telc Deutsch B2 · B2

telc Deutsch B2: Modelltest mit Lösungen

Ein vollständiger Testsatz zum Lesen und Nacharbeiten: alle Teile, alle Aufgaben, jede Lösung mit Begründung. Interaktiv mit Zeit, Audio und Auswertung startest du denselben Satz über einen Klick.

  • Leseverstehen: 20 Aufgaben
  • Sprachbausteine: 20 Aufgaben
  • Hörverstehen: 20 Aufgaben
  • Schriftlicher Ausdruck: 1 Aufgaben
  • Mündlicher Ausdruck: 3 Aufgaben

Lösungen sind eingeklappt. Die Aufgaben stammen aus unserem eigenen Bestand (10 Testsätze insgesamt), nicht aus offiziellen Modellsätzen.

Leseverstehen · 50 Minuten

Vier Tage arbeiten, fünf bezahlen – ein Handwerksbetrieb wagt den Versuch

Vier Tage arbeiten, fünf bezahlen – ein Handwerksbetrieb wagt den Versuch Als die Geschäftsleitung vor zwei Jahren vorschlug, die Arbeitszeit bei gleichem Lohn auf vier Tage zu verkürzen, war die Skepsis im Team groß. Viele befürchteten, dass die Aufträge in der kürzeren Zeit nicht mehr zu schaffen wären und am Ende alle unter Druck geraten würden. (1) ____ Inzwischen sind achtzehn Monate vergangen, und nur zwei von vierundzwanzig Beschäftigten möchten zum alten Modell zurückkehren. Entscheidend war weniger die Zahl der Arbeitstage als die Frage, wie die Arbeit organisiert wird. (2) ____ Wer morgens als Erste in der Werkstatt steht, prüft die Materialliste und verteilt die dringenden Aufträge, sodass niemand auf Anweisungen warten muss. Die Kundschaft hat den Wechsel erstaunlich gelassen aufgenommen. (3) ____ Termine werden seither konsequent am Telefon bestätigt, und für Notfälle gibt es eine Bereitschaftsnummer, die monatlich wechselt. Kritisch bleibt der Blick auf die Kosten. (4) ____ Dafür sinken die Krankheitstage deutlich, und die Suche nach Auszubildenden ist erheblich leichter geworden, seit der Betrieb mit dem Modell öffentlich wirbt. Ob sich das Modell auf größere Unternehmen übertragen lässt, darüber streiten die Beteiligten bis heute. (5) ____ Wer jedoch mit einem kleinen Team arbeitet und bereit ist, eingefahrene Abläufe grundsätzlich infrage zu stellen, findet in dem Versuch brauchbare Hinweise.

Homeoffice ohne Regeln? Warum klare Absprachen die Stimmung retten

Homeoffice ohne Regeln? Warum klare Absprachen die Stimmung retten Seit drei Jahren arbeitet das Softwareunternehmen Nordlicht in Riedbach hybrid: zwei Tage im Büro, drei Tage zu Hause. Eine interne Umfrage unter 400 Beschäftigten, die im Frühjahr durchgeführt wurde, zeigt ein überraschendes Bild. Nicht die Zahl der Homeoffice-Tage belastet die Mitarbeitenden, sondern die Unklarheit darüber, wann jemand erreichbar sein muss. Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, abends noch Nachrichten zu beantworten, weil sie befürchteten, sonst als wenig engagiert zu gelten. Die Geschäftsleitung hat darauf reagiert und zum 1. Juni feste Kernzeiten eingeführt: Zwischen zehn und fünfzehn Uhr sollen alle erreichbar sein, davor und danach bleibt die Einteilung den Teams überlassen. Wer in dieser Zeit nicht antworten kann, muss eine kurze Abwesenheitsnotiz hinterlassen; eine Begründung ist nicht erforderlich. In der Praxis wird die Regel unterschiedlich gelebt. Zwei Teams haben die Kernzeit auf den frühen Nachmittag verschoben, weil ihre Kunden in anderen Zeitzonen sitzen; die Personalabteilung hat das ausdrücklich genehmigt. Andere Gruppen halten weiterhin an langen Videokonferenzen am Vormittag fest, was der erklärten Absicht widerspricht, Zeit für konzentriertes Arbeiten zu schaffen. Ein weiterer Streitpunkt ist die Ausstattung. Das Unternehmen stellt einen Bildschirm und eine Tastatur für den Arbeitsplatz zu Hause, nicht aber einen höhenverstellbaren Schreibtisch. Wer darüber hinaus etwas anschaffen möchte, erhält einen Zuschuss von 150 Euro pro Jahr, der allerdings versteuert werden muss. Die Autorin dieser Zeilen hat sechs Wochen lang mitgearbeitet und dabei vor allem eines gelernt: Regeln ersetzen kein Vertrauen. Sie schaffen aber einen Rahmen, in dem Verlässlichkeit nicht vom guten Willen einzelner Führungskräfte abhängt.

Fünf Beschäftigte berichten über ihre Arbeitszeitmodelle

Fünf Beschäftigte berichten über ihre Arbeitszeitmodelle a) Anna, 41, Laborassistentin Ich arbeite in drei Schichten: früh, spät und nachts, jede Woche wechselnd. Für Nacht- und Wochenendschichten zahlt der Klinikverbund einen Zuschlag von 25 Prozent. Den Dienstplan bekommen wir vier Wochen im Voraus, Tausch ist nur in Absprache mit der Leitung möglich. b) Bilal, 29, Gärtner In der Saison von März bis Oktober arbeite ich fünfundvierzig Stunden, im Winter oft nur fünfundzwanzig. Am Jahresende muss die Summe stimmen. Plus- und Minusstunden sammeln sich auf einem Konto, das der Betrieb führt. c) Christine, 52, Verwaltungsangestellte Ich kann zwischen halb sieben und neun Uhr beginnen, muss aber zwischen neun und vierzehn Uhr erreichbar sein. Die übrige Zeit teile ich mir selbst ein. Ein Zeiterfassungssystem zählt meine Stunden, und am Monatsende sehe ich den Saldo. d) David, 37, Projektleiter Eine Stechuhr gibt es bei uns nicht. Ich entscheide selbst, wann und wo ich arbeite, muss aber Ergebnisse liefern und an festen Terminen teilnehmen. Überstunden werden nicht ausgezahlt, sondern durch freie Tage ausgeglichen. e) Elif, 45, Buchhalterin Nach der Elternzeit arbeite ich fünfundzwanzig Stunden, verteilt auf Montag bis Donnerstag. Freitags bin ich nicht im Betrieb. Mein Gehalt wurde entsprechend angepasst, der Urlaubsanspruch ebenfalls anteilig berechnet.

