telc Deutsch C1 Hochschule · C1

telc Deutsch C1 Hochschule: Modelltest mit Lösungen

Ein vollständiger Testsatz zum Lesen und Nacharbeiten: alle Teile, alle Aufgaben, jede Lösung mit Begründung. Interaktiv mit Zeit, Audio und Auswertung startest du denselben Satz über einen Klick.

  • Leseverstehen: 24 Aufgaben
  • Sprachbausteine: 22 Aufgaben
  • Hörverstehen: 28 Aufgaben
  • Schriftlicher Ausdruck: 1 Aufgaben
  • Mündlicher Ausdruck: 4 Aufgaben

Lösungen sind eingeklappt. Die Aufgaben stammen aus unserem eigenen Bestand (10 Testsätze insgesamt), nicht aus offiziellen Modellsätzen.

Leseverstehen · 90 Minuten

Pausen sind keine verlorene Zeit

Wer konzentriert arbeitet, hält das selten länger als neunzig Minuten durch. (1) ____ . Die Fähigkeit, sich auf eine einzige Aufgabe zu beschränken, schwankt vielmehr in einem Rhythmus, der sich weder durch Willenskraft noch durch Kaffee verschieben lässt. Wer diese Signale ignoriert und stattdessen mit Selbstdisziplin gegensteuert, produziert Fehler, die später mit großem Aufwand korrigiert werden müssen. In vielen Betrieben gilt die Pause inzwischen als Zugeständnis an die Belegschaft, nicht als Teil der Arbeitsorganisation. (2) ____ . Dabei wäre das Gegenteil richtig: Kurze Unterbrechungen, in denen niemand erreichbar sein muss, gehören zu den wirksamsten Mitteln gegen jene Erschöpfung, die sich über Wochen aufbaut. Entscheidend ist allerdings, wie die Pause verbracht wird. (3) ____ . Wer in der Kantine weiter über das laufende Projekt spricht, hat den Arbeitsplatz gewechselt, aber nicht den Modus. (4) ____ . Ein Spaziergang ohne Kopfhörer, ein Nickerchen von zwanzig Minuten oder ein Gespräch über etwas völlig anderes wirken messbar besser als ein Blick auf das Diensthandy. Für Führungskräfte folgt daraus eine unbequeme Konsequenz. (5) ____ . Wer Pausen nur duldet, aber nicht organisiert, überlässt die Erholung dem Zufall – und wundert sich, dass Teams nach der Mittagspause über Probleme klagen, die am Vormittag niemanden gestört haben. (6) ____ .

Weiterbildung – Angebote der Bildungsakademie Nord

a) Projektarbeit von A bis Z Abendkurs mit zwölf Terminen, dienstags 18:30 bis 20:00 Uhr. Inhalte: Planung, Steuerung und Abschluss von Projekten, Konfliktmanagement in Teilteams. Abschluss: Zertifikat der Handelskammer. b) Bildungsurlaub „Kommunikation im Beruf“ Fünf Tage Freistellung nach den Bildungsurlaubsgesetzen der Länder. Schwerpunkt: Gesprächsführung in Konflikten, Verhandeln mit Vorgesetzten. Die Freistellung muss vier Wochen vorher beantragt werden. c) Datenanalyse im Homeoffice Onlinekurs ohne feste Termine, Start jederzeit möglich, sechs Monate Zugang zu allen Materialien. Sie lernen, Tabellen auszuwerten und Ergebnisse grafisch aufzubereiten. Betreuung über ein Forum, Rückmeldung innerhalb von 48 Stunden. d) Soziale Arbeit (B. A.) – berufsbegleitend Studium über acht Semester mit Präsenzphasen am Wochenende. Zugang auch ohne Hochschulzugangsberechtigung, wenn eine abgeschlossene Ausbildung und mindestens drei Jahre Berufserfahrung nachgewiesen werden. e) Stimme und Präsenz Eintägiger Workshop für alle, die regelmäßig vor Gruppen sprechen. Atemtechnik, Artikulation, Umgang mit Lampenfieber. Maximal acht Teilnehmende, damit jeder zweimal üben kann. f) Fachsprache Pflege Zehn Abende, jeweils mittwochs, für Pflegekräfte mit Deutsch als Zweitsprache. Schwerpunkte: Übergaben, Pflegedokumentation und Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten. Ein Einstufungstest entscheidet über die Gruppenzuweisung.

Schichtarbeit: Wenn der Körper gegen den Dienstplan arbeitet

In Krankenhäusern, Logistikzentren und Bäckereien beginnt der Arbeitstag für viele Beschäftigte zu einer Zeit, in der andere gerade schlafen gehen. Dass solche Pläne nicht bloß unbequem sind, sondern biologische Systeme durcheinanderbringen, ist seit Jahrzehnten bekannt – geändert hat sich wenig. Der Grund dafür ist weniger Ignoranz als Ökonomie: Wer rund um die Uhr produziert, kann Maschinen besser auslasten und Aufträge schneller abwickeln. Die innere Uhr des Menschen ist nicht beliebig programmierbar. Sie richtet sich an Licht und Dunkelheit aus und steuert nicht nur den Schlaf, sondern auch Körpertemperatur, Verdauung und die Ausschüttung von Hormonen. Wer dauerhaft gegen diesen Rhythmus arbeitet, schläft kürzer und weniger erholsam, selbst wenn die Schlafdauer über die Woche gerechnet stimmt. Untersuchungen aus der Arbeitsmedizin deuten darauf hin, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei langjähriger Nachtarbeit erhöht ist; ein eindeutiger Beweis im Sinne einer Ursache-Wirkungs-Kette fehlt allerdings bis heute, weil sich Lebensstil und Arbeitsbelastung kaum voneinander trennen lassen. Bemerkenswert ist, dass nicht die Nachtarbeit allein als problematisch gilt, sondern der Wechsel. Wer wochenlang nachts arbeitet, stellt sich bis zu einem gewissen Grad um; wer dagegen im Wochenrhythmus zwischen Früh- und Spätdienst pendelt, kommt nie zur Ruhe. Entsprechend empfehlen Arbeitsmediziner längere Intervalle und eine Vorwärtsdrehung der Schichten – also früh, dann spät, dann nachts –, weil sich der Schlafrhythmus in dieser Richtung leichter verschiebt als rückwärts. In der Praxis scheitern solche Empfehlungen häufig an der Planung. Dienstpläne werden dort, wo Personal knapp ist, nach Verfügbarkeit und nicht nach Verträglichkeit geschrieben. Hinzu kommt, dass Beschäftigte selbst oft kurze Wechsel bevorzugen, weil sie so mehr freie Tage am Stück gewinnen; der kurzfristige Vorteil wiegt schwerer als die langfristige Belastung, zumal die Folgen erst nach Jahren sichtbar werden. Einzelne Betriebe haben damit begonnen, die Verantwortung anders zu verteilen: Wer einen Plan erstellt, muss begründen, warum er von den Empfehlungen der Arbeitsmedizin abweicht. Ob sich dieses Verfahren durchsetzt, ist offen; erste Auswertungen zeigen jedoch, dass die Zahl der Beschäftigten, die den Betrieb wegen der Arbeitszeiten verlassen, zurückgeht, sobald die Pläne verlässlich veröffentlicht werden.

Besprechungen sind die teuerste Form des Nichtstuns

Kaum ein Unternehmen würde eine Maschine stundenlang laufen lassen, ohne dass etwas produziert wird. Bei Meetings ist genau das die Regel. Man sitzt zusammen, hört Statusberichte, die auch in einer Datei stehen könnten, und verlässt den Raum mit dem Gefühl, informiert, aber nicht entschieden zu haben. Das Problem ist nicht die Besprechung an sich, sondern ihre Selbstverständlichkeit: Wer sie abschafft, muss begründen, warum; wer sie einberuft, muss nichts erklären. Eine Organisation, die ihre Zeit ernst nimmt, müsste es umgekehrt halten – und jede Zusammenkunft daran messen, welche Entscheidung am Ende protokolliert wird.

1 · Lücke (1): Welcher Satz aus dem Kasten passt?

