Teil · 1. Was ist laut Frau Petersen das größte Problem der Schichtarbeit?
Lösung und Begründung
c — Sie sagt, schädlich sei weniger die Schicht an sich als der ständige Wechsel. Die Nachtarbeit allein ist damit nicht der Kern ihrer Aussage.
Goethe-Zertifikat B2 · B2
Aussagen verstehen
3 echte Aufgabe(n) aus Testsatz goethe_b2_ts01 sind unten abgedruckt — mit Lösung zum Aufklappen.
Die richtige Antwort ist fast immer eine Umschreibung, kein wörtliches Zitat. Wer nach dem Wort aus der Frage sucht, tappt in die Falle.
Moderatorin: Schichtarbeit gehört für viele zum Berufsleben, und kaum jemand spricht darüber, was sie kostet. Bei mir im Studio ist Frau Dr. Petersen, Arbeitsmedizinerin an einer Klinik in Kassel. Frau Petersen, wie schädlich sind wechselnde Schichten wirklich? Dr. Petersen: Schädlich ist weniger die Schicht an sich als der ständige Wechsel. Wer drei Wochen nachts arbeitet und dann drei Wochen tagsüber, bringt seinen Schlafrhythmus kaum zur Ruhe. Wir sehen bei diesen Menschen häufiger Bluthochdruck und Magenbeschwerden. Moderatorin: Viele Betriebe sagen, sie könnten gar nicht anders planen. Dr. Petersen: Das stimmt für manche Bereiche, aber längst nicht für alle. Entscheidend ist, wie schnell die Schichten wechseln. Vorwärts rotierend, also früh, dann spät, dann nachts, ist deutlich verträglicher als rückwärts. Und nach der Nachtschicht braucht es mindestens 24 Stunden Ruhe, nicht acht. Moderatorin: Was können Beschäftigte selbst tun? Dr. Petersen: Sie können darauf achten, dass sie nach der Nachtschicht nicht sofort einkaufen gehen und Termine legen. Und sie sollten ihre Vorgesetzten ansprechen, wenn sie merken, dass sie schlechter schlafen. Das klingt banal, aber viele warten zwei Jahre, bevor sie es sagen. Moderatorin: Sie beraten auch Betriebe. Was ändert sich dort am schnellsten? Dr. Petersen: Am schnellsten ändert sich etwas, wenn die Planung verbindlich wird. Ein Betrieb hat die Schichtfolge einfach umgestellt und zusätzlich festgelegt, dass niemand mehr als zwei Nachtschichten hintereinander macht. Das hat nichts gekostet, nur Disziplin in der Planung. Moderatorin: Und was halten Sie von Aufwandsentschädigungen? Dr. Petersen: Geld ist wichtig, weil es die Belastung anerkennt, aber es löst das Problem nicht. Eine Zulage ersetzt keinen Schlaf. Betriebe, die nur mit Zuschlägen arbeiten, verlieren irgendwann die erfahrenen Leute.
Echte Aufgaben aus unserem Bestand — nicht aus einem offiziellen Modellsatz. Die Lösungen sind eingeklappt, damit du erst selbst antworten kannst.
Teil · 1. Was ist laut Frau Petersen das größte Problem der Schichtarbeit?
c — Sie sagt, schädlich sei weniger die Schicht an sich als der ständige Wechsel. Die Nachtarbeit allein ist damit nicht der Kern ihrer Aussage.
Teil · 2. Welche Folgen nennt sie bei Menschen in Wechselschicht?
a — Frau Dr. Petersen sagt ausdrücklich, dass man bei diesen Menschen „häufiger Bluthochdruck und Magenbeschwerden“ sieht. Damit nennt sie genau die beiden Beschwerden, die in Option a stehen. Rückenbeschwerden und Unfälle auf dem Arbeitsweg werden im Gespräch dagegen nicht erwähnt.
Teil · 3. Welche Schichtfolge hält sie für verträglicher?
b — Sie empfiehlt die vorwärts rotierende Folge früh, spät, nachts. Die rückwärts laufende Folge und lange Nachtblöcke lehnt sie ab.
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Mit Audio, Zeitdruck und Auswertung je Aufgabe.