurden an die geringere Stundenzahl angepasst.
Lösung
e — Elif sagt: „Mein Gehalt wurde entsprechend angepasst, der Urlaubsanspruch ebenfalls anteilig berechnet.“ Weil sie nach der Elternzeit nur noch fünfundzwanzig Stunden arbeitet, wurden beide Punkte an die geringere Stundenzahl angepasst. Bei Bilal dagegen gleichen sich Plus- und Minusstunden über ein Zeitkonto aus, eine Kürzung von Gehalt und Urlaub wird dort nicht genannt.
Sprachbausteine · 40 Minuten
Betriebsvereinbarung zur flexiblen Arbeitszeit
Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch
1 · Lücke (1)
Lösung
a — Passiv im Perfekt mit „werden“: Die Vereinbarung ist geschlossen worden. „Hat“ verlangt ein Partizip ohne „worden“, „wird“ wäre Präsens.
1 · Lücke (2)
Lösung
a — Indirekte Rede ist hier nicht nötig, denn der Inhalt der Vereinbarung wird direkt wiedergegeben. Das Subjekt „sie“ verlangt die dritte Person Singular.
1 · Lücke (3)
Lösung
a — In der indirekten Rede nach „erklärte“ steht Konjunktiv I: die Verhandlungen seien gewesen. „Sind“ wäre direkte Rede, „würden sein“ ist Ersatzform ohne Not.
1 · Lücke (4)
Lösung
a — Die Stelle „nur dann genommen werden, (4) ____ die Auftragslage es zulässt“ beschreibt eine Bedingung, unter der Ausgleichstage erlaubt sind. „Wenn“ ist hier die richtige Konjunktion, weil sie genau diese Bedingung einleitet (nur dann …, wenn …). „Als“ wäre unpassend, da es sich auf einmalige Ereignisse in der Vergangenheit bezieht, und „ob“ würde eine indirekte Frage oder Unsicherheit ausdrücken, nicht eine Bedingung.
1 · Lücke (5)
Lösung
a — „Angesichts“ gibt den Grund im Sinne von in Anbetracht an und passt zum Genitiv „der knappen Personaldecke“. „Anlässlich“ verlangt einen Anlass, „zufolge“ steht nachgestellt.
1 · Lücke (6)
Lösung
a — Partizip II als Adjektiv vor dem Nomen mit Endung: die im Vorjahr beschlossene Regelung. Beschließende wäre gleichzeitig, die endungslose Form passt nicht zur Deklination.
1 · Lücke (7)
Lösung
a — Das Relativpronomen im Genitiv bezieht sich auf „Beschäftigte“ (Plural): deren Arbeitszeit. „Denen“ ist Dativ, „dessen“ Singular.
1 · Lücke (8)
Lösung
a — Die Textstelle Dieses ____ monatlich von der Buchhaltung geprüft beschreibt einen regelmäßigen Vorgang, bei dem das Zeitkonto die Handlung passiv erleidet. Deshalb ist das Vorgangspassiv im Präsens wird geprüft richtig, da es ausdrückt, dass die Buchhaltung die Prüfung vornimmt. „Ist geprüft“ würde dagegen einen abgeschlossenen Zustand bezeichnen, und „hat geprüft“ wäre aktiv und würde verlangen, dass das Konto selbst jemanden prüft.
1 · Lücke (9)
Lösung
a — Die Konstruktion lässt sich erreichen ist eine Passiv-Ersatzform und verlangt „lassen“. „Bleibt“ ergäbe keinen Sinn, „wird“ bräuchte ein Partizip.
1 · Lücke (10)
Lösung
a — Sofern sie nicht gekündigt wird nennt die Bedingung für die automatische Verlängerung. „Damit“ drückt eine Absicht aus, „obwohl“ einen Gegensatz.
2 · Lücke (1)
Lösung
a — Sich über etwas informieren ist die feste Verbindung. „Unterhalten“ verlangt „mit“, „beteiligen“ verlangt „an“, „entscheiden“ passt inhaltlich nicht.
2 · Lücke (2)
Lösung
a — Anforderungen lassen sich „einschätzen“, also beurteilen. „Vermuten“ und „erwarten“ drücken Unsicherheit über die Zukunft aus, „berechnen“ passt nicht zu Anforderungen.
2 · Lücke (3)
Lösung
a — Fragen kann man „vorbereiten“. „Anfertigen“ gilt für Gegenstände, „erledigen“ für Aufgaben, „veranlassen“ für Maßnahmen.