  • a Das liegt nicht daran, dass die moderne Arbeitswelt besonders anstrengend geworden wäre.
  • b Entsprechend wird sie gekürzt, wenn Termine drängen, und fällt aus, wenn eine Besprechung länger dauert.
  • c Sie müssen Erholung genauso planen wie Besprechungen und dafür Räume, Zeiten und Vertretungen festlegen.
  • d Eine Unterbrechung, die mit beruflichen Inhalten gefüllt wird, verfehlt ihre Wirkung.
  • e Dass Pausen wirken, ist empirisch gut belegt; dass sie dennoch ausfallen, hat weniger mit Wissen als mit Routinen zu tun.
  • f Nötig ist vielmehr, dass die Aufmerksamkeit tatsächlich woandershin wandert.
  • g Solche Befunde werden in Betrieben gern als Argument für längere Arbeitszeiten angeführt.
  • h Für die Belegschaft bedeutet das vor allem zusätzlichen bürokratischen Aufwand.
Lösung

a — Der Satz schließt an die Beobachtung an und verneint eine naheliegende Erklärung; das folgende „vielmehr“ greift die Verneinung auf. Die Aussagen g und h behandeln Arbeitszeitpolitik bzw. Bürokratie und passen in keinen der Absätze.

1 · Lücke (2): Welcher Satz aus dem Kasten passt?

  • a Das liegt nicht daran, dass die moderne Arbeitswelt besonders anstrengend geworden wäre.
  • b Entsprechend wird sie gekürzt, wenn Termine drängen, und fällt aus, wenn eine Besprechung länger dauert.
  • c Sie müssen Erholung genauso planen wie Besprechungen und dafür Räume, Zeiten und Vertretungen festlegen.
  • d Eine Unterbrechung, die mit beruflichen Inhalten gefüllt wird, verfehlt ihre Wirkung.
  • e Dass Pausen wirken, ist empirisch gut belegt; dass sie dennoch ausfallen, hat weniger mit Wissen als mit Routinen zu tun.
  • f Nötig ist vielmehr, dass die Aufmerksamkeit tatsächlich woandershin wandert.
  • g Solche Befunde werden in Betrieben gern als Argument für längere Arbeitszeiten angeführt.
  • h Für die Belegschaft bedeutet das vor allem zusätzlichen bürokratischen Aufwand.
Lösung

b — Das Pronomen „sie“ bezieht sich auf die Pause; das folgende „Dabei wäre das Gegenteil richtig“ widerspricht der beschriebenen Kürzung. g und h führen das Thema an dieser Stelle nicht weiter.

1 · Lücke (3): Welcher Satz aus dem Kasten passt?

  • a Das liegt nicht daran, dass die moderne Arbeitswelt besonders anstrengend geworden wäre.
  • b Entsprechend wird sie gekürzt, wenn Termine drängen, und fällt aus, wenn eine Besprechung länger dauert.
  • c Sie müssen Erholung genauso planen wie Besprechungen und dafür Räume, Zeiten und Vertretungen festlegen.
  • d Eine Unterbrechung, die mit beruflichen Inhalten gefüllt wird, verfehlt ihre Wirkung.
  • e Dass Pausen wirken, ist empirisch gut belegt; dass sie dennoch ausfallen, hat weniger mit Wissen als mit Routinen zu tun.
  • f Nötig ist vielmehr, dass die Aufmerksamkeit tatsächlich woandershin wandert.
  • g Solche Befunde werden in Betrieben gern als Argument für längere Arbeitszeiten angeführt.
  • h Für die Belegschaft bedeutet das vor allem zusätzlichen bürokratischen Aufwand.
Lösung

d — Der Satz bewertet eine Pause mit beruflichen Inhalten und leitet zum Beispiel in der Kantine über. c und e sprechen von Planung bzw. Routinen und passen erst im letzten Absatz.

1 · Lücke (4): Welcher Satz aus dem Kasten passt?

  • a Das liegt nicht daran, dass die moderne Arbeitswelt besonders anstrengend geworden wäre.
  • b Entsprechend wird sie gekürzt, wenn Termine drängen, und fällt aus, wenn eine Besprechung länger dauert.
  • c Sie müssen Erholung genauso planen wie Besprechungen und dafür Räume, Zeiten und Vertretungen festlegen.
  • d Eine Unterbrechung, die mit beruflichen Inhalten gefüllt wird, verfehlt ihre Wirkung.
  • e Dass Pausen wirken, ist empirisch gut belegt; dass sie dennoch ausfallen, hat weniger mit Wissen als mit Routinen zu tun.
  • f Nötig ist vielmehr, dass die Aufmerksamkeit tatsächlich woandershin wandert.
  • g Solche Befunde werden in Betrieben gern als Argument für längere Arbeitszeiten angeführt.
  • h Für die Belegschaft bedeutet das vor allem zusätzlichen bürokratischen Aufwand.
Lösung

f — Nach der Kritik am falschen Modus nennt der Satz die eigentliche Bedingung; die folgenden Beispiele zeigen, wie Aufmerksamkeit woandershin gelenkt wird. e würde die Beispiele vorwegnehmen.

1 · Lücke (5): Welcher Satz aus dem Kasten passt?

  • a Das liegt nicht daran, dass die moderne Arbeitswelt besonders anstrengend geworden wäre.
  • b Entsprechend wird sie gekürzt, wenn Termine drängen, und fällt aus, wenn eine Besprechung länger dauert.
  • c Sie müssen Erholung genauso planen wie Besprechungen und dafür Räume, Zeiten und Vertretungen festlegen.
  • d Eine Unterbrechung, die mit beruflichen Inhalten gefüllt wird, verfehlt ihre Wirkung.
  • e Dass Pausen wirken, ist empirisch gut belegt; dass sie dennoch ausfallen, hat weniger mit Wissen als mit Routinen zu tun.
  • f Nötig ist vielmehr, dass die Aufmerksamkeit tatsächlich woandershin wandert.
  • g Solche Befunde werden in Betrieben gern als Argument für längere Arbeitszeiten angeführt.
  • h Für die Belegschaft bedeutet das vor allem zusätzlichen bürokratischen Aufwand.
Lösung

c — Der Satz nennt die konkrete Aufgabe der Führungskräfte und wird durch „Wer Pausen nur duldet, aber nicht organisiert“ aufgenommen. b beschreibt dagegen das Verhalten der Beschäftigten.

1 · Lücke (6): Welcher Satz aus dem Kasten passt?

  • a Das liegt nicht daran, dass die moderne Arbeitswelt besonders anstrengend geworden wäre.
  • b Entsprechend wird sie gekürzt, wenn Termine drängen, und fällt aus, wenn eine Besprechung länger dauert.
  • c Sie müssen Erholung genauso planen wie Besprechungen und dafür Räume, Zeiten und Vertretungen festlegen.
  • d Eine Unterbrechung, die mit beruflichen Inhalten gefüllt wird, verfehlt ihre Wirkung.
  • e Dass Pausen wirken, ist empirisch gut belegt; dass sie dennoch ausfallen, hat weniger mit Wissen als mit Routinen zu tun.
  • f Nötig ist vielmehr, dass die Aufmerksamkeit tatsächlich woandershin wandert.
  • g Solche Befunde werden in Betrieben gern als Argument für längere Arbeitszeiten angeführt.
  • h Für die Belegschaft bedeutet das vor allem zusätzlichen bürokratischen Aufwand.
Lösung

e — Der Schlusssatz fasst den Widerspruch zwischen Wissen und Praxis zusammen und beendet den Text. g und h bringen neue, unbelegte Behauptungen.

2 · 1. Frau Ostrowski arbeitet als Altenpflegerin und möchte ihre Deutschkenntnisse für Übergaben und Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten verbessern. Sie kann nur abends lernen.

  • a Projektarbeit von A bis Z – Abendkurs mit Zertifikat
  • b Bildungsurlaub „Kommunikation im Beruf“ – fünf Tage Freistellung
  • c Datenanalyse im Homeoffice – Onlinekurs in eigenem Tempo
  • d Soziale Arbeit (B. A.) – berufsbegleitendes Studium ohne Abitur
  • e Stimme und Präsenz – eintägiger Workshop für acht Personen
  • f Fachsprache Pflege – Abendkurs für Pflegekräfte
Lösung

f — Angebot f nennt genau diese Schwerpunkte und findet abends statt. Angebot e trainiert Sprechen vor Gruppen, nicht die Fachsprache im Pflegealltag.