1 · Welcher Satz gehört in Lücke (1)?

  • a Genau diese Befürchtung hat sich im ersten Jahr nicht bestätigt.
  • b Die wichtigste Veränderung betrifft den Beginn des Arbeitstages.
  • c Viele richten ihre Anfragen inzwischen nach den freien Tagen und wundern sich eher über die alten Zeiten.
  • d Die Lohnkosten pro gearbeiteter Stunde sind gestiegen, weil dieselbe Arbeit in weniger Zeit erledigt werden muss.
  • e Dafür ist der Betrieb zu klein und die Ausgangslage zu besonders.
  • f Für Auszubildende gilt die Regelung ohnehin nur eingeschränkt.
  • g Die Nachfrage nach Reparaturen ist im gleichen Zeitraum deutlich gestiegen.
  • h Einzelne Beschäftigte kommen deshalb zusätzlich am Samstag in die Werkstatt.
Lösung

a — Die Befürchtung wird im Satz davor ausführlich genannt; der folgende Satz nennt das gute Ergebnis nach achtzehn Monaten. Nur Option a nimmt die Befürchtung auf und entkräftet sie. Die Optionen f und h betreffen Auszubildende und Samstagsarbeit, die an dieser Stelle nicht eingeführt werden.

1 · Welcher Satz gehört in Lücke (2)?

  • a Genau diese Befürchtung hat sich im ersten Jahr nicht bestätigt.
  • b Die wichtigste Veränderung betrifft den Beginn des Arbeitstages.
  • c Viele richten ihre Anfragen inzwischen nach den freien Tagen und wundern sich eher über die alten Zeiten.
  • d Die Lohnkosten pro gearbeiteter Stunde sind gestiegen, weil dieselbe Arbeit in weniger Zeit erledigt werden muss.
  • e Dafür ist der Betrieb zu klein und die Ausgangslage zu besonders.
  • f Für Auszubildende gilt die Regelung ohnehin nur eingeschränkt.
  • g Die Nachfrage nach Reparaturen ist im gleichen Zeitraum deutlich gestiegen.
  • h Einzelne Beschäftigte kommen deshalb zusätzlich am Samstag in die Werkstatt.
Lösung

b — Nach der Aussage, entscheidend sei die Organisation der Arbeit, muss ein Satz folgen, der ein organisatorisches Detail ankündigt. Option b leitet genau das ein, und der nächste Satz beschreibt den Tagesbeginn. Option c behandelt die Kundschaft und passt erst in den folgenden Abschnitt.

1 · Welcher Satz gehört in Lücke (3)?

  • a Genau diese Befürchtung hat sich im ersten Jahr nicht bestätigt.
  • b Die wichtigste Veränderung betrifft den Beginn des Arbeitstages.
  • c Viele richten ihre Anfragen inzwischen nach den freien Tagen und wundern sich eher über die alten Zeiten.
  • d Die Lohnkosten pro gearbeiteter Stunde sind gestiegen, weil dieselbe Arbeit in weniger Zeit erledigt werden muss.
  • e Dafür ist der Betrieb zu klein und die Ausgangslage zu besonders.
  • f Für Auszubildende gilt die Regelung ohnehin nur eingeschränkt.
  • g Die Nachfrage nach Reparaturen ist im gleichen Zeitraum deutlich gestiegen.
  • h Einzelne Beschäftigte kommen deshalb zusätzlich am Samstag in die Werkstatt.
Lösung

c — Der Absatz handelt von der Reaktion der Kundschaft auf die neuen Öffnungszeiten. Option c führt diesen Gedanken fort; die folgenden Sätze erklären die Terminpraxis. Option a wäre eine Wiederholung der bereits abgeschlossenen Befürchtung.

1 · Welcher Satz gehört in Lücke (4)?

  • a Genau diese Befürchtung hat sich im ersten Jahr nicht bestätigt.
  • b Die wichtigste Veränderung betrifft den Beginn des Arbeitstages.
  • c Viele richten ihre Anfragen inzwischen nach den freien Tagen und wundern sich eher über die alten Zeiten.
  • d Die Lohnkosten pro gearbeiteter Stunde sind gestiegen, weil dieselbe Arbeit in weniger Zeit erledigt werden muss.
  • e Dafür ist der Betrieb zu klein und die Ausgangslage zu besonders.
  • f Für Auszubildende gilt die Regelung ohnehin nur eingeschränkt.
  • g Die Nachfrage nach Reparaturen ist im gleichen Zeitraum deutlich gestiegen.
  • h Einzelne Beschäftigte kommen deshalb zusätzlich am Samstag in die Werkstatt.
Lösung

d — An dieser Stelle wird ein Nachteil angekündigt, dem im nächsten Satz mit „Dafür“ ein Vorteil gegenübergestellt wird. Option d nennt einen Kosten nachteil. Option g nennt gestiegene Nachfrage, also einen Vorteil, der dem Muster widerspricht.

1 · Welcher Satz gehört in Lücke (5)?