2 · Lücke (4)
Lösung
a — Auf eine Nachfrage eingehen ist die feste Verbindung. Die anderen Verben mit „gehen“ bilden keine passende Kollokation mit „auf“.
2 · Lücke (5)
Lösung
a — Man hinterlässt einen „Eindruck“. „Ausdruck“ betrifft die Formulierung, „Abdruck“ ein Druckbild, „Nachdruck“ die Betonung.
2 · Lücke (6)
Lösung
a — Jemanden von etwas überzeugen ist die passende Verbindung. „Überreden“ unterstellt Druck, „überweisen“ betrifft Geld, „übersieht“ bedeutet ignorieren.
2 · Lücke (7)
Lösung
a — Gezielt ansprechen heißt, das Thema bewusst und zum richtigen Zeitpunkt zu wählen. Die anderen Adverbien beschreiben Zeitpunkt oder Tempo, nicht die Absicht.
2 · Lücke (8)
Lösung
a — Unterlagen nachzureichen bedeutet, sie später zu ergänzen. „Ausreichen“ heißt genügen, „erreichen“ und „abreichen“ passen nicht zu Dokumenten.
2 · Lücke (9)
Lösung
a — Nach einer „Rückmeldung“ fragt man, wenn man auf eine Antwort wartet. „Rücksicht“ verlangt „auf“, „Rückgabe“ und „Rückkehr“ betreffen Gegenstände oder Personen.
2 · Lücke (10)
Lösung
a — Um eine „Begründung“ für die Absage bittet man, um daraus zu lernen. „Beurteilung“ wäre ein Urteil über die Person, „Bedingung“ und „Bewerbung“ passen nicht zur Bitte um Erklärung.
Hörverstehen · 20 Minuten
Ansage der Betriebsleitung
Transkript
Ansage: Guten Morgen, hier spricht die Betriebsleitung mit zwei kurzen Mitteilungen. Ansage: Erstens: Ab dem ersten Mai gilt die neue Gleitzeit. Sie können zwischen sechs und neun Uhr beginnen, die Kernzeit bleibt von neun bis fünfzehn Uhr bestehen. Ansage: Zweitens: Die Betriebsversammlung findet nicht am Donnerstag, sondern am Freitag um vierzehn Uhr in der Kantine statt. Der Donnerstagstermin entfällt. Ansage: Außerdem wird die Zeiterfassung am Eingang der Halle zwei am Wochenende ausgetauscht. Bitte nutzen Sie bis Montag den Zugang über die Werkstatt. Ansage: Und noch ein Hinweis für alle, die mit dem Auto kommen: Der Parkplatz hinter der Halle wird ab Montag saniert und ist dann gesperrt. Bitte weichen Sie auf den Besucherparkplatz aus.
Interview: Pausen richtig planen
Transkript
Moderator: Willkommen bei „Arbeitswelt am Mittag“. Frau Doktor Vogt, Sie beschäftigen sich seit Jahren mit Pausenverhalten im Büro. Viele Menschen sagen, sie hätten einfach keine Zeit für Pausen. Dr. Vogt: Das höre ich oft, und es ist ein Missverständnis. Wer keine Pause macht, arbeitet nicht mehr, sondern langsamer. Die Konzentration sinkt nach etwa neunzig Minuten deutlich ab. Moderator: Also lieber viele kurze Pausen als eine lange Mittagspause? Dr. Vogt: Genau. Mehrere kurze Unterbrechungen von fünf bis zehn Minuten wirken oft besser als eine einzige lange Pause. Wichtig ist, dass die Pause wirklich vor der Erschöpfung liegt und nicht erst danach. Moderator: Und was machen die Menschen in diesen Minuten falsch? Dr. Vogt: Sehr viele bleiben sitzen und schauen aufs Handy. Der Bildschirm bleibt also im Spiel, und das Gehirn bekommt keine echte Entlastung. Besser ist es, aufzustehen, das Fenster zu öffnen oder kurz nach draußen zu gehen. Moderator: In manchen Betrieben isst man mittags am Schreibtisch weiter. Dr. Vogt: Davon rate ich ab. Wer beim Essen weiterarbeitet, erholt sich nicht, sondern nimmt nur Kalorien auf. Die Mittagspause sollte ein Ortswechsel sein, auch wenn es nur der Flur ist. Moderator: Was empfehlen Sie Teams? Dr. Vogt: Feste gemeinsame Pausenzeiten helfen, weil niemand dann das Gefühl hat, etwas zu verpassen. In meinen Untersuchungen hat das selten zu Konflikten geführt, eher zu mehr Rücksicht. Allerdings müssen die Zeiten zum Arbeitsablauf passen. Moderator: Und die Führungskräfte? Dr. Vogt: Sie sind entscheidend. Wenn die Leitung selbst nie Pause macht und abends noch Mails schreibt, werden die Beschäftigten das nachahmen. Vorbild wirkt stärker als jede Regel. Moderator: Viele Beschäftigte verschieben die Pause, weil sie Angst haben, ihre Aufgaben nicht zu schaffen. Dr. Vogt: Das beobachte ich häufig, und es ist ein Zeichen für schlechte Arbeitsplanung, nicht für besondere Einsatzbereitschaft. Wer die Pause streicht, holt die Arbeit am Abend nach. Moderator: Frau Doktor Vogt, vielen Dank für das Gespräch.