2 · 2. Herr Behrend leitet ein Team in einem Ingenieurbüro und soll künftig Projekte eigenständig planen und steuern. Er sucht eine Qualifizierung mit Abschluss, die nach der Arbeit stattfindet.

  • a Projektarbeit von A bis Z – Abendkurs mit Zertifikat
  • b Bildungsurlaub „Kommunikation im Beruf“ – fünf Tage Freistellung
  • c Datenanalyse im Homeoffice – Onlinekurs in eigenem Tempo
  • d Soziale Arbeit (B. A.) – berufsbegleitendes Studium ohne Abitur
  • e Stimme und Präsenz – eintägiger Workshop für acht Personen
  • f Fachsprache Pflege – Abendkurs für Pflegekräfte
Lösung

a — a verbindet Abendtermine mit Projektplanung und einem Zertifikat. d wäre ein Studium über acht Semester und damit deutlich umfangreicher.

2 · 3. Frau Lindner möchte fünf Tage freigestellt werden, um ihre Gesprächsführung in Konflikten zu verbessern; ihr Arbeitgeber unterstützt das.

  • a Projektarbeit von A bis Z – Abendkurs mit Zertifikat
  • b Bildungsurlaub „Kommunikation im Beruf“ – fünf Tage Freistellung
  • c Datenanalyse im Homeoffice – Onlinekurs in eigenem Tempo
  • d Soziale Arbeit (B. A.) – berufsbegleitendes Studium ohne Abitur
  • e Stimme und Präsenz – eintägiger Workshop für acht Personen
  • f Fachsprache Pflege – Abendkurs für Pflegekräfte
Lösung

b — Nur b bietet eine Freistellung über fünf Tage mit dem Schwerpunkt Konfliktgespräche. e dauert einen Tag und ist nicht als Freistellung angelegt.

2 · 4. Herr Cakir hat eine kaufmännische Ausbildung und möchte Sozialarbeit studieren, ohne seinen Beruf aufzugeben. Einen Schulabschluss für ein Studium hat er nicht.

  • a Projektarbeit von A bis Z – Abendkurs mit Zertifikat
  • b Bildungsurlaub „Kommunikation im Beruf“ – fünf Tage Freistellung
  • c Datenanalyse im Homeoffice – Onlinekurs in eigenem Tempo
  • d Soziale Arbeit (B. A.) – berufsbegleitendes Studium ohne Abitur
  • e Stimme und Präsenz – eintägiger Workshop für acht Personen
  • f Fachsprache Pflege – Abendkurs für Pflegekräfte
Lösung

d — d nennt den Zugang ohne Hochschulzugangsberechtigung bei abgeschlossener Ausbildung und Berufserfahrung sowie Wochenendpräsenzen. a ist ein Kurs, kein Studium.

2 · 5. Frau Weiß arbeitet im Controlling, hat ein kleines Kind und kann nur unregelmäßig lernen. Sie möchte Auswertungen künftig selbst erstellen.

  • a Projektarbeit von A bis Z – Abendkurs mit Zertifikat
  • b Bildungsurlaub „Kommunikation im Beruf“ – fünf Tage Freistellung
  • c Datenanalyse im Homeoffice – Onlinekurs in eigenem Tempo
  • d Soziale Arbeit (B. A.) – berufsbegleitendes Studium ohne Abitur
  • e Stimme und Präsenz – eintägiger Workshop für acht Personen
  • f Fachsprache Pflege – Abendkurs für Pflegekräfte
Lösung

c — c erlaubt den Start zu jedem Zeitpunkt und das Lernen im eigenen Tempo, was zu unregelmäßigen Zeiten passt. a bindet dagegen an feste Dienstagstermine.

2 · 6. Herr Neumann muss nächsten Monat erstmals eine Abteilungsbesprechung moderieren und fürchtet, zu leise und unsicher zu wirken. Er sucht eine kurze, intensive Vorbereitung.

  • a Projektarbeit von A bis Z – Abendkurs mit Zertifikat
  • b Bildungsurlaub „Kommunikation im Beruf“ – fünf Tage Freistellung
  • c Datenanalyse im Homeoffice – Onlinekurs in eigenem Tempo
  • d Soziale Arbeit (B. A.) – berufsbegleitendes Studium ohne Abitur
  • e Stimme und Präsenz – eintägiger Workshop für acht Personen
  • f Fachsprache Pflege – Abendkurs für Pflegekräfte
Lösung

e — e ist ein eintägiger Workshop zu Stimme, Präsenz und Lampenfieber mit kleinen Gruppen. b zielt auf Verhandlungen und setzt eine Freistellung voraus.

3 · 1. Nachtarbeit ist in vielen Branchen verbreitet, weil sie wirtschaftliche Vorteile bietet.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

richtig — Der Text nennt die bessere Auslastung von Maschinen und die schnellere Abwicklung von Aufträgen als Grund dafür, dass sich wenig geändert hat.

3 · 2. Die innere Uhr lässt sich durch Willenskraft dauerhaft umstellen.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

falsch — Im Text heißt es, die innere Uhr sei nicht beliebig programmierbar und lasse sich weder durch Willenskraft noch durch Kaffee verschieben.

3 · 3. Ein eindeutiger Nachweis, dass Nachtarbeit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht, steht noch aus.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

richtig — Der Text spricht von Hinweisen auf ein erhöhtes Risiko und davon, dass ein eindeutiger Beweis im Sinne einer Ursache-Wirkungs-Kette bis heute fehlt.

3 · 4. Als besonders belastend gilt der ständige Wechsel zwischen den Schichten.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

richtig — Der Text betont, nicht die Nachtarbeit allein sei problematisch, sondern der Wechsel; wer pendle, komme nie zur Ruhe.

3 · 5. Arbeitsmediziner empfehlen, mit dem Nachtdienst zu beginnen und danach in den Frühdienst zu wechseln.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

falsch — Im Text heißt es, empfehlenswert sei „eine Vorwärtsdrehung der Schichten – also früh, dann spät, dann nachts“. Die Aussage behauptet dagegen die umgekehrte Reihenfolge, nämlich zuerst Nacht- und danach Frühdienst, und widerspricht damit der Empfehlung direkt. Die im Text genannte Begründung – der Schlafrhythmus lasse sich in dieser Richtung leichter verschieben – gilt gerade für die Vorwärts-, nicht für die Rückwärtsdrehung.

3 · 6. Beschäftigte bevorzugen oft kurze Schichtwechsel, weil sie dadurch mehr freie Tage am Stück haben.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

richtig — Der Text nennt genau diesen kurzfristigen Vorteil als Grund dafür, dass Beschäftigte kurze Wechsel oft selbst bevorzugen.

3 · 7. In vielen Betrieben richtet sich die Dienstplanung nach dem verfügbaren Personal.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

richtig — Der Text stellt fest, Dienstpläne würden bei knappem Personal nach Verfügbarkeit und nicht nach Verträglichkeit geschrieben.

3 · 8. Der Anteil der Beschäftigten in Nachtarbeit ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

nicht_im_text — Der Text spricht zwar von vielen Beschäftigten, deren Arbeitstag früh beginnt, und erwähnt, dass sich wenig geändert habe, nennt aber nirgends eine Entwicklung über zehn Jahre oder einen gestiegenen Anteil. Da keine Zahlen oder Zeitvergleiche zur Verbreitung von Nachtarbeit genannt werden, lässt sich die Aussage weder bestätigen noch widerlegen. Die Aussage „geändert hat sich wenig“ bezieht sich zudem auf den Umgang mit dem Problem, nicht auf die Zahl der Betroffenen.

3 · 9. Betriebe nennen die Kosten neuer Dienstpläne als Haupthindernis.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

nicht_im_text — Kosten werden im Text nicht als Hindernis genannt; als Problem erscheinen Personalknappheit und die Präferenzen der Beschäftigten.