  • a Genau diese Befürchtung hat sich im ersten Jahr nicht bestätigt.
  • b Die wichtigste Veränderung betrifft den Beginn des Arbeitstages.
  • c Viele richten ihre Anfragen inzwischen nach den freien Tagen und wundern sich eher über die alten Zeiten.
  • d Die Lohnkosten pro gearbeiteter Stunde sind gestiegen, weil dieselbe Arbeit in weniger Zeit erledigt werden muss.
  • e Dafür ist der Betrieb zu klein und die Ausgangslage zu besonders.
  • f Für Auszubildende gilt die Regelung ohnehin nur eingeschränkt.
  • g Die Nachfrage nach Reparaturen ist im gleichen Zeitraum deutlich gestiegen.
  • h Einzelne Beschäftigte kommen deshalb zusätzlich am Samstag in die Werkstatt.
Lösung

e — Vor der Lücke wird die Übertragbarkeit auf größere Unternehmen bezweifelt. Option e begründet diese Zurückhaltung mit der Betriebsgröße. Option f und h behandeln Sonderfälle, die im letzten Absatz keine Rolle mehr spielen.

2 · Was belastet die Beschäftigten laut der Umfrage am stärksten?

  • a die Anzahl der Tage im Homeoffice
  • b die Unklarheit über die Erreichbarkeit
  • c die Ausstattung des heimischen Arbeitsplatzes
Lösung

b — Die Umfrage zeigt ausdrücklich, dass nicht die Zahl der Homeoffice-Tage belastet, sondern die Unklarheit über die Erreichbarkeit. Die Ausstattung wird erst später als eigener Streitpunkt behandelt.

2 · Die Kernzeiten zwischen zehn und fünfzehn Uhr …

  • a gelten für alle Teams ohne jede Ausnahme.
  • b können verlegt werden, wenn die Personalabteilung zustimmt.
  • c wurden vom Betriebsrat abgelehnt.
Lösung

b — Zwei Teams haben die Kernzeit verlegt und dafür die ausdrückliche Genehmigung der Personalabteilung erhalten. Von einer Ablehnung durch den Betriebsrat ist im Text nicht die Rede.

2 · Wer während der Kernzeit nicht erreichbar ist, …

  • a muss den Grund schriftlich erklären.
  • b soll eine kurze Abwesenheitsnotiz hinterlassen.
  • c verliert einen Homeoffice-Tag.
Lösung

b — Im Text steht, dass eine kurze Abwesenheitsnotiz genügt und eine Begründung nicht erforderlich ist. Damit sind die Pflicht zur Erklärung und der Verlust eines Tages ausgeschlossen.

2 · Was gilt für die Ausstattung des Arbeitsplatzes zu Hause?

  • a Das Unternehmen stellt alle Möbel vollständig.
  • b Ein Zuschuss ist möglich, muss aber versteuert werden.
  • c Bildschirm und Tastatur müssen selbst gekauft werden.
Lösung

b — Bildschirm und Tastatur werden gestellt, ein höhenverstellbarer Schreibtisch nicht. Für weitere Anschaffungen gibt es einen Zuschuss von 150 Euro, der versteuert werden muss.

2 · Welche Bilanz zieht die Autorin?

  • a Regeln sind wichtiger als Vertrauen.
  • b Regeln ersetzen kein Vertrauen, geben aber Halt.
  • c Das hybride Modell hat sich nicht bewährt.
Lösung

b — Die Autorin schreibt, Regeln ersetzten kein Vertrauen, schafften aber einen Rahmen für Verlässlichkeit. Eine Ablehnung des Modells enthält der Text nicht.

3 · 1. Wer berichtet das? Die Arbeitszeit schwankt je nach Saison und wird am Jahresende ausgeglichen.

  • a a) Anna
  • b b) Bilal
  • c c) Christine
  • d d) David
  • e e) Elif
Lösung

b — Bilal arbeitet im Sommer fünfundvierzig, im Winter fünfundzwanzig Stunden, und am Jahresende muss die Summe stimmen.

3 · 2. Wer berichtet das? Für Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten gibt es zusätzliches Geld.

  • a a) Anna
  • b b) Bilal
  • c c) Christine
  • d d) David
  • e e) Elif
Lösung

a — Anna berichtet: „Für Nacht- und Wochenendschichten zahlt der Klinikverbund einen Zuschlag von 25 Prozent.“ Damit beschreibt sie ausdrücklich zusätzliches Geld für Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten, weshalb Antwort a richtig ist. Bei den anderen Personen geht es zwar auch um besondere Arbeitszeiten, aber nicht um Zuschläge für Nacht- oder Wochenendarbeit.

3 · 3. Wer berichtet das? Der Beginn des Arbeitstages ist flexibel, eine gemeinsame Zeitspanne ist verbindlich.

  • a a) Anna
  • b b) Bilal
  • c c) Christine
  • d d) David
  • e e) Elif
Lösung

c — Christine kann zwischen halb sieben und neun Uhr beginnen, muss aber zwischen neun und vierzehn Uhr erreichbar sein.

3 · 4. Wer berichtet das? Niemand kontrolliert die Stunden, entscheidend sind die Ergebnisse.

  • a a) Anna
  • b b) Bilal
  • c c) Christine
  • d d) David
  • e e) Elif
Lösung

d — David sagt: „Eine Stechuhr gibt es bei uns nicht“ und „Ich entscheide selbst, wann und wo ich arbeite“, muss aber „Ergebnisse liefern“. Damit beschreibt er genau ein Modell ohne Stundenkontrolle, bei dem das Ergebnis zählt. Bei Christine dagegen werden die Stunden durch ein Zeiterfassungssystem gezählt, auch wenn sie ihre Zeit teilweise selbst einteilt.

3 · 5. Wer berichtet das? Die Stelle ist auf vier Wochentage begrenzt.

  • a a) Anna
  • b b) Bilal
  • c c) Christine
  • d d) David
  • e e) Elif
Lösung

e — Elif schreibt: „Nach der Elternzeit arbeite ich fünfundzwanzig Stunden, verteilt auf Montag bis Donnerstag. Freitags bin ich nicht im Betrieb.“ Damit ist ihre Arbeitszeit klar auf vier Wochentage begrenzt, nämlich Montag bis Donnerstag. Bei Anna und Bilal dagegen wechseln die Arbeitszeiten je nach Schichtplan bzw. Saison, sodass keine feste Begrenzung auf vier Tage vorliegt.

