Goethe-Zertifikat B1 · B1

Goethe-Zertifikat B1 — Lesen Teil 2

zwei Pressetexte, je 3 MC-Aufgaben (7–12)

  • 6 Aufgaben
  • 65 Minuten für den Abschnitt
  • 100 Punkte
  • aus 10 Testsätzen

3 echte Aufgabe(n) aus Testsatz goethe_b1_ts01 sind unten abgedruckt — mit Lösung zum Aufklappen.

Strategie für diesen Teil

Die richtige Antwort ist fast immer eine Umschreibung, kein wörtliches Zitat. Wer nach dem Wort aus der Frage sucht, tappt in die Falle.

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Kleinere Wohnungen, größere Ideen

In deutschen Städten werden Wohnungen seit Jahren kleiner. Wer heute eine Zweizimmerwohnung sucht, findet oft nur 48 Quadratmeter – vor zwanzig Jahren waren es durchschnittlich zehn Quadratmeter mehr. Für viele Familien ist das ein Problem. Architektinnen und Architekten reagieren darauf mit einer einfachen Idee: Möbel, die mehrere Aufgaben haben. Ein Beispiel ist das Bett, das tagsüber unter der Decke verschwindet. So entsteht am Abend ein Arbeitsplatz, an dem man tatsächlich sitzen kann, ohne sich die Knie zu stoßen. Auch Küchen werden inzwischen so gebaut, dass der Esstisch zusammengeklappt an der Wand hängt und nur beim Essen ausgezogen wird. Die Expertin Nadja Pfeiffer hält solche Lösungen für sinnvoll, warnt aber vor zu viel Begeisterung. „Ein Klappbett ersetzt kein Zimmer. Wenn eine Wohnung zu klein ist, macht sie auch das beste Möbelstück nicht größer." Sie fordert deshalb, dass beim Bau neuer Häuser wieder mehr auf gemeinsame Räume geachtet wird – einen Raum für alle Bewohner, in dem Gäste schlafen oder Kinder spielen können. In einigen Neubauten gibt es das bereits, allerdings nur selten.

Aufgaben aus dem ersten Testsatz

Echte Aufgaben aus unserem Bestand — nicht aus einem offiziellen Modellsatz. Die Lösungen sind eingeklappt, damit du erst selbst antworten kannst.

Teil · 7. Wie haben sich die Wohnungsgrößen in den letzten zwanzig Jahren verändert?

  • a Eine Zweizimmerwohnung ist heute durchschnittlich etwa zehn Quadratmeter kleiner.
  • b Die Wohnungen sind gleich groß geblieben, aber teurer geworden.
  • c Nur Familienwohnungen sind kleiner geworden, kleine Wohnungen nicht.
Lösung und Begründung

a — Im Text steht, eine Zweizimmerwohnung habe heute oft 48 Quadratmeter, vor zwanzig Jahren seien es durchschnittlich zehn Quadratmeter mehr gewesen. Von gleichbleibender Größe oder einer Beschränkung auf Familienwohnungen ist nicht die Rede.

Teil · 8. Was sagt die Expertin Nadja Pfeiffer über Klappbetten?

  • a Sie sind eine gute Lösung für Familien mit Kindern.
  • b Sie können eine zu kleine Wohnung nicht wirklich größer machen.
  • c Sie sind zu teuer für normale Mieter.
Lösung und Begründung

b — Pfeiffer sagt, ein Klappbett ersetze kein Zimmer, und eine zu kleine Wohnung werde auch durch das beste Möbelstück nicht größer. Über den Preis sagt sie nichts.

Teil · 9. Was fordert Nadja Pfeiffer für neue Häuser?

  • a Mehr gemeinsame Räume für alle Bewohner.
  • b Größere Küchen in jeder Wohnung.
  • c Weniger Neubauten in den Städten.
Lösung und Begründung

a — Sie fordert, beim Bau neuer Häuser wieder mehr auf gemeinsame Räume zu achten, zum Beispiel für Gäste oder spielende Kinder. Größere Küchen oder ein Baustopp werden nicht genannt.

In der App bekommst du zu jeder Aufgabe eine Begründung, Punkte umgerechnet auf die offiziellen Abschnittspunkte und ein Urteil gegen die Bestehensgrenze.

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Sprechen Teil 1

3 Aufgaben · gemeinsam etwas planen (Vorschläge machen, reagieren) · Thema präsentieren anhand von 5 Folien (Situation, Heimatland, Vor-/Nachteile, Meinung, Schluss) · Fragen zum Vortrag des Partners stellen und Feedback geben

Diesen Teil unter echter Zeit üben

Mit Audio, Zeitdruck und Auswertung je Aufgabe.

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