3 · 10. Manche Betriebe verlangen eine Begründung, wenn von arbeitsmedizinischen Empfehlungen abgewichen wird.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

richtig — Der Text endet mit „Hinzu kommt, dass“ – die entscheidende Aussage zu Begründungspflichten wird also gar nicht mehr ausgeführt. Damit findet sich im vorliegenden Text keine Stelle, die belegt, dass Betriebe eine Begründung verlangen müssen, wenn sie von arbeitsmedizinischen Empfehlungen abweichen. Die Aussage ist daher nicht zu bestätigen, aber auch nicht zu widerlegen, weshalb „richtig“ und „falsch“ beide nicht tragfähig sind.

3 · 11. Verlässlich veröffentlichte Pläne senken die Zahl der Beschäftigten, die den Betrieb verlassen.

  • richtig richtig
  • falsch falsch
  • nicht_im_text nicht im Text
Lösung

richtig — Der Text berichtet von ersten Auswertungen, nach denen diese Zahl zurückgeht, sobald die Pläne verlässlich veröffentlicht werden.

4 · Welche Aussage gibt die Hauptaussage des Kommentars wieder?

  • a Besprechungen sind überflüssig, weil sich alle Informationen schriftlich verteilen lassen.
  • b Entscheidend ist nicht die Zahl der Besprechungen, sondern dass sie an ihrem Ergebnis gemessen werden.
  • c Unternehmen sollten kürzere Protokolle schreiben, damit mehr Zeit für Statusberichte bleibt.
Lösung

b — Der Autor vergleicht Meetings mit einer Maschine, die ohne Ergebnis läuft, und fordert, jede Zusammenkunft an der protokollierten Entscheidung zu messen. Damit verschiebt er den Maßstab von der Form auf das Ergebnis, nicht auf die Abschaffung von Besprechungen.

Sprachbausteine · 0 Minuten

Betriebliches Gesundheitsmanagement – mehr als ein Fitnessraum

Wer betriebliches Gesundheitsmanagement mit dem Zuschuss zu einem Fitnessstudio (1) ____, greift zu kurz. Zwar lässt sich damit durchaus (2) ____, dass sich Beschäftigte mehr bewegen, doch die eigentlichen Belastungen entstehen meist an (3) ____ Stelle: in der Art, wie Arbeit geplant, verteilt und kontrolliert wird. In vielen Unternehmen wird Gesundheitsförderung daher noch immer als freiwillige Zusatzleistung (4) ____, die man in Krisenzeiten zuerst (5) ____. Dabei (6) ____ sich eine betriebliche Gesundheitsförderung langfristig doppelt: Sie senkt nicht nur die Fehlzeiten, sondern (7) ____ die Fluktuation. Wer etwas verändern will, muss (8) ____ die Beschäftigten hören. In Gesundheitszirkeln arbeiten Beschäftigte unterschiedlicher Abteilungen (9) ____ Anleitung einer Moderatorin daran, Belastungen zu benennen und Lösungen (10) ____. Entscheidend ist, dass die Leitung (11) ____ zusagt, die Vorschläge zu prüfen, und (12) ____ von drei Monaten Rückmeldung gibt. (13) ____ zunächst nach einem zusätzlichen Termin klingt, erweist sich in der Praxis als wirksames Instrument: (14) ____ die Betroffenen selbst an der Analyse beteiligt sind, werden Maßnahmen (15) ____ akzeptiert als verordnete Programme. Allerdings (16) ____ man die Erwartungen nicht zu hoch hängen: Ein Gesundheitszirkel ersetzt (17) ____ verlässliche Personalplanung, und er (18) ____ die Führung nicht von der Pflicht, Überstunden abzubauen. Wer beides (19) ____, hat mehr gewonnen als mit jedem Fitnessraum. (20) ____ bleibt die Frage, wer die Zeit für solche Verfahren bezahlt. (21) ____ Betriebe die Kosten scheuen, verzichten sie auf eine Maßnahme, die sich (22) ____ rechnet.

1 · (1) ____

  • a gleichsetzt
  • b verwechselt
  • c vertauscht
  • d abgleicht
Lösung

a — etwas mit etwas gleichsetzen ist die feste Wendung; verwechseln und vertauschen verlangen „mit“ in anderer Bedeutung, abgleichen passt semantisch nicht.

1 · (2) ____

  • a erzielen
  • b erreichen
  • c erwirken
  • d erledigen
Lösung

b — Mit „lässt sich damit durchaus (2) ____, dass sich Beschäftigte mehr bewegen“ wird ein erreichbarer Effekt als Folge des Zuschusses formuliert. „Erreichen“ ist hier die passende Kollokation, weil es sich auf ein Ziel bezieht, das man durch eine Maßnahme herbeiführt, und den Nebensatz mit „dass“ korrekt anschließt. „Erzielen“ wäre zwar ebenfalls möglich, wird aber stärker mit Ergebnissen wie Erfolgen oder Gewinnen verbunden und passt hier weniger gut.

1 · (3) ____

  • a falsche
  • b falschem
  • c falscher
  • d falschen
Lösung

c — Die Wendung „an (3) ____ Stelle“ steht ohne Artikel und ohne Präpositionaladverb; „Stelle“ wird hier in einer festen Fügung im Dativ gebraucht. In dieser artikellosen Dativkonstruktion übernimmt das Adjektiv die starke Endung, und zwar im Femininum die Endung -er, sodass an falscher Stelle korrekt ist. Die Formen mit -e, -em oder -en setzen dagegen einen Artikel oder eine andere Kasusform voraus und passen nicht zur festen Wendung.

1 · (4) ____

  • a betrachten
  • b betrachtend
  • c betrachtete
  • d betrachtet
Lösung

d — Das Passiv wird ... betrachtet verlangt das Partizip II; die anderen Formen passen nicht zur Passivkonstruktion.

1 · (5) ____

  • a streicht
  • b streichen
  • c gestrichen
  • d strich
Lösung

a — Der Relativsatz „die man in Krisenzeiten zuerst …“ bezieht sich auf das indefinite Pronomen „man“, das als Subjekt im Singular steht und hier die allgemeine Handlungsinstanz bezeichnet. Deshalb muss das finite Verb in der dritten Person Singular stehen: „streicht“; das Objekt „die“ (die Zusatzleistung) bleibt davon unberührt. „Streichen“ (b) wäre nur bei einem Plural- oder Infinitivkontext korrekt, „gestrichen“ (c) ist Partizip und „strich“ (d) Präteritum, das hier wegen des präsentischen Kontexts nicht passt.

1 · (6) ____

  • a kalkuliert
  • b rechnet
  • c berechnet
  • d zählt
Lösung

b — Die Stelle „(6) ____ sich eine betriebliche Gesundheitsförderung langfristig doppelt“ verlangt ein reflexives Verb, das mit „sich“ eine feste Einheit bildet. Sich rechnen bedeutet hier sich (finanziell) lohnen und passt daher genau. „Berechnen“ und „kalkulieren“ sind dagegen transitiv und stehen ohne „sich“; „zählt“ ergibt mit sich … doppelt keinen Sinn.

1 · (7) ____

  • a ebenso
  • b sogar
  • c auch
  • d ebenfalls
Lösung

c — Die Konstruktion nicht nur …, sondern (7) ____ verlangt die feste Paarformel nicht nur …, sondern auch. Nur „auch“ vervollständigt diese zweiteilige Konjunktion korrekt und markiert die Steigerung gegenüber dem ersten Glied. „Ebenso“, „sogar“ und „ebenfalls“ können die feste Fügung nicht ergänzen, auch wenn sie inhaltlich eine Hinzufügung ausdrücken.

1 · (8) ____

  • a an
  • b bei
  • c zu
  • d auf
Lösung

d — auf jemanden hören ist die feste Verbindung im Sinne von beachten; „zuhören“ wäre ohne Präposition möglich, verlangt aber einen anderen Satzbau.

1 · (9) ____

  • a unter
  • b mit
  • c durch
  • d in
Lösung

a — Die Wendung lautet Beschäftigte … arbeiten … Anleitung einer Moderatorin daran, Belastungen zu benennen; hier wird eine Tätigkeit beschrieben, die nach den Vorgaben einer leitenden Person abläuft. Unter Anleitung ist die feste Präpositionalfügung, die genau dieses Handeln nach Vorgabe ausdrückt. Mit Anleitung wäre unidiomatisch, und „durch“ oder „in“ passen semantisch nicht, weil sie kein Verhältnis der Angeleitetheit ausdrücken.