3 · 6. Wer berichtet das? Der Dienstplan steht mehrere Wochen vorher fest.

  • a a) Anna
  • b b) Bilal
  • c c) Christine
  • d d) David
  • e e) Elif
Lösung

a — Anna sagt: „Den Dienstplan bekommen wir vier Wochen im Voraus.“ Damit ist die Planung mehrere Wochen im Voraus ausdrücklich bestätigt, sodass nur sie die gesuchte Aussage macht. Bei Christine und David geht es dagegen um flexible Arbeitszeiten ohne festen Dienstplan im Voraus.

3 · 7. Wer berichtet das? In manchen Monaten wird deutlich mehr gearbeitet als in anderen.

  • a a) Anna
  • b b) Bilal
  • c c) Christine
  • d d) David
  • e e) Elif
Lösung

b — Bilal sagt: „In der Saison von März bis Oktober arbeite ich fünfundvierzig Stunden, im Winter oft nur fünfundzwanzig.“ Damit schwankt seine Arbeitszeit je nach Monat deutlich, während am Jahresende nur die Summe stimmen muss. Bei Anna, Christine, David und Elif sind die Wochenstunden dagegen gleichmäßig verteilt und ändern sich nicht saisonal.

3 · 8. Wer berichtet das? Die geleisteten Stunden werden elektronisch erfasst.

  • a a) Anna
  • b b) Bilal
  • c c) Christine
  • d d) David
  • e e) Elif
Lösung

c — Christine sagt: „Ein Zeiterfassungssystem zählt meine Stunden, und am Monatsende sehe ich den Saldo.“ Damit werden ihre geleisteten Stunden eindeutig elektronisch erfasst, was genau zur Frage passt. Bei David gibt es dagegen ausdrücklich keine Stechuhr, und Bilal führt nur ein Stundenkonto für Plus- und Minusstunden.

3 · 9. Wer berichtet das? Mehrarbeit wird nicht in Geld, sondern in Freizeit ausgeglichen.

  • a a) Anna
  • b b) Bilal
  • c c) Christine
  • d d) David
  • e e) Elif
Lösung

d — Bei David heißt es: „Überstunden werden nicht ausgezahlt, sondern durch freie Tage ausgeglichen.“ Das entspricht genau der gesuchten Regelung, denn Mehrarbeit wird hier in Freizeit umgewandelt statt mit Geld vergütet. Bei Anna dagegen werden Nacht- und Wochenendschichten zusätzlich bezahlt, also gerade nicht durch Freizeit ausgeglichen.

3 · 10. Wer berichtet das? Gehalt und Urlaubsanspruch wurden an die geringere Stundenzahl angepasst.

  • a a) Anna
  • b b) Bilal
  • c c) Christine
  • d d) David
  • e e) Elif
Lösung

e — Elif sagt: „Mein Gehalt wurde entsprechend angepasst, der Urlaubsanspruch ebenfalls anteilig berechnet.“ Weil sie nach der Elternzeit nur noch fünfundzwanzig Stunden arbeitet, wurden beide Punkte an die geringere Stundenzahl angepasst. Bei Bilal dagegen gleichen sich Plus- und Minusstunden über ein Zeitkonto aus, eine Kürzung von Gehalt und Urlaub wird dort nicht genannt.

Sprachbausteine · 40 Minuten

Betriebsvereinbarung zur flexiblen Arbeitszeit

Betriebsvereinbarung zur flexiblen Arbeitszeit Zwischen der Geschäftsleitung der Brandt Werkstätten GmbH und dem Betriebsrat (1) ____ am 14. März eine neue Vereinbarung geschlossen worden. Sie (2) ____ fest, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit künftig innerhalb eines Quartals ausgleichen können. Die Vorsitzende des Betriebsrats erklärte nach der Sitzung, die Verhandlungen (3) ____ langwierig, aber von gegenseitigem Respekt geprägt gewesen. Ausgleichstage dürfen nur dann genommen werden, (4) ____ die Auftragslage es zulässt. (5) ____ der knappen Personaldecke bleibt der Spielraum allerdings begrenzt. Die im Vorjahr (6) ____ Regelung zur Zeiterfassung gilt unverändert weiter. Beschäftigte, (7) ____ Arbeitszeit über mehrere Monate stark schwankt, führen ein persönliches Zeitkonto. Dieses (8) ____ monatlich von der Buchhaltung geprüft. Ein Ausgleich (9) ____ sich auch durch zusätzliche freie Tage erreichen, sofern der Betriebsrat zustimmt. Die Vereinbarung gilt zunächst für zwei Jahre; sie verlängert sich automatisch, (10) ____ sie nicht drei Monate vor Ablauf gekündigt wird.

Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch

Wer zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird, sollte sich gründlich vorbereiten. Zunächst gilt es, sich über das Unternehmen zu (1) ____, etwa über Produkte, Standorte und aktuelle Entwicklungen. Wer die Anzeige genau liest, kann die Anforderungen der Stelle besser (2) ____. Hilfreich ist außerdem, typische Fragen (3) ____ und die eigenen Antworten laut zu üben. Im Gespräch kommt es darauf an, auf Nachfragen ruhig zu (4) ____ und nicht sofort zu widersprechen. Ein offener Blick und eine klare Aussprache hinterlassen einen guten (5) ____. Wer die eigenen Stärken mit Beispielen belegen kann, (6) ____ die Personalverantwortlichen schneller von der Eignung. Fragen zum Gehalt sollten nicht am Anfang gestellt werden; besser ist es, sie am Ende (7) ____ anzusprechen. Fehlende Zeugnisse lassen sich oft nachreichen; wer die Unterlagen erst später (8) ____ kann, sollte das im Gespräch offen sagen. Wer nach zwei Wochen nichts gehört hat, darf höflich nach einer (9) ____ fragen. Eine Absage ist kein Grund zur Enttäuschung: Oft lohnt es sich, um eine kurze (10) ____ zu bitten, um daraus zu lernen.