Gespräch über den neuen Schichtplan
Transkript
Mira: Jonas, hast du den neuen Schichtplan gesehen? Ich soll nächste Woche vier Abende hintereinander machen. Jonas: Ja, ich habe auch gestaunt. Bei mir sind es drei Frühschichten und dann direkt eine Nacht. Mira: Das ist doch nicht erlaubt, oder? Zwischen zwei Schichten müssen doch elf Stunden liegen. Jonas: Es sind genau elf, das reicht formal. Aber sinnvoll ist es nicht. Ich habe die Leitung schon angeschrieben. Mira: Und? Hat sie geantwortet? Jonas: Sie sagt, wir sollen untereinander tauschen. Tauschen kann ich aber nur mit jemandem, der die gleiche Qualifikation hat. Mira: Dann lass uns gemeinsam zum Betriebsrat gehen. Der hat doch ein Mitspracherecht bei der Planung. Jonas: Gute Idee. aber erst nach Freitag, da ist die Sitzung. Bis dahin halte ich durch. Mira: Und wenn du krank wirst? Dann stehst du mit den Nachtschichten da. Jonas: Ich weiß. Deshalb will ich das schriftlich haben, dass die Planung nur vorläufig ist.
1 · 1. Die neue Gleitzeit gilt ab dem ersten Mai.
Lösung
r — In der Ansage heißt es ausdrücklich: „Ab dem ersten Mai gilt die neue Gleitzeit.“ Damit wird der Beginn der neuen Regelung klar genannt, sodass die Aussage richtig ist. Die später erwähnten Änderungen bei Zeiterfassung und Parkplatz betreffen andere Termine und haben mit der Gleitzeit nichts zu tun.
1 · 2. Die Kernzeit wurde von neun auf zehn Uhr verschoben.
Lösung
f — Die Kernzeit bleibt laut Ansage von neun bis fünfzehn Uhr bestehen; nur der Beginn des Arbeitstages ist flexibel.
1 · 3. Die Betriebsversammlung findet am Freitag statt.
Lösung
r — In der Ansage heißt es: „Die Betriebsversammlung findet nicht am Donnerstag, sondern am Freitag um vierzehn Uhr in der Kantine statt.“ Damit wird der Freitag ausdrücklich als neuer Termin genannt, und der Donnerstagstermin entfällt. Wer nur „Donnerstag“ hört, könnte fälschlich annehmen, der Termin bleibe unverändert.
1 · 4. Die Zeiterfassung in Halle zwei wird am Wochenende ausgetauscht.
Lösung
r — In der Ansage heißt es: „die Zeiterfassung am Eingang der Halle zwei am Wochenende ausgetauscht“. Damit wird der Austausch ausdrücklich für das Wochenende angekündigt, sodass die Aussage zutrifft. Der zusätzliche Hinweis auf den Ersatzzugang über die Werkstatt betrifft nur den Zugang, nicht den Zeitpunkt des Austauschs.
1 · 5. Der Parkplatz hinter der Halle bleibt während der Sanierung nutzbar.
Lösung
f — In der Ansage heißt es, der Parkplatz hinter der Halle werde ab Montag saniert und sei „dann gesperrt“. Deshalb ist die Aussage falsch, denn während der Sanierung können die Mitarbeitenden den Parkplatz nicht nutzen. Stattdessen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, auf den Besucherparkplatz auszuweichen.
2 · 1. Kurze Pausen wirken laut Frau Vogt oft besser als eine lange Pause.
Lösung
r — Sie sagt ausdrücklich, mehrere kurze Unterbrechungen von fünf bis zehn Minuten wirkten oft besser als eine einzige lange Pause.