1 · (10) ____

  • a vorgeschlagen
  • b vorzuschlagen
  • c vorschlagen
  • d vorzuschlagend
Lösung

b — Die Konstruktion „daran, Belastungen zu benennen und Lösungen ____“ verlangt einen zu-Infinitiv, der parallel zum bereits genannten „zu benennen“ steht. Das trennbare Verb „vorschlagen“ bildet diesen Infinitiv korrekt als vorzuschlagen, wobei das Präfix „vor-“ vor das „zu“ tritt. Die Form „vorschlagen“ (c) wäre ein bloßer Infinitiv ohne „zu“ und passt nicht zur Rektion von „daran“; vorgeschlagen (a) ist Partizip und vorzuschlagend (d) eine unnötige Partizipialform.

1 · (11) ____

  • a verbunden
  • b verbindenden
  • c verbindlich
  • d verbindliche
Lösung

c — Die entscheidende Stelle lautet dass die Leitung ____ zusagt, die Vorschläge zu prüfen; hier wird das Verb „zusagen“ durch ein Adverb näher bestimmt. „Verbindlich“ ist ein Adverb und bedeutet, dass die Leitung eine verlässliche, verpflichtende Zusage macht, was syntaktisch und inhaltlich passt. Die Formen „verbunden“ und verbindenden sind Partizipien bzw. flektierte Adjektive und können das Verb „zusagt“ nicht in dieser Weise modifizieren; verbindliche wäre zudem ein Adjektiv mit Endung, das hier keinen Bezug hätte.

1 · (12) ____

  • a binnen
  • b während
  • c in
  • d innerhalb
Lösung

d — innerhalb von drei Monaten ist korrekt; „binnen“ steht ohne „von“, während die anderen Präpositionen die Frist nicht bezeichnen.

1 · (13) ____

  • a Was
  • b Wie
  • c Das
  • d Es
Lösung

a — Am Satzanfang steht „(13) ____ zunächst nach einem zusätzlichen Termin klingt“ – es fehlt ein Bezugswort, auf das sich der Relativsatz stützen könnte. „Was“ eröffnet hier einen freien Relativsatz, der als Subjekt des Hauptsatzes fungiert (Was … klingt, erweist sich …). „Das“ oder „Es“ wären dagegen Pronomen und bräuchten einen bereits genannten Bezug, der an dieser Stelle nicht vorhanden ist.

1 · (14) ____

  • a Denn
  • b Weil
  • c Obwohl
  • d Trotzdem
Lösung

b — Der Satz „(14) ____ die Betroffenen selbst an der Analyse beteiligt sind, werden Maßnahmen (15) ____ akzeptiert als verordnete Programme“ verbindet einen Nebensatz mit einem Hauptsatz, wobei der Nebensatz den Grund für die höhere Akzeptanz nennt. „Weil“ leitet genau diesen kausalen Nebensatz ein und verlangt die Verbstellung am Satzende („beteiligt sind“), was hier korrekt vorliegt. „Denn“ scheidet aus, weil es einen Hauptsatz mit normaler Wortstellung einleiten würde, und „Obwohl“ bzw. „Trotzdem“ würden einen Gegensatz statt einer Begründung signalisieren.

1 · (15) ____

  • a öfter
  • b viel
  • c eher
  • d lieber
Lösung

c — Die Stelle „werden Maßnahmen (15) ____ akzeptiert als verordnete Programme“ verlangt einen komparativen Anschluss mit „als“. Eher akzeptiert als ist die feste Vergleichsformel und drückt aus, dass die eine Variante gegenüber der anderen bevorzugt angenommen wird. „Lieber“ wäre zwar ebenfalls steigernd, bezieht sich aber stärker auf eine subjektive Vorliebe und passt im Sachkontext der Akzeptanz von Maßnahmen weniger präzise.

1 · (16) ____

  • a soll
  • b muss
  • c will
  • d darf
Lösung

d — man darf die Erwartungen nicht zu hoch hängen formuliert die Warnung; die anderen Modalverben würden eine Pflicht oder einen Willen behaupten.

1 · (17) ____

  • a keine
  • b nicht
  • c nichts
  • d kein
Lösung

a — Die Lücke steht vor „verlässliche Personalplanung“, einer femininen Singularform im Akkusativ. Der Negationsartikel muss daher dekliniert werden und lautet „keine“; „nicht“ und „nichts“ sind keine Artikel und können ein Nomen nicht direkt negieren, „kein“ passt nicht zum femininen Genus.

1 · (18) ____

  • a erinnert
  • b entbindet
  • c bindet
  • d verpflichtet
Lösung

b — Die Textstelle „er (18) ____ die Führung nicht von der Pflicht“ verlangt eine Ergänzung, die ausdrückt, dass die Führung von dieser Pflicht befreit wird. „Entbindet“ ist hier die korrekte Wahl, da die feste Fügung jemanden von einer Pflicht entbinden genau diese Bedeutung von Befreiung trägt. Verpflichtet wäre das Gegenteil und „bindet“ ließe die Präposition „von“ unpassend erscheinen.

1 · (19) ____

  • a zusammengebracht
  • b zusammenbrachte
  • c zusammenbringt
  • d zusammenbringen
Lösung

c — Der Relativsatz Wer beides ____ bezieht sich auf eine allgemeine, wiederkehrende Handlung und steht daher im generellen Präsens. Das Verb muss folglich im Singular Präsens stehen und den Bezug auf „beides“ als Objekt des Verbs zusammenbringen (im Sinne von miteinander verbinden) tragen, also zusammenbringt. Die Vergangenheitsform zusammenbrachte scheidet aus, weil kein konkreter vergangener Sachverhalt genannt ist, und der Infinitiv zusammenbringen passt nicht, da das finite Verb im Relativsatz fehlt.

1 · (20) ____

  • a Deshalb
  • b Zudem
  • c Vielmehr
  • d Dennoch
Lösung

d — Der vorangehende Satz zieht ein optimistisches Fazit („hat mehr gewonnen als mit jedem Fitnessraum“), worauf mit „(20) ____ bleibt die Frage“ ein einschränkender Einwand folgt. „Dennoch“ ist hier die einzige Konnektor, die diesen unerwarteten Gegensatz zum positiven Resümee korrekt markiert: Trotz des Gewinns bleibt die Finanzierungsfrage offen. „Deshalb“ würde eine Folgerung suggerieren, „zudem“ eine bloße Ergänzung und „vielmehr“ eine Korrektur der vorigen Aussage, was jeweils nicht passt.

1 · (21) ____

  • a Weil
  • b Obwohl
  • c Damit
  • d Indem
Lösung

a — Der Satz „Betriebe die Kosten scheuen, verzichten sie auf eine Maßnahme“ verlangt eine Konjunktion, die den Grund für den Verzicht angibt. „Weil“ leitet genau diesen kausalen Nebensatz ein: Die Kostenscheu ist die Ursache, der Verzicht die Folge. „Obwohl“ würde einen Gegensatz behaupten, „damit“ eine Absicht und „indem“ eine Methode – keines passt zur logischen Beziehung von Ursache und Wirkung.

1 · (22) ____

  • a anhaltend
  • b langfristig
  • c langwierig
  • d längst
Lösung

b — sich langfristig rechnen bezeichnet den Nutzen über einen längeren Zeitraum; langwierig meint umständlich, längst ist temporal.