1 · Lücke (1)

  • a ist
  • b hat
  • c wird
Lösung

a — Passiv im Perfekt mit „werden“: Die Vereinbarung ist geschlossen worden. „Hat“ verlangt ein Partizip ohne „worden“, „wird“ wäre Präsens.

1 · Lücke (2)

  • a legt
  • b lege
  • c legen
Lösung

a — Indirekte Rede ist hier nicht nötig, denn der Inhalt der Vereinbarung wird direkt wiedergegeben. Das Subjekt „sie“ verlangt die dritte Person Singular.

1 · Lücke (3)

  • a seien
  • b sind
  • c würden sein
Lösung

a — In der indirekten Rede nach „erklärte“ steht Konjunktiv I: die Verhandlungen seien gewesen. „Sind“ wäre direkte Rede, „würden sein“ ist Ersatzform ohne Not.

1 · Lücke (4)

  • a wenn
  • b als
  • c ob
Lösung

a — Die Stelle „nur dann genommen werden, (4) ____ die Auftragslage es zulässt“ beschreibt eine Bedingung, unter der Ausgleichstage erlaubt sind. „Wenn“ ist hier die richtige Konjunktion, weil sie genau diese Bedingung einleitet (nur dann …, wenn …). „Als“ wäre unpassend, da es sich auf einmalige Ereignisse in der Vergangenheit bezieht, und „ob“ würde eine indirekte Frage oder Unsicherheit ausdrücken, nicht eine Bedingung.

1 · Lücke (5)

  • a Angesichts
  • b Anlässlich
  • c Zufolge
Lösung

a — „Angesichts“ gibt den Grund im Sinne von in Anbetracht an und passt zum Genitiv „der knappen Personaldecke“. „Anlässlich“ verlangt einen Anlass, „zufolge“ steht nachgestellt.

1 · Lücke (6)

  • a beschlossene
  • b beschließende
  • c beschlossen
Lösung

a — Partizip II als Adjektiv vor dem Nomen mit Endung: die im Vorjahr beschlossene Regelung. Beschließende wäre gleichzeitig, die endungslose Form passt nicht zur Deklination.

1 · Lücke (7)

  • a deren
  • b dessen
  • c denen
Lösung

a — Das Relativpronomen im Genitiv bezieht sich auf „Beschäftigte“ (Plural): deren Arbeitszeit. „Denen“ ist Dativ, „dessen“ Singular.

1 · Lücke (8)

  • a wird
  • b ist
  • c hat
Lösung

a — Die Textstelle Dieses ____ monatlich von der Buchhaltung geprüft beschreibt einen regelmäßigen Vorgang, bei dem das Zeitkonto die Handlung passiv erleidet. Deshalb ist das Vorgangspassiv im Präsens wird geprüft richtig, da es ausdrückt, dass die Buchhaltung die Prüfung vornimmt. „Ist geprüft“ würde dagegen einen abgeschlossenen Zustand bezeichnen, und „hat geprüft“ wäre aktiv und würde verlangen, dass das Konto selbst jemanden prüft.

1 · Lücke (9)

  • a lässt
  • b bleibt
  • c wird
Lösung

a — Die Konstruktion lässt sich erreichen ist eine Passiv-Ersatzform und verlangt „lassen“. „Bleibt“ ergäbe keinen Sinn, „wird“ bräuchte ein Partizip.

1 · Lücke (10)

  • a sofern
  • b damit
  • c obwohl
Lösung

a — Sofern sie nicht gekündigt wird nennt die Bedingung für die automatische Verlängerung. „Damit“ drückt eine Absicht aus, „obwohl“ einen Gegensatz.

2 · Lücke (1)

  • a informieren
  • b unterhalten
  • c beteiligen
  • d entscheiden
Lösung

a — Sich über etwas informieren ist die feste Verbindung. „Unterhalten“ verlangt „mit“, „beteiligen“ verlangt „an“, „entscheiden“ passt inhaltlich nicht.

2 · Lücke (2)

  • a einschätzen
  • b vermuten
  • c erwarten
  • d berechnen
Lösung

a — Anforderungen lassen sich „einschätzen“, also beurteilen. „Vermuten“ und „erwarten“ drücken Unsicherheit über die Zukunft aus, „berechnen“ passt nicht zu Anforderungen.

2 · Lücke (3)

  • a vorbereiten
  • b anfertigen
  • c erledigen
  • d veranlassen
Lösung

a — Fragen kann man „vorbereiten“. „Anfertigen“ gilt für Gegenstände, „erledigen“ für Aufgaben, „veranlassen“ für Maßnahmen.

2 · Lücke (4)

  • a eingehen
  • b angehen
  • c zugehen
  • d vergehen
Lösung

a — Auf eine Nachfrage eingehen ist die feste Verbindung. Die anderen Verben mit „gehen“ bilden keine passende Kollokation mit „auf“.

2 · Lücke (5)

  • a Eindruck
  • b Ausdruck
  • c Abdruck
  • d Nachdruck
Lösung

a — Man hinterlässt einen „Eindruck“. „Ausdruck“ betrifft die Formulierung, „Abdruck“ ein Druckbild, „Nachdruck“ die Betonung.

2 · Lücke (6)

  • a überzeugt
  • b überredet
  • c überweist
  • d übersieht
Lösung

a — Jemanden von etwas überzeugen ist die passende Verbindung. „Überreden“ unterstellt Druck, „überweisen“ betrifft Geld, „übersieht“ bedeutet ignorieren.

2 · Lücke (7)

  • a gezielt
  • b pünktlich
  • c zufällig
  • d eilig
Lösung

a — Gezielt ansprechen heißt, das Thema bewusst und zum richtigen Zeitpunkt zu wählen. Die anderen Adverbien beschreiben Zeitpunkt oder Tempo, nicht die Absicht.

