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telc Deutsch C1 Hochschule — Hörverstehen Teil 3

Informationstransfer: 10 Informationen ergänzen (je 2 P)

  • 10 Aufgaben
  • 40 Minuten für den Abschnitt
  • 48 Punkte
  • aus 10 Testsätzen

3 echte Aufgabe(n) aus Testsatz telc_c1_ts01 sind unten abgedruckt — mit Lösung zum Aufklappen.

Strategie für diesen Teil

Lies die Aufgabe zuerst, dann den Text — in dieser Reihenfolge, nicht umgekehrt.

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Vortrag: Was Zahlen über Arbeitszeit verraten

Sie hören einen Vortrag aus einer Ringvorlesung. Sie hören den Text einmal. Ergänzen Sie die Stichworte mit den Informationen aus dem Vortrag.
Transkript (wie im Hörtext gesprochen)

Prof. Reimer: Meine Damen und Herren, ich möchte Ihnen heute einige Zahlen vorstellen, die in der Debatte über Arbeitszeit selten zitiert werden. Wir haben in den vergangenen Jahren 2.800 Beschäftigte in 14 Betrieben begleitet, und zwar über einen Zeitraum von 18 Monaten. Das ist ungewöhnlich lang, und genau darin liegt der Wert der Untersuchung. Prof. Reimer: Beginnen wir mit dem Ausgangsbefund. Die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit lag im Durchschnitt bei 38,4 Stunden. Tatsächlich gearbeitet wurden 42,1 Stunden. Die Differenz entsteht nicht durch spektakuläre Überstunden, sondern durch viele kleine Verlängerungen, die niemand aufschreibt. Prof. Reimer: Hinzu kommt die Kommunikation. Für berufliche Nachrichten außerhalb der Arbeitszeit verwenden die Befragten im Schnitt 5,6 Stunden pro Woche. Das ist mehr als ein halber Arbeitstag, der in keiner Statistik als Arbeitszeit erscheint. Prof. Reimer: Wie schnell wird geantwortet? 71 Prozent der Befragten gaben an, innerhalb von zwei Stunden zu reagieren, auch abends. Das ist keine Anordnung, sondern eine Erwartung, die sich eingeschlichen hat. Schriftliche Regeln fanden wir nur in 19 Prozent der Betriebe. Prof. Reimer: Nun zum interessanten Teil. In sechs Betrieben wurden feste Erreichbarkeitsfenster eingeführt, außerhalb derer keine Antwort erwartet wurde. Nach zwölf Monaten waren die Fehlzeiten um 9 Prozent gesunken. Die Zahl der Überstunden blieb unverändert – das sollte man deutlich sagen, denn es widerlegt die Vermutung, solche Regeln seien eine verkappte Arbeitszeitverkürzung. Prof. Reimer: Die Zufriedenheit stieg im gleichen Zeitraum von 62 auf 74 Punkte auf einer Skala von null bis hundert. Ein Drittel der Betriebe brach den Versuch allerdings ab, meist wegen Personalmangels, nicht wegen der Regel selbst. Prof. Reimer: Was empfehle ich? Erstens eine Kernzeit, in der alle erreichbar sind – in unseren Betrieben hat sich neun bis fünfzehn Uhr bewährt. Zweitens eine Testphase von sechs Monaten, bevor etwas dauerhaft festgeschrieben wird. Drittens eine Auswertung gemeinsam mit dem Betriebsrat, sonst bleibt die Regel eine Anweisung von oben. Prof. Reimer: Und noch ein Punkt, der oft vergessen wird: Die Regeln müssen für alle gelten, auch für die Leitung. In zwei Betrieben scheiterte das Projekt, weil die Geschäftsführung weiterhin abends Mails schrieb. Die beste Vereinbarung nützt nichts, wenn die wichtigste Person sie nicht beachtet.

Aufgaben aus dem ersten Testsatz

Echte Aufgaben aus unserem Bestand — nicht aus einem offiziellen Modellsatz. Die Lösungen sind eingeklappt, damit du erst selbst antworten kannst.

Teil · 1. Zahl der begleiteten Beschäftigten: ____

Teil · 2. Dauer der Untersuchung: ____

Teil · 3. vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit: ____

In der App bekommst du zu jeder Aufgabe eine Begründung, Punkte umgerechnet auf die offiziellen Abschnittspunkte und ein Urteil gegen die Bestehensgrenze.

Weitere Teile dieser Prüfung

Mündlicher Ausdruck Teil 1

3 Aufgaben · 1A Präsentation (6 P) + 1B Zusammenfassung/Anschlussfragen (4 P) · Diskussion · Sprachliche Angemessenheit über alle Teile (32 P)

Diesen Teil unter echter Zeit üben

Mit Audio, Zeitdruck und Auswertung je Aufgabe.

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