Hörverstehen · 40 Minuten

Acht Ansagen einer Fachtagung „Gesundheit und Arbeit“

Sie hören acht kurze Ansagen, die während einer Fachtagung durchgesagt werden. Sie hören jede Ansage einmal. Zu jeder Aufgabe gibt es eine Aussage; entscheiden Sie, zu welcher Ansage sie passt.
Transkript

Ansage 1: Der Workshop „Gesund führen“ kann heute nicht stattfinden, weil die Referentin erkrankt ist. Ansage 1: Der Termin wird auf Donnerstag, 14 Uhr, verschoben. Ihre Anmeldung bleibt gültig, Sie müssen sich nicht erneut anmelden. Ansage 2: Der Vortrag über Schichtarbeit beginnt wie geplant um 11 Uhr, allerdings nicht im Hörsaal 3. Ansage 2: Wir weichen ins Foyer des Nebengebäudes aus, weil im Hörsaal noch eine Prüfung läuft. Ansage 3: Das Mittagessen wird heute nicht in der Mensa serviert, sondern im Innenhof hinter dem Verwaltungsgebäude. Ansage 3: Bei Regen gehen Sie bitte ins Erdgeschoss, dort sind Tische reserviert. Ansage 4: Die Führung durch die Ausstellung startet bereits um 15:30 Uhr und damit eine halbe Stunde früher als im Programm angekündigt. Ansage 4: Treffpunkt bleibt der Eingang gegenüber der Garderobe. Ansage 5: Bevor Sie den Saal verlassen, geben Sie bitte Ihren Fragebogen am Ausgang ab. Ansage 5: Das dauert keine Minute, und wir können die Ergebnisse noch heute auswerten. Ansage 6: Die Parkplätze direkt am Haus sind heute vollständig belegt. Ansage 6: Nutzen Sie bitte das Parkhaus gegenüber; die Kosten werden am Empfang erstattet, wenn Sie die Quittung vorlegen. Ansage 7: Während der Veranstaltung werden Fotos gemacht, die wir später auf unserer Website zeigen. Ansage 7: Wer nicht abgebildet werden möchte, sagt bitte kurz am Infostand Bescheid; wir achten darauf. Ansage 8: Die Teilnahmebescheinigungen können wir heute leider nicht austeilen. Ansage 8: Sie werden in den nächsten zwei Wochen per Post verschickt, die Adressen haben wir aus der Anmeldung.

Interview: Erreichbarkeit nach Feierabend

Sie hören ein Interview mit der Arbeitspsychologin Dr. Ines Kern. Sie hören den Text zweimal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Transkript

Moderatorin: Frau Dr. Kern, Sie haben untersucht, wie Beschäftigte mit beruflichen Nachrichten nach Feierabend umgehen. Was war das Ergebnis, das Sie selbst am meisten überrascht hat? Dr. Kern: Ehrlich gesagt war es nicht die Menge der Nachrichten. Ich hatte erwartet, dass die Belastung vor allem dort steigt, wo viel geschrieben wird. Überrascht hat mich, dass Betriebe mit klaren Regeln nicht weniger arbeiten. Die Arbeitsmenge bleibt gleich, aber der Druck verschwindet, weil niemand mehr raten muss, ob eine Antwort heute noch erwartet wird. Moderatorin: Sie haben für die Studie über tausend Menschen befragt. Wie haben Sie das erhoben? Dr. Kern: Wir haben 1.240 Beschäftigte aus drei Branchen über zwölf Monate begleitet, mit Tagebucheinträgen und zwei Befragungen. Entscheidend war, dass wir nicht nur gefragt haben, wie oft jemand erreichbar ist, sondern auch, ob er das Gefühl hat, erreichbar sein zu müssen. Das sind zwei verschiedene Dinge. Moderatorin: Und wie groß ist der Unterschied? Dr. Kern: Deutlich. 63 Prozent lesen am Wochenende berufliche Nachrichten. Aber nur 41 Prozent sagen, dass von ihnen eine Reaktion erwartet wird. Die anderen schauen aus Gewohnheit oder aus Sorge, etwas zu verpassen. Diese Gruppe könnte man mit klaren Absprachen am leichtesten entlasten. Moderatorin: Sie sind gegen ein gesetzliches Verbot der Erreichbarkeit. Warum? Dr. Kern: Weil ein Verbot dort am wenigsten wirkt, wo es am nötigsten wäre. Es ist kaum zu kontrollieren, und in kleinen Betrieben mit internationalen Kunden führt es eher zu Ausweichlösungen als zu Entlastung. Außerdem brauchen wir keine Verbote, sondern Verabredungen, die zum jeweiligen Geschäft passen. Moderatorin: Die Gegenseite sagt: Ohne Verbot ändert sich nichts, weil der Kunde immer stärker ist als die Regel. Dr. Kern: Das Argument höre ich oft, und es ist nicht falsch. Aber es beschreibt ein Organisationsproblem, kein Naturgesetz. Betriebe, die Erreichbarkeitsfenster eingeführt haben, haben auch Vertretungen geregelt. Wenn jemand nicht da ist, weiß der Kunde, an wen er sich wenden kann. Das ist der eigentliche Punkt: nicht die ständige Erreichbarkeit schützt das Geschäft, sondern die Verlässlichkeit. Moderatorin: Was empfehlen Sie konkret? Dr. Kern: Drei Dinge. Erstens feste Fenster, in denen Antworten erwartet werden, und außerhalb dieser Fenster keine. Zweitens eine benannte Vertretung für jede Funktion. Drittens eine Testphase von drei Monaten, in der man die Erfahrungen auswertet, statt sofort eine Betriebsvereinbarung zu unterschreiben, die dann niemand lebt. Moderatorin: Und die Führungskräfte? Dr. Kern: Die sind entscheidend. In unseren Interviews hat sich gezeigt: Sobald eine Führungskraft sonntags eine Nachricht schickt, glaubt niemand mehr an die Regel. Umgekehrt reicht es nicht, dass die Leitung ein Papier unterschreibt. Sie muss sichtbar selbst aufhören. Moderatorin: Was passiert in Betrieben ohne Regeln? Dr. Kern: Dort entstehen inoffizielle Praktiken. Manche lesen Nachrichten erst montags, andere antworten sofort und ärgern sich. Beides funktioniert eine Weile, führt aber zu Konflikten, sobald jemand die Erwartungen anders auslegt. Ohne Aushandlung entscheidet am Ende die lauteste Person, und das ist selten die mit den besten Argumenten. Moderatorin: Frau Dr. Kern, vielen Dank für das Gespräch.

Vortrag: Was Zahlen über Arbeitszeit verraten

Sie hören einen Vortrag aus einer Ringvorlesung. Sie hören den Text einmal. Ergänzen Sie die Stichworte mit den Informationen aus dem Vortrag.
Transkript

Prof. Reimer: Meine Damen und Herren, ich möchte Ihnen heute einige Zahlen vorstellen, die in der Debatte über Arbeitszeit selten zitiert werden. Wir haben in den vergangenen Jahren 2.800 Beschäftigte in 14 Betrieben begleitet, und zwar über einen Zeitraum von 18 Monaten. Das ist ungewöhnlich lang, und genau darin liegt der Wert der Untersuchung. Prof. Reimer: Beginnen wir mit dem Ausgangsbefund. Die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit lag im Durchschnitt bei 38,4 Stunden. Tatsächlich gearbeitet wurden 42,1 Stunden. Die Differenz entsteht nicht durch spektakuläre Überstunden, sondern durch viele kleine Verlängerungen, die niemand aufschreibt. Prof. Reimer: Hinzu kommt die Kommunikation. Für berufliche Nachrichten außerhalb der Arbeitszeit verwenden die Befragten im Schnitt 5,6 Stunden pro Woche. Das ist mehr als ein halber Arbeitstag, der in keiner Statistik als Arbeitszeit erscheint. Prof. Reimer: Wie schnell wird geantwortet? 71 Prozent der Befragten gaben an, innerhalb von zwei Stunden zu reagieren, auch abends. Das ist keine Anordnung, sondern eine Erwartung, die sich eingeschlichen hat. Schriftliche Regeln fanden wir nur in 19 Prozent der Betriebe. Prof. Reimer: Nun zum interessanten Teil. In sechs Betrieben wurden feste Erreichbarkeitsfenster eingeführt, außerhalb derer keine Antwort erwartet wurde. Nach zwölf Monaten waren die Fehlzeiten um 9 Prozent gesunken. Die Zahl der Überstunden blieb unverändert – das sollte man deutlich sagen, denn es widerlegt die Vermutung, solche Regeln seien eine verkappte Arbeitszeitverkürzung. Prof. Reimer: Die Zufriedenheit stieg im gleichen Zeitraum von 62 auf 74 Punkte auf einer Skala von null bis hundert. Ein Drittel der Betriebe brach den Versuch allerdings ab, meist wegen Personalmangels, nicht wegen der Regel selbst. Prof. Reimer: Was empfehle ich? Erstens eine Kernzeit, in der alle erreichbar sind – in unseren Betrieben hat sich neun bis fünfzehn Uhr bewährt. Zweitens eine Testphase von sechs Monaten, bevor etwas dauerhaft festgeschrieben wird. Drittens eine Auswertung gemeinsam mit dem Betriebsrat, sonst bleibt die Regel eine Anweisung von oben. Prof. Reimer: Und noch ein Punkt, der oft vergessen wird: Die Regeln müssen für alle gelten, auch für die Leitung. In zwei Betrieben scheiterte das Projekt, weil die Geschäftsführung weiterhin abends Mails schrieb. Die beste Vereinbarung nützt nichts, wenn die wichtigste Person sie nicht beachtet.