2 · Lücke (8)

  • a nachreichen
  • b abreichen
  • c ausreichen
  • d erreichen
Lösung

a — Unterlagen nachzureichen bedeutet, sie später zu ergänzen. „Ausreichen“ heißt genügen, „erreichen“ und „abreichen“ passen nicht zu Dokumenten.

2 · Lücke (9)

  • a Rückmeldung
  • b Rückkehr
  • c Rücksicht
  • d Rückgabe
Lösung

a — Nach einer „Rückmeldung“ fragt man, wenn man auf eine Antwort wartet. „Rücksicht“ verlangt „auf“, „Rückgabe“ und „Rückkehr“ betreffen Gegenstände oder Personen.

2 · Lücke (10)

  • a Begründung
  • b Bewerbung
  • c Beurteilung
  • d Bedingung
Lösung

a — Um eine „Begründung“ für die Absage bittet man, um daraus zu lernen. „Beurteilung“ wäre ein Urteil über die Person, „Bedingung“ und „Bewerbung“ passen nicht zur Bitte um Erklärung.

Hörverstehen · 20 Minuten

Ansage der Betriebsleitung

Sie hören eine Ansage der Betriebsleitung. Sie hören den Text einmal.
Transkript

Ansage: Guten Morgen, hier spricht die Betriebsleitung mit zwei kurzen Mitteilungen. Ansage: Erstens: Ab dem ersten Mai gilt die neue Gleitzeit. Sie können zwischen sechs und neun Uhr beginnen, die Kernzeit bleibt von neun bis fünfzehn Uhr bestehen. Ansage: Zweitens: Die Betriebsversammlung findet nicht am Donnerstag, sondern am Freitag um vierzehn Uhr in der Kantine statt. Der Donnerstagstermin entfällt. Ansage: Außerdem wird die Zeiterfassung am Eingang der Halle zwei am Wochenende ausgetauscht. Bitte nutzen Sie bis Montag den Zugang über die Werkstatt. Ansage: Und noch ein Hinweis für alle, die mit dem Auto kommen: Der Parkplatz hinter der Halle wird ab Montag saniert und ist dann gesperrt. Bitte weichen Sie auf den Besucherparkplatz aus.

Interview: Pausen richtig planen

Sie hören ein Radiointerview mit der Arbeitspsychologin Dr. Marlene Vogt. Sie hören den Text zweimal.
Transkript

Moderator: Willkommen bei „Arbeitswelt am Mittag“. Frau Doktor Vogt, Sie beschäftigen sich seit Jahren mit Pausenverhalten im Büro. Viele Menschen sagen, sie hätten einfach keine Zeit für Pausen. Dr. Vogt: Das höre ich oft, und es ist ein Missverständnis. Wer keine Pause macht, arbeitet nicht mehr, sondern langsamer. Die Konzentration sinkt nach etwa neunzig Minuten deutlich ab. Moderator: Also lieber viele kurze Pausen als eine lange Mittagspause? Dr. Vogt: Genau. Mehrere kurze Unterbrechungen von fünf bis zehn Minuten wirken oft besser als eine einzige lange Pause. Wichtig ist, dass die Pause wirklich vor der Erschöpfung liegt und nicht erst danach. Moderator: Und was machen die Menschen in diesen Minuten falsch? Dr. Vogt: Sehr viele bleiben sitzen und schauen aufs Handy. Der Bildschirm bleibt also im Spiel, und das Gehirn bekommt keine echte Entlastung. Besser ist es, aufzustehen, das Fenster zu öffnen oder kurz nach draußen zu gehen. Moderator: In manchen Betrieben isst man mittags am Schreibtisch weiter. Dr. Vogt: Davon rate ich ab. Wer beim Essen weiterarbeitet, erholt sich nicht, sondern nimmt nur Kalorien auf. Die Mittagspause sollte ein Ortswechsel sein, auch wenn es nur der Flur ist. Moderator: Was empfehlen Sie Teams? Dr. Vogt: Feste gemeinsame Pausenzeiten helfen, weil niemand dann das Gefühl hat, etwas zu verpassen. In meinen Untersuchungen hat das selten zu Konflikten geführt, eher zu mehr Rücksicht. Allerdings müssen die Zeiten zum Arbeitsablauf passen. Moderator: Und die Führungskräfte? Dr. Vogt: Sie sind entscheidend. Wenn die Leitung selbst nie Pause macht und abends noch Mails schreibt, werden die Beschäftigten das nachahmen. Vorbild wirkt stärker als jede Regel. Moderator: Viele Beschäftigte verschieben die Pause, weil sie Angst haben, ihre Aufgaben nicht zu schaffen. Dr. Vogt: Das beobachte ich häufig, und es ist ein Zeichen für schlechte Arbeitsplanung, nicht für besondere Einsatzbereitschaft. Wer die Pause streicht, holt die Arbeit am Abend nach. Moderator: Frau Doktor Vogt, vielen Dank für das Gespräch.

Gespräch über den neuen Schichtplan

Sie hören ein Gespräch zwischen zwei Kolleginnen und Kollegen. Sie hören den Text zweimal.
Transkript

Mira: Jonas, hast du den neuen Schichtplan gesehen? Ich soll nächste Woche vier Abende hintereinander machen. Jonas: Ja, ich habe auch gestaunt. Bei mir sind es drei Frühschichten und dann direkt eine Nacht. Mira: Das ist doch nicht erlaubt, oder? Zwischen zwei Schichten müssen doch elf Stunden liegen. Jonas: Es sind genau elf, das reicht formal. Aber sinnvoll ist es nicht. Ich habe die Leitung schon angeschrieben. Mira: Und? Hat sie geantwortet? Jonas: Sie sagt, wir sollen untereinander tauschen. Tauschen kann ich aber nur mit jemandem, der die gleiche Qualifikation hat. Mira: Dann lass uns gemeinsam zum Betriebsrat gehen. Der hat doch ein Mitspracherecht bei der Planung. Jonas: Gute Idee. aber erst nach Freitag, da ist die Sitzung. Bis dahin halte ich durch. Mira: Und wenn du krank wirst? Dann stehst du mit den Nachtschichten da. Jonas: Ich weiß. Deshalb will ich das schriftlich haben, dass die Planung nur vorläufig ist.