2 · 2. Sie empfiehlt, erst dann eine Pause zu machen, wenn die Konzentration nachlässt.
Lösung
f — Frau Dr. Vogt betont, die Pause müsse „wirklich vor der Erschöpfung“ liegen und nicht erst danach. Wer erst pausiert, wenn die Konzentration schon nachlässt, hat den richtigen Zeitpunkt bereits verpasst. Die Aussage ist daher falsch, weil Pausen gerade nicht erst bei nachlassender Konzentration gemacht werden sollen.
2 · 3. Wer in der Pause am Bildschirm bleibt, erholt sich besser.
Lösung
f — Frau Dr. Vogt sagt ausdrücklich, dass das Gehirn „keine echte Entlastung“ bekommt, wenn man in der Pause am Bildschirm bleibt. Wer weiter aufs Handy oder den Monitor schaut, erholt sich also nicht besser, sondern belastet die Konzentration weiter. Eine echte Pause entsteht erst durch Bewegung, frische Luft oder einen Ortswechsel.
2 · 4. Ein kurzer Aufenthalt im Freien verstärkt laut Interview den Erholungseffekt.
Lösung
r — Dr. Vogt sagt, besser als am Bildschirm sitzen sei es, „aufzustehen, das Fenster zu öffnen oder kurz nach draußen zu gehen“. Ein kurzer Aufenthalt im Freien bringt also eine echte Entlastung für das Gehirn und fördert die Erholung. Falsch wäre es dagegen, in der Pause sitzen zu bleiben und aufs Handy zu schauen, weil der Bildschirm dann im Spiel bleibt.
2 · 5. Gemeinsame Pausenzeiten im Team werden als sinnvoll dargestellt.
Lösung
r — Dr. Vogt sagt, feste gemeinsame Pausenzeiten „helfen, weil niemand dann das Gefühl hat, etwas zu verpassen“, und betont, dass dies in ihren Untersuchungen „eher zu mehr Rücksicht“ geführt hat. Damit wird die gemeinsame Pause ausdrücklich als sinnvoll bewertet. Die Einschränkung, dass die Zeiten zum Arbeitsablauf passen müssen, hebt die positive Bewertung nicht auf.
2 · 6. Frau Vogt hält eine einzige längere Pause pro Tag für ausreichend.
Lösung
f — Frau Dr. Vogt sagt ausdrücklich: „Mehrere kurze Unterbrechungen von fünf bis zehn Minuten wirken oft besser als eine einzige lange Pause.“ Damit befürwortet sie mehrere kurze Pausen und nicht eine einzige längere Pause pro Tag. Die Aussage ist daher falsch; eine lange Mittagspause allein reicht ihrer Meinung nach nicht aus.
2 · 7. Viele Beschäftigte verschieben Pausen aus Sorge um ihre Aufgaben.
Lösung
r — Am Ende sagt der Moderator: „Viele Beschäftigte verschieben die Pause, weil sie Angst haben, ihre Aufgaben“ – die Aussage wird also direkt im Text angesprochen. Damit ist die Behauptung bestätigt, dass Beschäftigte Pausen aus Sorge um ihre Aufgaben aufschieben. Die Aussage ist nicht falsch, weil Dr. Vogt das Problem nicht bestreitet, sondern es indirekt erklärt.
2 · 8. Feste Pausenzeiten führen ihrer Erfahrung nach zu mehr Konflikten.
Lösung
f — Frau Dr. Vogt sagt ausdrücklich, feste gemeinsame Pausenzeiten hätten in ihren Untersuchungen „selten zu Konflikten geführt, eher zu mehr Rücksicht“. Die Aussage, feste Pausenzeiten führten zu mehr Konflikten, widerspricht damit direkt dem Text. Die Einschränkung, dass die Zeiten zum Arbeitsablauf passen müssen, betrifft nur die praktische Umsetzung, nicht ein erhöhtes Konfliktrisiko.
2 · 9. Sie rät davon ab, das Handy in der Pause zu benutzen.
Lösung
r — Dr. Vogt kritisiert, dass viele in der Pause „aufs Handy“ schauen, sodass der Bildschirm im Spiel bleibt und das Gehirn „keine echte Entlastung“ bekommt. Damit rät sie eindeutig von der Handynutzung in der Pause ab und empfiehlt stattdessen Bewegung oder einen Blick nach draußen. Die Aussage ist also richtig, nicht falsch.
2 · 10. Das Verhalten der Führungskräfte beeinflusst das Pausenverhalten der Beschäftigten.