1 · 1. Eine Veranstaltung wird auf einen anderen Tag verschoben; wer angemeldet ist, muss nichts weiter tun.

  • a Ansage 1
  • b Ansage 2
  • c Ansage 3
  • d Ansage 4
  • e Ansage 5
  • f Ansage 6
  • g Ansage 7
  • h Ansage 8
Lösung

a — In Ansage 1 heißt es, der Workshop „Gesund führen“ könne heute nicht stattfinden und der Termin werde auf Donnerstag, 14 Uhr, verschoben; zugleich wird betont: „Ihre Anmeldung bleibt gültig, Sie müssen sich nicht erneut anmelden.“ Damit erfüllt genau diese Ansage beide Kriterien der Frage: Verlegung auf einen anderen Tag und keine weitere Handlung für bereits Angemeldete. Ansage 4 etwa nennt zwar ebenfalls eine Änderung, aber nur eine zeitliche Vorverlegung am selben Tag, keine Verschiebung auf einen anderen Termin.

1 · 2. Ein Vortrag findet nicht wie angekündigt in einem Hörsaal statt.

  • a Ansage 1
  • b Ansage 2
  • c Ansage 3
  • d Ansage 4
  • e Ansage 5
  • f Ansage 6
  • g Ansage 7
  • h Ansage 8
Lösung

b — In Ansage 2 heißt es, der Vortrag über Schichtarbeit beginne „wie geplant um 11 Uhr, allerdings nicht im Hörsaal 3“, man weiche ins Foyer des Nebengebäudes aus. Damit wird der angekündigte Ort des Vortrags ausdrücklich geändert, während Thema und Uhrzeit unverändert bleiben. Ansage 1 betrifft dagegen einen ganz anderen Termin, nämlich die Verschiebung des Workshops „Gesund führen“.

1 · 3. Für das Essen steht ein anderer Ort als geplant zur Verfügung.

  • a Ansage 1
  • b Ansage 2
  • c Ansage 3
  • d Ansage 4
  • e Ansage 5
  • f Ansage 6
  • g Ansage 7
  • h Ansage 8
Lösung

c — In Ansage 3 heißt es, das Mittagessen werde „heute nicht in der Mensa serviert, sondern im Innenhof hinter dem Verwaltungsgebäude“, bei Regen im Erdgeschoss. Damit wird für die Mahlzeit ausdrücklich ein anderer Ort als der ursprünglich vorgesehene genannt. Die übrigen Ansagen betreffen dagegen Terminverschiebungen, Raumwechsel bei Vorträgen, Parken oder Organisatorisches, nicht aber die Verpflegung.

1 · 4. Ein Rundgang beginnt zu einer früheren Uhrzeit.

  • a Ansage 1
  • b Ansage 2
  • c Ansage 3
  • d Ansage 4
  • e Ansage 5
  • f Ansage 6
  • g Ansage 7
  • h Ansage 8
Lösung

d — In Ansage 4 heißt es, die Führung durch die Ausstellung starte „bereits um 15:30 Uhr und damit eine halbe Stunde früher als im Programm angekündigt“. Damit wird der Beginn des Rundgangs ausdrücklich vorverlegt, weshalb diese Ansage die gesuchte frühere Uhrzeit nennt. Die übrigen Ansagen betreffen dagegen Verschiebungen, Ortswechsel oder organisatorische Hinweise, nicht aber eine zeitliche Vorverlegung eines Rundgangs.

1 · 5. Die Teilnehmenden sollen am Ausgang etwas abgeben.

  • a Ansage 1
  • b Ansage 2
  • c Ansage 3
  • d Ansage 4
  • e Ansage 5
  • f Ansage 6
  • g Ansage 7
  • h Ansage 8
Lösung

e — In Ansage 5 heißt es: „Bevor Sie den Saal verlassen, geben Sie bitte Ihren Fragebogen am Ausgang ab.“ Damit wird ausdrücklich verlangt, beim Hinausgehen etwas abzugeben, nämlich den Fragebogen. Ansage 8 betrifft dagegen die Teilnahmebescheinigungen, die gerade nicht ausgehändigt, sondern später per Post verschickt werden.

1 · 6. Für Teilnehmende mit Auto gibt es eine Ausweichmöglichkeit.

  • a Ansage 1
  • b Ansage 2
  • c Ansage 3
  • d Ansage 4
  • e Ansage 5
  • f Ansage 6
  • g Ansage 7
  • h Ansage 8
Lösung

f — In Ansage 6 heißt es, die Parkplätze direkt am Haus seien „heute vollständig belegt“, und es wird empfohlen, „das Parkhaus gegenüber“ zu nutzen. Damit wird Autofahrenden ausdrücklich eine Ausweichmöglichkeit genannt, zumal die Kosten bei Vorlage der Quittung am Empfang erstattet werden. Die übrigen Ansagen betreffen dagegen organisatorische Änderungen bei Terminen, Räumen oder Abläufen und nennen keine Alternative für PKW-Fahrende.

1 · 7. Wer nicht auf Bildern erscheinen möchte, kann das melden.

  • a Ansage 1
  • b Ansage 2
  • c Ansage 3
  • d Ansage 4
  • e Ansage 5
  • f Ansage 6
  • g Ansage 7
  • h Ansage 8
Lösung

g — In Ansage 7 heißt es, während der Veranstaltung würden Fotos gemacht, und „wer nicht abgebildet werden möchte, sagt bitte kurz am Infostand Bescheid“. Damit wird genau der in der Frage genannte Fall geregelt, nämlich dass jemand nicht auf Bildern erscheinen will. Die übrigen Ansagen behandeln andere Themen wie Raumänderungen, Parken oder Bescheinigungen und enthalten keinen vergleichbaren Hinweis.

1 · 8. Unterlagen werden nach der Veranstaltung per Post verschickt.

  • a Ansage 1
  • b Ansage 2
  • c Ansage 3
  • d Ansage 4
  • e Ansage 5
  • f Ansage 6
  • g Ansage 7
  • h Ansage 8
Lösung

h — In Ansage 8 heißt es, die Teilnahmebescheinigungen könnten heute leider nicht ausgeteilt werden und würden „in den nächsten zwei Wochen per Post verschickt“. Damit ist genau der in der Aufgabe genannte nachträgliche Postversand von Unterlagen belegt. Die übrigen Ansagen betreffen dagegen Terminänderungen, Raumwechsel, Verpflegung, Parken oder Fotos und erwähnen keinen Versand von Dokumenten.

2 · 1. Was hat Dr. Kern an den Ergebnissen ihrer Studie überrascht?

  • a Dass Betriebe mit klaren Regeln genauso viel arbeiten wie Betriebe ohne Regeln.
  • b Dass die Zahl der Nachrichten in den letzten Jahren stark gestiegen ist.
  • c Dass vor allem jüngere Beschäftigte am Wochenende antworten.
Lösung

a — Kern sagt ausdrücklich, überrascht habe sie, dass Betriebe mit klaren Regeln nicht weniger arbeiten. Die Zahl der Nachrichten und Altersgruppen nennt sie an dieser Stelle nicht.

2 · 2. Wie wurde die Studie methodisch angelegt?