1 · 1. Die neue Gleitzeit gilt ab dem ersten Mai.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — In der Ansage heißt es ausdrücklich: „Ab dem ersten Mai gilt die neue Gleitzeit.“ Damit wird der Beginn der neuen Regelung klar genannt, sodass die Aussage richtig ist. Die später erwähnten Änderungen bei Zeiterfassung und Parkplatz betreffen andere Termine und haben mit der Gleitzeit nichts zu tun.

1 · 2. Die Kernzeit wurde von neun auf zehn Uhr verschoben.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

f — Die Kernzeit bleibt laut Ansage von neun bis fünfzehn Uhr bestehen; nur der Beginn des Arbeitstages ist flexibel.

1 · 3. Die Betriebsversammlung findet am Freitag statt.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — In der Ansage heißt es: „Die Betriebsversammlung findet nicht am Donnerstag, sondern am Freitag um vierzehn Uhr in der Kantine statt.“ Damit wird der Freitag ausdrücklich als neuer Termin genannt, und der Donnerstagstermin entfällt. Wer nur „Donnerstag“ hört, könnte fälschlich annehmen, der Termin bleibe unverändert.

1 · 4. Die Zeiterfassung in Halle zwei wird am Wochenende ausgetauscht.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — In der Ansage heißt es: „die Zeiterfassung am Eingang der Halle zwei am Wochenende ausgetauscht“. Damit wird der Austausch ausdrücklich für das Wochenende angekündigt, sodass die Aussage zutrifft. Der zusätzliche Hinweis auf den Ersatzzugang über die Werkstatt betrifft nur den Zugang, nicht den Zeitpunkt des Austauschs.

1 · 5. Der Parkplatz hinter der Halle bleibt während der Sanierung nutzbar.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

f — In der Ansage heißt es, der Parkplatz hinter der Halle werde ab Montag saniert und sei „dann gesperrt“. Deshalb ist die Aussage falsch, denn während der Sanierung können die Mitarbeitenden den Parkplatz nicht nutzen. Stattdessen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, auf den Besucherparkplatz auszuweichen.

2 · 1. Kurze Pausen wirken laut Frau Vogt oft besser als eine lange Pause.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — Sie sagt ausdrücklich, mehrere kurze Unterbrechungen von fünf bis zehn Minuten wirkten oft besser als eine einzige lange Pause.

2 · 2. Sie empfiehlt, erst dann eine Pause zu machen, wenn die Konzentration nachlässt.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

f — Frau Dr. Vogt betont, die Pause müsse „wirklich vor der Erschöpfung“ liegen und nicht erst danach. Wer erst pausiert, wenn die Konzentration schon nachlässt, hat den richtigen Zeitpunkt bereits verpasst. Die Aussage ist daher falsch, weil Pausen gerade nicht erst bei nachlassender Konzentration gemacht werden sollen.

2 · 3. Wer in der Pause am Bildschirm bleibt, erholt sich besser.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

f — Frau Dr. Vogt sagt ausdrücklich, dass das Gehirn „keine echte Entlastung“ bekommt, wenn man in der Pause am Bildschirm bleibt. Wer weiter aufs Handy oder den Monitor schaut, erholt sich also nicht besser, sondern belastet die Konzentration weiter. Eine echte Pause entsteht erst durch Bewegung, frische Luft oder einen Ortswechsel.

2 · 4. Ein kurzer Aufenthalt im Freien verstärkt laut Interview den Erholungseffekt.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — Dr. Vogt sagt, besser als am Bildschirm sitzen sei es, „aufzustehen, das Fenster zu öffnen oder kurz nach draußen zu gehen“. Ein kurzer Aufenthalt im Freien bringt also eine echte Entlastung für das Gehirn und fördert die Erholung. Falsch wäre es dagegen, in der Pause sitzen zu bleiben und aufs Handy zu schauen, weil der Bildschirm dann im Spiel bleibt.

2 · 5. Gemeinsame Pausenzeiten im Team werden als sinnvoll dargestellt.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — Dr. Vogt sagt, feste gemeinsame Pausenzeiten „helfen, weil niemand dann das Gefühl hat, etwas zu verpassen“, und betont, dass dies in ihren Untersuchungen „eher zu mehr Rücksicht“ geführt hat. Damit wird die gemeinsame Pause ausdrücklich als sinnvoll bewertet. Die Einschränkung, dass die Zeiten zum Arbeitsablauf passen müssen, hebt die positive Bewertung nicht auf.

2 · 6. Frau Vogt hält eine einzige längere Pause pro Tag für ausreichend.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

f — Frau Dr. Vogt sagt ausdrücklich: „Mehrere kurze Unterbrechungen von fünf bis zehn Minuten wirken oft besser als eine einzige lange Pause.“ Damit befürwortet sie mehrere kurze Pausen und nicht eine einzige längere Pause pro Tag. Die Aussage ist daher falsch; eine lange Mittagspause allein reicht ihrer Meinung nach nicht aus.

2 · 7. Viele Beschäftigte verschieben Pausen aus Sorge um ihre Aufgaben.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — Am Ende sagt der Moderator: „Viele Beschäftigte verschieben die Pause, weil sie Angst haben, ihre Aufgaben“ – die Aussage wird also direkt im Text angesprochen. Damit ist die Behauptung bestätigt, dass Beschäftigte Pausen aus Sorge um ihre Aufgaben aufschieben. Die Aussage ist nicht falsch, weil Dr. Vogt das Problem nicht bestreitet, sondern es indirekt erklärt.

2 · 8. Feste Pausenzeiten führen ihrer Erfahrung nach zu mehr Konflikten.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

f — Frau Dr. Vogt sagt ausdrücklich, feste gemeinsame Pausenzeiten hätten in ihren Untersuchungen „selten zu Konflikten geführt, eher zu mehr Rücksicht“. Die Aussage, feste Pausenzeiten führten zu mehr Konflikten, widerspricht damit direkt dem Text. Die Einschränkung, dass die Zeiten zum Arbeitsablauf passen müssen, betrifft nur die praktische Umsetzung, nicht ein erhöhtes Konfliktrisiko.