Lösung
r — Dr. Vogt sagt: „Wenn die Leitung selbst nie Pause macht und abends noch Mails schreibt, werden die Beschäftigten das nachahmen.“ Damit wird deutlich, dass die Beschäftigten das Verhalten ihrer Führungskräfte übernehmen und sich deshalb auch beim Pausenverhalten daran orientieren. Die Aussage ist also richtig, weil das Vorbild der Leitung stärker wirkt als Regeln; es geht nicht um Konflikte oder um die Arbeitszeiten, sondern um das Nachahmen.
3 · 1. Mira soll nächste Woche vier Abende hintereinander arbeiten.
Lösung
r — Mira sagt gleich zu Beginn: „Ich soll nächste Woche vier Abende hintereinander machen.“ Damit bestätigt sie selbst, dass sie an vier Abenden nacheinander arbeiten soll, was die Aussage als richtig kennzeichnet. Eine Verwechslung mit Jonas ist ausgeschlossen, da er von drei Frühschichten und einer Nacht spricht.
3 · 2. Jonas hat drei Frühschichten und anschließend eine Nacht.
Lösung
r — Jonas sagt: „Bei mir sind es drei Frühschichten und dann direkt eine Nacht.“ Damit bestätigt er selbst die in der Aufgabe genannte Reihenfolge seiner Schichten. Die Aussage ist also richtig; die vier Abende betreffen Mira, nicht Jonas, und sind daher kein Widerspruch.
3 · 3. Zwischen zwei Schichten liegen weniger als elf Stunden.
Lösung
f — Jonas sagt: „Es sind genau elf, das reicht formal.“ Damit bestätigt er, dass zwischen den Schichten nicht weniger als elf Stunden liegen, sondern genau elf. Die Aussage ist also falsch, weil die Mindestpause eingehalten wird; das Problem ist nur, dass die Planung trotzdem als unsinnig und nicht sinnvoll kritisiert wird.
3 · 4. Die Leitung hat den beiden geraten, untereinander zu tauschen.
Lösung
r — Jonas sagt: „Sie sagt, wir sollen untereinander tauschen.“ Damit gibt er die Empfehlung der Leitung wörtlich wieder, sodass die Aussage zutrifft. Die Aussage ist nicht falsch, weil die Leitung nicht selbst umplant, sondern die Lösung an die Beschäftigten weitergibt.
3 · 5. Die beiden wollen den Betriebsrat einschalten.
Lösung
r — Mira sagt: „Dann lass uns gemeinsam zum Betriebsrat gehen“, und Jonas antwortet: „Gute Idee.“ Damit ist belegt, dass beide den Betriebsrat einschalten wollen, auch wenn Jonas den Termin erst nach Freitag ansetzen möchte. Die Aussage ist also richtig; die zeitliche Verschiebung ändert nichts an der gemeinsamen Absicht.
Schriftlicher Ausdruck · 30 Minuten
Aufgaben für den schriftlichen und mündlichen Ausdruck
1 · Sie arbeiten seit sechs Jahren in der Buchhaltung der Brandt Werkstätten GmbH und möchten Ihre Arbeitszeit reduzieren. Schreiben Sie eine halbformelle E-Mail an die Personalleitung, Frau Kessler. Gehen Sie auf drei Punkte ein: den Grund Ihrer Anfrage, das gewünschte Arbeitszeitmodell und die Frage nach einer Probezeit bzw. den nötigen Fristen. Schreiben Sie mindestens 150 Wörter.
Modellantwort im Lösungsteil.
Modellantwort
Mündlicher Ausdruck · 15 Minuten
Aufgaben für den schriftlichen und mündlichen Ausdruck
1 · Berichten Sie von einer Erfahrung mit veränderten Arbeitszeiten. Erzählen Sie, was sich für Sie verändert hat, wie Ihr Umfeld reagiert hat und was Sie daraus gelernt haben.
2 · Diskutieren Sie mit Ihrem Partner die These: „Homeoffice sollte für alle Beschäftigten möglich sein, deren Arbeit es zulässt.“ Bringen Sie Argumente, gehen Sie auf die Gegenposition ein und kommen Sie zu einem Ergebnis.
3 · Ihr Betrieb plant einen Teamtag zum Thema „Arbeitszeit und Erholung“. Planen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner den Ablauf: Ziel, Programm, Zeitrahmen und Aufgabenverteilung.
Denselben Satz mit Zeit und Auswertung
Punkte je Abschnitt, Begründung je Aufgabe, Urteil gegen die Bestehensgrenze.