  • a Mit einer einmaligen Onlinebefragung von 1.240 Personen.
  • b Mit Tagebucheinträgen und zwei Befragungen über zwölf Monate.
  • c Mit Interviews in 14 Betrieben über drei Jahre.
Lösung

b — Der Text nennt Tagebucheinträge und zwei Befragungen über zwölf Monate; die Zahl 1.240 bezieht sich auf die Beschäftigten, nicht auf eine einzige Befragung.

2 · 3. Worin unterscheiden sich die beiden Gruppen, die Kern vergleicht?

  • a Zwischen denen, die Nachrichten lesen, und denen, die darauf antworten müssen.
  • b Zwischen Beschäftigten mit und ohne Führungsverantwortung.
  • c Zwischen Betrieben mit vielen und wenigen internationalen Kunden.
Lösung

a — Kern unterscheidet zwischen dem Lesen aus Gewohnheit und dem Gefühl, antworten zu müssen – 63 gegenüber 41 Prozent.

2 · 4. Warum lehnt Kern ein gesetzliches Verbot ab?

  • a Weil es ihrer Ansicht nach die falschen Betriebe trifft und schwer zu kontrollieren ist.
  • b Weil sie Erreichbarkeit grundsätzlich für unproblematisch hält.
  • c Weil der Gesetzgeber für Arbeitszeiten nicht zuständig sei.
Lösung

a — Sie argumentiert, ein Verbot wirke dort am wenigsten, wo es nötig wäre, und sei kaum zu kontrollieren. Erreichbarkeit hält sie durchaus für ein Problem, nur nicht für eines, das Verbote lösen.

2 · 5. Wie bewertet sie das Argument, der Kunde sei immer stärker als die Regel?

  • a Sie hält es für sachlich falsch.
  • b Sie hält es für nachvollziehbar, aber für eine Frage der Organisation.
  • c Sie hält es für ein Problem, das nur große Betriebe betrifft.
Lösung

b — Kern räumt ein, das Argument sei „nicht falsch“, versteht die stärkere Position des Kunden also als realen Einwand. Sie entkräftet ihn jedoch, indem sie auf passende „Verabredungen“ verweist, die zum jeweiligen Geschäft passen – das Problem liegt für sie also an der Gestaltung betrieblicher Regeln, nicht an einer unveränderlichen Macht des Kunden. Ein gesetzliches Verbot lehnt sie gerade deshalb ab, weil es diese organisatorische Lösung nicht ersetzt; sachlich falsch nennt sie das Argument nicht.

2 · 6. Was schützt nach Kerns Auffassung das Geschäft?

  • a Die ständige Erreichbarkeit aller Mitarbeitenden.
  • b Die Verlässlichkeit durch benannte Vertretungen.
  • c Schnelle Antwortzeiten außerhalb der Arbeitszeit.
Lösung

b — Sie stellt ausdrücklich fest, nicht die ständige Erreichbarkeit schütze das Geschäft, sondern die Verlässlichkeit.

2 · 7. Welche drei Maßnahmen empfiehlt sie?

  • a Feste Antwortfenster, benannte Vertretungen und eine dreimonatige Testphase.
  • b Ein sofortiges Verbot, externe Beratung und eine Betriebsvereinbarung.
  • c Kürzere Arbeitszeiten, mehr Personal und Schulungen für Führungskräfte.
Lösung

a — Laut Beleg haben Betriebe, die Erreichbarkeitsfenster eingeführt haben, auch Vertretungen geregelt – daher passen feste Antwortfenster, benannte Vertretungen und eine dreimonatige Testphase zusammen. Antwort a nennt genau diese drei Maßnahmen und wird durch den Beleg gestützt. Option b ist falsch, weil ein sofortiges Verbot und externe Beratung nicht belegt sind.

2 · 8. Warum sind Führungskräfte für die Wirkung der Regeln entscheidend?

  • a Weil sie die Regeln formulieren und kontrollieren.
  • b Weil ihr eigenes Verhalten darüber entscheidet, ob die Regeln glaubwürdig sind.
  • c Weil sie die Kosten der Erreichbarkeit tragen.
Lösung

b — Kern sagt, sobald eine Führungskraft sonntags schreibe, glaube niemand mehr an die Regel; ein unterschriebenes Papier reiche nicht.

2 · 9. Was geschieht in Betrieben ohne Regeln?

  • a Die Beschäftigten arbeiten insgesamt weniger.
  • b Es entstehen inoffizielle Praktiken, die zu Konflikten führen.
  • c Die Kunden beschweren sich häufiger über lange Antwortzeiten.
Lösung

b — Der Text nennt inoffizielle Praktiken – montags lesen oder sofort antworten – und die daraus folgenden Konflikte.

2 · 10. Was rät sie Betrieben, die erst beginnen?

  • a Sofort eine Betriebsvereinbarung zu unterschreiben.
  • b Zuerst die Erfahrungen in einer Testphase auszuwerten.
  • c Externe Gutachten einzuholen, bevor etwas verändert wird.
Lösung

b — Sie empfiehlt eine Testphase von drei Monaten, statt sofort eine Vereinbarung zu unterschreiben, die dann niemand lebt.

3 · 1. Zahl der begleiteten Beschäftigten: ____

3 · 2. Dauer der Untersuchung: ____

3 · 3. vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit: ____

3 · 4. tatsächlich geleistete Wochenarbeitszeit: ____

3 · 5. Zeit für berufliche Nachrichten außerhalb der Arbeitszeit pro Woche: ____

3 · 6. Anteil der Befragten, die innerhalb von zwei Stunden antworten: ____

3 · 7. Anteil der Betriebe mit schriftlichen Regeln: ____

3 · 8. Rückgang der Fehlzeiten nach Einführung fester Fenster: ____

3 · 9. Zufriedenheitswert nach der Maßnahme (Skala 0–100): ____

3 · 10. empfohlene Kernzeit: ____

Schriftlicher Ausdruck · 70 Minuten

Aufgabe: Schriftlicher Ausdruck

In Ihrem Betrieb wird diskutiert, ob berufliche E-Mails und Anrufe nach 18 Uhr künftig grundsätzlich unterbleiben sollen. Der Personalrat hat die Belegschaft um schriftliche Stellungnahmen gebeten. Verfassen Sie einen argumentierenden Text, in dem Sie die verschiedenen Interessen darstellen und Ihre Position begründen.

1 · Stellungnahme: Erreichbarkeit nach 18 Uhr Seit der Einführung mobiler Geräte erreichen Ihren Betrieb Anfragen bis in den späten Abend. Die Geschäftsleitung befürwortet eine Regelung, der Personalrat möchte die Belegschaft hören. Schreiben Sie Ihre Stellungnahme (250–350 Wörter, 70 Minuten).

Modellantwort im Lösungsteil.

Modellantwort

Mündlicher Ausdruck · 16 Minuten

Aufgabe: Mündlicher Ausdruck (Paarprüfung)

Teil 1: Präsentation zu einem Thema aus dem Bereich Arbeitswelt (ca. 5 Minuten), danach Zusammenfassung und Anschlussfragen zum Vortrag des Partners. Teil 2: Diskussion zur Frage, ob Betriebe die Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit verbindlich regeln sollen (ca. 6 Minuten). Vorbereitungszeit: 20 Minuten.

1 · Stellen Sie das Thema „Pausen und Leistungsfähigkeit im Beruf“ in einer Präsentation von etwa fünf Minuten dar. Gehen Sie auf Gliederung, Beispiele und Ihre Bewertung ein.

1 · Fassen Sie die Präsentation Ihres Partners in zwei bis drei Sätzen zusammen und stellen Sie zwei Anschlussfragen, die über das Gesagte hinausgehen.

2 · Diskutieren Sie mit Ihrem Partner: Sollen Betriebe die Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit verbindlich regeln? Bringen Sie Argumente, reagieren Sie auf Ihren Partner und kommen Sie zu einem Ergebnis.

3 · Bewertet wird die sprachliche Angemessenheit über die gesamte Prüfung: Register, Kohärenz, Genauigkeit und Aussprache.

Denselben Satz mit Zeit und Auswertung

Punkte je Abschnitt, Begründung je Aufgabe, Urteil gegen die Bestehensgrenze.

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