2 · 9. Sie rät davon ab, das Handy in der Pause zu benutzen.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — Dr. Vogt kritisiert, dass viele in der Pause „aufs Handy“ schauen, sodass der Bildschirm im Spiel bleibt und das Gehirn „keine echte Entlastung“ bekommt. Damit rät sie eindeutig von der Handynutzung in der Pause ab und empfiehlt stattdessen Bewegung oder einen Blick nach draußen. Die Aussage ist also richtig, nicht falsch.

2 · 10. Das Verhalten der Führungskräfte beeinflusst das Pausenverhalten der Beschäftigten.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — Dr. Vogt sagt: „Wenn die Leitung selbst nie Pause macht und abends noch Mails schreibt, werden die Beschäftigten das nachahmen.“ Damit wird deutlich, dass die Beschäftigten das Verhalten ihrer Führungskräfte übernehmen und sich deshalb auch beim Pausenverhalten daran orientieren. Die Aussage ist also richtig, weil das Vorbild der Leitung stärker wirkt als Regeln; es geht nicht um Konflikte oder um die Arbeitszeiten, sondern um das Nachahmen.

3 · 1. Mira soll nächste Woche vier Abende hintereinander arbeiten.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — Mira sagt gleich zu Beginn: „Ich soll nächste Woche vier Abende hintereinander machen.“ Damit bestätigt sie selbst, dass sie an vier Abenden nacheinander arbeiten soll, was die Aussage als richtig kennzeichnet. Eine Verwechslung mit Jonas ist ausgeschlossen, da er von drei Frühschichten und einer Nacht spricht.

3 · 2. Jonas hat drei Frühschichten und anschließend eine Nacht.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — Jonas sagt: „Bei mir sind es drei Frühschichten und dann direkt eine Nacht.“ Damit bestätigt er selbst die in der Aufgabe genannte Reihenfolge seiner Schichten. Die Aussage ist also richtig; die vier Abende betreffen Mira, nicht Jonas, und sind daher kein Widerspruch.

3 · 3. Zwischen zwei Schichten liegen weniger als elf Stunden.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

f — Jonas sagt: „Es sind genau elf, das reicht formal.“ Damit bestätigt er, dass zwischen den Schichten nicht weniger als elf Stunden liegen, sondern genau elf. Die Aussage ist also falsch, weil die Mindestpause eingehalten wird; das Problem ist nur, dass die Planung trotzdem als unsinnig und nicht sinnvoll kritisiert wird.

3 · 4. Die Leitung hat den beiden geraten, untereinander zu tauschen.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — Jonas sagt: „Sie sagt, wir sollen untereinander tauschen.“ Damit gibt er die Empfehlung der Leitung wörtlich wieder, sodass die Aussage zutrifft. Die Aussage ist nicht falsch, weil die Leitung nicht selbst umplant, sondern die Lösung an die Beschäftigten weitergibt.

3 · 5. Die beiden wollen den Betriebsrat einschalten.

  • r richtig
  • f falsch
Lösung

r — Mira sagt: „Dann lass uns gemeinsam zum Betriebsrat gehen“, und Jonas antwortet: „Gute Idee.“ Damit ist belegt, dass beide den Betriebsrat einschalten wollen, auch wenn Jonas den Termin erst nach Freitag ansetzen möchte. Die Aussage ist also richtig; die zeitliche Verschiebung ändert nichts an der gemeinsamen Absicht.

Schriftlicher Ausdruck · 30 Minuten

Aufgaben für den schriftlichen und mündlichen Ausdruck

Schriftlicher Ausdruck: halbformelle E-Mail an die Personalleitung der Brandt Werkstätten GmbH zur Reduzierung der Arbeitszeit. Mündlicher Ausdruck: Erfahrungsbericht über veränderte Arbeitszeiten, Diskussion über Homeoffice, gemeinsame Planung eines Teamtages.

1 · Sie arbeiten seit sechs Jahren in der Buchhaltung der Brandt Werkstätten GmbH und möchten Ihre Arbeitszeit reduzieren. Schreiben Sie eine halbformelle E-Mail an die Personalleitung, Frau Kessler. Gehen Sie auf drei Punkte ein: den Grund Ihrer Anfrage, das gewünschte Arbeitszeitmodell und die Frage nach einer Probezeit bzw. den nötigen Fristen. Schreiben Sie mindestens 150 Wörter.

Modellantwort im Lösungsteil.

Modellantwort

Mündlicher Ausdruck · 15 Minuten

Aufgaben für den schriftlichen und mündlichen Ausdruck

Schriftlicher Ausdruck: halbformelle E-Mail an die Personalleitung der Brandt Werkstätten GmbH zur Reduzierung der Arbeitszeit. Mündlicher Ausdruck: Erfahrungsbericht über veränderte Arbeitszeiten, Diskussion über Homeoffice, gemeinsame Planung eines Teamtages.

1 · Berichten Sie von einer Erfahrung mit veränderten Arbeitszeiten. Erzählen Sie, was sich für Sie verändert hat, wie Ihr Umfeld reagiert hat und was Sie daraus gelernt haben.

2 · Diskutieren Sie mit Ihrem Partner die These: „Homeoffice sollte für alle Beschäftigten möglich sein, deren Arbeit es zulässt.“ Bringen Sie Argumente, gehen Sie auf die Gegenposition ein und kommen Sie zu einem Ergebnis.

3 · Ihr Betrieb plant einen Teamtag zum Thema „Arbeitszeit und Erholung“. Planen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner den Ablauf: Ziel, Programm, Zeitrahmen und Aufgabenverteilung.

Denselben Satz mit Zeit und Auswertung

Punkte je Abschnitt, Begründung je Aufgabe, Urteil gegen die Bestehensgrenze.

Jetzt starten